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Aktuelles
Syrien - ‚Ärzte der Welt‘ fordert ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt seine Hilfsaktionen in den Nachbarländern
Mai 2012: Die Gewalt gegen Zivilisten in Syrien nimmt kein Ende. Große Hoffnungen werden weiterhin in den Friedensplan gesetzt, den der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan vorgelegt hatte. ‚Ärzte der Welt‘ verurteilt die Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt zunächst seine Hilfsmaßnahmen in den Nachbarländern, in denen syrische Flüchtlinge Schutz suchen.» mehr
Ärzte der Welt kehrt nach Darfur zurück
Januar 2009. Seit mehr als drei Jahren sind die Bevölkerungsgruppen in der Region um die Stadt Deribat von internationaler Hilfe abgeschnitten und haben keinerlei Zugang zu medizinischer Versorgung. Ärzte der Welt eröffnet ein neues Programm in Darfur, um die gesundheitliche Grundversorgung für die ländlichen Gemeinden dieser Region, die im Herzen von Jebel Mara liegt, wiederherzustellen.
Eine isolierte Zone, überwiegend abgeschnitten von humanitärer Hilfe
Aufgrund der Folgen des Konflikts und der geographischen Lage bleiben die Einwohner der zentralen Täler der Region um Deribat weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten.
Die Gebirgskette von Jebel Mara isoliert die Bevölkerung von externer Hilfe, reduziert die Mobilität und schränkt die Versorgungsmöglichkeiten bei gesundheitlichen Problemen ein. Da die Bevölkerung aufgrund der mangelnden Kommunikationsmöglichkeiten vom restlichen Land abgeschnitten ist, kann sie auch nicht von den Programmen der Gesundheitsbehörden oder humanitärer Akteure profitieren. Letztendlich hat der Konflikt den Austausch und den Handel nach außen beträchtlich eingeschränkt. Aufgrund dieser Isolation entstehen Mangel und Not für die Bevölkerung. Die Situation lässt sich am Ernährungszustand ablesen.
Die Gemeinden haben gravierende Versorgungsprobleme im Mutter-Kind Bereich und die Bevölkerung leidet an klassischen Erkrankungen, die im Zusammenhang mit der geographischen Lage stehen (akute Erkrankungen der Atemwege, Durchfall, Hepatitis, Malaria)
Wiederherstellung des Zugangs zur Versorgung
Das Programm gewährleistet zukünftig die Ausstattung mit Medikamenten und medizinischer Ausrüstung von sechs Gesundheitszentren (Deribat, Jawa, Suni, Dera, Kebra, Soro), die insgesamt die Versorgung von bis zu 100.000 Menschen abdecken und die Weiterbildung der Pflegekräfte. Ärzte der Welt wird ein spezielles Augenmerk auf die Gesundheit von Müttern und Kindern sowie die Unterernährung richten:
- Prävention und Behandlung von Infektionskrankheiten und potentieller Epidemien sowie eine epidemiologische Überwachung.
- Unterstützung für Hebammen und Geburtshelferinnen in der Region sowie Sensibilisierung für Risikoschwangerschaften
- Ernährungshilfen direkt an die Haushalte, um den Ernährungszustand von Kindern unter fünf Jahren zu verbessern
Die Teams von Ärzte der Welt werden in Zusammenarbeit mit den Gemeinden die Bevölkerung hinsichtlich Gesundheits- und Hygienefragen sensibilisieren und auf persönliche und ernährungsbedingte Fragestellungen eingehen.
- In der Stadt Deribat arbeitet derzeit eine Gruppe von fünf entsandten Experten, die von drei Mitarbeitern in Nyala und zwei Vertretern in Khartum unterstützt werden.
Ärzte der Welt im Sudan
Ärzte der Welt engagiert sich im Sudan seit 2004 mit einem Programm für gesundheitliche Grundversorgung im Flüchtlingslager Kalma sowie in den abgelegenen Gebieten im Osten von Jebel Mara. Im Januar 2007 wurden sämtliche Aktivitäten von Ärzte der Welt in Darfur eingestellt, da ein zu großes Ungleichgewicht zwischen dem Nutzen für die Bevölkerung und den Sicherheitsrisiken für die Einsatzteams bestand.
Seit 2005 führt Ärzte der Welt im Südsudan in Malakal ein weiteres Programm durch, das eine gesundheitliche Primärversorgung und eine epidemiologische Überwachung beinhaltet.
Pressekontakt:
Dr. Lecia Feszczak
089/18.91.22.93
lecia.feszczak
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