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Aktuelles

Syrien - ‚Ärzte der Welt‘ fordert ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt seine Hilfsaktionen in den Nachbarländern

Mai 2012: Die Gewalt gegen Zivilisten in Syrien nimmt kein Ende. Große Hoffnungen werden weiterhin in den Friedensplan gesetzt, den der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan vorgelegt hatte. ‚Ärzte der Welt‘ verurteilt die Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt zunächst seine Hilfsmaßnahmen in den Nachbarländern, in denen syrische Flüchtlinge Schutz suchen.» mehr

Thursday, 2011-10-13

Afghanistan: Verbesserung der Gesundheit von Drogenkonsumenten

Juli 2010. Der jahrzehntelange Dauerkonflikt hat Afghanistan in Verwüstung und bittere Armut gestürzt. Trotz fortschreitender Demokratisierung steht das Land in vielen Bereichen noch vor großen Herausforderungen: Das Gesundheitssystem ist kollabiert. Das Land hat weltweit die höchste Kindersterblichkeit.

Foto: Jacky Naegelen

Nach der militärischen Intervention 2001 wurden die afghanischen Behörden weitgehend vom Wiederaufbau des Gesundheitssystems ausgeschlossen: Internationale Geldgeber wie die Weltbank beauftragten zivilgesellschaftliche Organisationen, um den Aufbau des Gesundheitssystems in die Wege zu leiten.

Obwohl dieser Weg gerade in Hinblick auf Korruption nachvollziehbar ist, beteiligt sich Ärzte der Welt nicht an dieser Strategie. Um das Gesundheitswesen in Afghanistan nachhaltig wiederaufzubauen ist es aus der Sicht unserer Organisation notwendig, die afghanischen Behörden stärker mit einzubeziehen. Die schwierige Sicherheitslage in Afghanistan erschwert vielen Menschen den Zugang zur medizinischen Versorgung. Vor allem verletzliche Bevölkerungsgruppen haben es besonders schwer.

1,5 Millionen Drogenkonsumenten im Land

Dazu gehören insbesondere die 1,5 Millionen Drogenkonsumenten in Afghanistan. Das Land ist der weltweit größte Produzent von Opium. Ein immer größerer Anteil der Drogen wird nicht mehr exportiert, sondern im eigenen Land konsumiert.

Weil diese Menschen nicht vergessen werden dürfen, hat Ärzte der Welt in Kabul seit 2004 ein Programm zur Risikominderung für Drogenkonsumenten. In der Hauptstadt werden die Betroffenen in einer Anlaufstelle medizinisch versorgt sowie psychologisch betreut. Zudem suchen Outreach- Teams die öffentlichen Plätze der Stadt auf, an denen die Zielgruppe oft angetroffen werden kann.

Bereitstellung von sauberen Spritzen

Das Programm zielt darauf ab Risiken, wie etwa die Übertragung von Infektionskrankheiten (HIV, Hepatitis), die mit dem Drogenkonsum verbunden sind, zu mindern. Beispielsweise konnten durch die Bereitstellung von sauberen Spritzen die Infektionsraten beträchtlich gesenkt werden. Hierbei wird Drogenabhängigen die Möglichkeit geboten, alte Spritzen gegen neue saubere Spritzen umzutauschen. Ein Methadon Programm ermöglicht Opiatkonsumenten die Substitution. Neben einer ausführlichen Beratung zu Themen wie HIV/AIDS erhalten Betroffene Zugang zu antiretroviralen Therapien.

Lokale Fachkräfte werden in einem Trainingszentrum, das in die Anlaufstelle integriert ist, von Ärzte der Weltgeschult. Die Ausbildung soll ermöglichen, das Projekt zu gegebener Zeit an die afghanischen Fachkräfte zu übergeben.

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