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Aktuelles

Syrien - ‚Ärzte der Welt‘ fordert ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt seine Hilfsaktionen in den Nachbarländern

Mai 2012: Die Gewalt gegen Zivilisten in Syrien nimmt kein Ende. Große Hoffnungen werden weiterhin in den Friedensplan gesetzt, den der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan vorgelegt hatte. ‚Ärzte der Welt‘ verurteilt die Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt zunächst seine Hilfsmaßnahmen in den Nachbarländern, in denen syrische Flüchtlinge Schutz suchen.» mehr

Friday, 2011-08-26

Elfenbeinküste: Neues Programm im Westen des Landes

August 2011 - Die Lage an der Elfenbeinküste hat sich weitgehend beruhigt, doch auch nach dem Ende der bewaffneten Kämpfe sind die Menschen in einigen Landesteilen weiterhin auf internationale Unterstützung angewiesen. Schon seit Mitte April leisten unsere Teams Soforthilfe in Abidjan, dem Regierungshauptsitz des Landes. „Ärzte der Welt“ erweitert die Hilfe vor Ort nun um ein neues humanitäres Programm im Westen des Landes.

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Ende April 2011, nach wochenlangen Kämpfen zwischen den Konfliktparteien an der Elfenbeinküste, startete „Ärzte der Welt“ ein Soforthilfe-Programm in Abidjan. Zwar hatte der Präsident der Republik ein Dekret erlassen, das der Bevölkerung für sechs Wochen kostenlose medizinische Versorgung versprach, doch die öffentlichen Gesundheitszentren hatten weder die Mittel, das dafür notwendige Personal zu bezahlen, noch konnten sie die Versorgung der Patienten mit Arzneimitteln gewährleisten.

Drei Tonnen medizinische Hilfsgüter entsendet

Daher entsendete „Ärzte der Welt“ in den ersten Tagen des Einsatzes drei Tonnen medizinische Hilfsgüter in das westafrikanische Land. Nach Abstimmung mit dem ivorischen Gesundheitsministerium unterstützte unsere Organisation in drei Stadtvierteln, nämlich in Yopougon, Attécoubé und in Williamsville, insgesamt 23 Basisgesundheitseinrichtungen sowie eine psychiatrische Klinik.

Ein besonderes Augenmerk legte „Ärzte der Welt“ dabei auf diejenigen, die besonders von der Krise im Land betroffen sind, so zum Beispiel die Verwundeten, Schwangeren, Kinder unter fünf Jahren oder Opfer sexueller Gewalt. Patienten, die psychosoziale Unterstützung benötigten, erhielten in einer psychiatrischen Klinik, in der „Ärzte der Welt“ tätig war, Hilfe.

So verteilten unsere Teams in den letzten Monaten Medikamente und stellten die Ausstattung der Gesundheitseinrichtungen mit essentiellen medizinischen Materialien und Geräten sicher, so dass diese ihre Arbeit wieder aufnehmen können.

Alarmierende Gesundheitssituation im Westen des Landes

Während sich die Lage in Abidjan drei Monate nach Beginn des Einsatzes weitgehend stabilisiert hat, berichten unsere Teams nach einer Bedarfsanalyse von einer alarmierenden Gesundheitssituation im Westen des Landes.

Vor allem in der Region Bas Sassandra stellten die Experten erhebliche Mängel bei der Gesundheitsversorgung fest: In Apotheken, Krankenhäusern und Geburtskliniken fehle es an Medikamenten, die medizinischen Geräte seien veraltet und das medizinische Fachpersonal sei nicht adäquat für seine Aufgaben ausgebildet. Die Gesundheitseinrichtungen befinden sich in einem schlechten Zustand, das Notfall- und Referenzsystem zwischen den verschieden Ebenen der Gesundheitsversorgung sei mangelhaft und überlastet.

Vor allem schutzlose Bevölkerungsgruppen sind gefährdet

Das Gesundheitssystem der Region ist nicht mehr intakt, worunter vor allem vulnerable Bevölkerungsgruppen wie Schwangere und Kinder unter fünf Jahren leiden. Daher hat „Ärzte der Welt“ beschlossen in den nächsten sechs Monaten in den beiden Distrikten Soubré und San-Pédro ein Programm zur Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit sowie zur Verbesserung der chirurgischen, medizinischen und geburtshilflichen Notfallversorgung durchzuführen.

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