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Aktuelles

Syrien - ‚Ärzte der Welt‘ fordert ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt seine Hilfsaktionen in den Nachbarländern

Mai 2012: Die Gewalt gegen Zivilisten in Syrien nimmt kein Ende. Große Hoffnungen werden weiterhin in den Friedensplan gesetzt, den der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan vorgelegt hatte. ‚Ärzte der Welt‘ verurteilt die Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt zunächst seine Hilfsmaßnahmen in den Nachbarländern, in denen syrische Flüchtlinge Schutz suchen.» mehr

Thursday, 2009-07-02

Gesundheitsversorgung als Menschenrecht? Europawahlkandidaten geben ihr Ja-Wort

Ärzte der Welt und das Netzwerk HUMA wenden sich an 140 Europawahlkandidaten aus sieben EU-Ländern. Viele Vertreter Europas wollen für einen gleichen ungehinderten Zugang zur notwendigen medizinischen Versorgung aller in der EU lebenden Menschen eintreten.

Aus Deutschland meldeten sich Kandidaten von der CSU, der SPD, den Grünen, Die Linke und der Sozialdemokratischen Fraktion PSE. Erfreulich an den Reaktionen waren dabei nicht nur die hohe Anzahl an Zustimmungen, sondern auch die inhaltliche Bandbreite der Antwortschreiben. Genaue Stellungnahmen der Politiker sind unter www.huma-network.org zu finden. Ziel der Kampagne ist der Aufbau eines europaweiten, effektiven Zugangs zur medizinischen Versorgung für alle in Europa lebenden Menschen - unabhängig von deren Herkunft oder rechtlichen Status. Nach Amtsantritt wird Ärzte der Welt / HUMA alle gewählten Mitglieder des europäischen Parlaments auf ihr Versprechen aufmerksam machen und im Sinne des gemeinsamen Ziels konstruktive Lösungsansätze entwickeln.

Nach aktuellen Schätzungen leben zwischen fünf bis acht Millionen* Menschen ohne gültigen Aufenthaltstatus in der EU - eine Anzahl, die etwa der Bevölkerung Österreichs entspricht. Durch die restriktiven Gesetze in vielen Mitgliedstaaten werden gesundheitliche Probleme der Betroffenen entweder gar nicht oder nur unzureichend behandelt. In Deutschland ist eine medizinische Versorgung in akuten Fällen zwar möglich, faktisch aber mit dem Risiko einer Abschiebung verbunden. Aus Angst vor dieser Konsequenz verzichten die meisten Patienten auf die Behandlung für sich oder ihre Kinder, oder gehen nur dann zum Arzt, wenn sie die Kosten dafür selbst zahlen können. Folge davon sind Chronifizierungen von Erkrankungen und Schmerzen sowie kostenintensive Komplikationen. Auch die Erfahrungen des Projektes open.med von Ärzte der Welt bestätigen dieses Problem. In der medizinischen Anlaufstelle im Zentrum Münchens erhalten Menschen in Krisensituationen Zugang zu basismedizinischer Versorgung und psychosozialer Hilfe. Über 15% der Hilfesuchenden aus dem Jahr 2008 waren Menschen ohne Papiere.

Das HUMA-Netzwerk (Health for Undocumented Migrants and Asylum seekers) ist ein Bündnis von Organisationen aus elf europäischen Organisationen. Seine Forderung besteht darin, allen Asylbewerbern und Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis in Europa den Zugang zur medizinischen Versorgung zu garantieren. Unter der Webseite www.huma-network.org veröffentlicht das HUMA-Netzwerk diesbezüglich eine Analyse der zutreffenden rechtlichen Regelungen in den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Ärzte der Welt - Médecins du Monde Deutschland arbeitet seit dem Jahre 2000 als deutscher Zweig der internationalen humanitären Organisation Médecins du Monde. Unabhängig von ihrer Herkunft behandeln und versorgen wir hilfsbedürftige Menschen in Krisensituationen, wie Krieg und Gewalt, Naturkatastrophen, Krankheit, Armut und Ausgrenzung.

* Quelle: Global Commission on International Migration (GCIM), Migration in an Interconnected World : New Directions for Action, Report of the Global Commission on International Migration, October 2005

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