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Aktuelles

Syrien - ‚Ärzte der Welt‘ fordert ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt seine Hilfsaktionen in den Nachbarländern

Mai 2012: Die Gewalt gegen Zivilisten in Syrien nimmt kein Ende. Große Hoffnungen werden weiterhin in den Friedensplan gesetzt, den der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan vorgelegt hatte. ‚Ärzte der Welt‘ verurteilt die Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt zunächst seine Hilfsmaßnahmen in den Nachbarländern, in denen syrische Flüchtlinge Schutz suchen.» mehr

Monday, 2009-06-22

Aus dem Alltag von open.med

"Seit seinem Beginn im September 2006 hat das Projekt open.med viele Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützt. Menschen mit unterschiedlichen Problemlagen suchten die Anlaufstelle auf. Trotz der individuellen Probleme sind es oft ganz ähnliche Herausforderungen mit denen Menschen ohne Krankenversicherung konfrontiert sind", weiß Sabrina Schmitt zu berichten.

Ärzteteam

 

Zum Beispiel Schwangerschaft ... 

Frau S. ist Polin und seit 3 Jahren in Deutschland. Ihre kleine Tochter war bis vor kurzem beim Vater in Polen. Seit ca. 6 Monaten wohnt die kleine Familie nun zusammen in einem 1-Zimmer-Appartement in München. S. arbeitet selbstständig als Putzkraft, ihr Mann macht Aushilfsarbeiten. Die Tochter geht, seit sie in Deutschland ist, in den Kindergarten. Da die finanziellen Mittel der Familie sehr begrenzt sind, ist nur die Tochter privat krankenversichert, mit einer Selbstbeteiligung in Höhe von 160 Euro. Open Med TeamFrau S. kam verzweifelt zu open.med, da sie in der 20. Woche schwanger ist. Die letzte frauenärztliche Untersuchung fand vor 2 Monaten in Polen statt, für Untersuchungen in Deutschland fehlt Frau S. das Geld. Die Fahrten nach Polen machen ihr Sorgen, da sie auf einer solchen Fahrt vor ca. 12 Monaten eine Fehlgeburt erlitten hat. Das Team von open.med vermittelte Frau S. an eine Gynäkologin, die sie regelmäßig vor der Geburt betreut und alle Vorsorgeuntersuchungen durchführt. Auch eine Hebamme, die sich für das Projekt open.med engagiert, steht ihr nun während der Schwangerschaft zur Seite. Sorgen bereitet weiterhin die Zukunft, denn eine Entbindung im Krankenhaus ist teuer und wenn es zu Komplikationen kommen sollte, fast unbezahlbar.

Diese Bespiele zeigen, wie unterschiedlich die Situationen unserer Patienten sind. Eines haben sie aber alle gemeinsam: sie haben keinen Zugang zur medizinischen Versorgung in München. open.med unterstützt diese Menschen.

 

Auch immer mehr Deutsche ohne Krankenversicherung ... 

Die Deutsche Frau P. konnte nach langjähriger Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung auf Grund einer beruflichen Veränderung die hohen Beiträge nicht mehr bezahlen. Zu einer gesetzlichen Krankenkasse hatte sie durch ihre selbstständige Tätigkeit zu diesem Zeitpunkt keinen Zugang. Frau P. war es auf Grund ihrer starken motorischen Einschränkungen in den Beinen nicht möglich, die Anlaufstelle von open.med selbst aufzusuchen, so dass eine Ärztin des Projekts sie zu Hause besuchte. Das Team von open.med vermittelte Frau P. daraufhin einen Termin bei einem Neurologen und begleitete sie zum Arzt. Durch die medizinische Betreuung von open.med kann Frau P. heute wieder ohne Unterstützung das Haus verlassen und ist inzwischen auch erneut krankenversichert.

 

Kinder ohne Krankenversicherung … 

Herr. und Frau B. haben 2 Kinder, die in Deutschland geboren sind. Die Familie ist staatenlos und besitzt keine Ausweispapiere sowie keinen regulären Aufenthaltsstatus in Deutschland. Dadurch haben sie auch keinen Anspruch auf Krankenversicherung und müssen für die Kosten einer medizinischen Versorgung selbst aufkommen. Die 4- und 5-jährigen Brüder litten regelmäßig an Mandelentzündungen und der Jüngste konnte fast nichts mehr essen, als die Familie die Anlaufstelle von open.med besuchte. Durch die Unterstützung von open.med konnten den zwei kleinen Brüdern die Mandeln operativ reduziert werden, so dass sie jetzt nicht mehr jeden Monat Antibiotika schlucken müssen und sich wieder normal ernähren können. Wir danken dem Krankenhaus für die kostenlose Durchführung der Operationen. 

 

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