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Aktuelles
Syrien - ‚Ärzte der Welt‘ fordert ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt seine Hilfsaktionen in den Nachbarländern
Mai 2012: Die Gewalt gegen Zivilisten in Syrien nimmt kein Ende. Große Hoffnungen werden weiterhin in den Friedensplan gesetzt, den der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan vorgelegt hatte. ‚Ärzte der Welt‘ verurteilt die Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt zunächst seine Hilfsmaßnahmen in den Nachbarländern, in denen syrische Flüchtlinge Schutz suchen.» mehr
Konflikt im Jemen: Ärzte der Welt startet zwei neue Projekte
Februar 2010. Ärzte der Welt mobilisiert medizinische Einsatzteams in den nordwestlichen Gouvernoraten Hajjah und Sa`dah um den Flüchtlingen und den Anwohnern einen Zugang zu medizinischer Versorgung zu verschaffen.
Seit August 2009 ist Nordjemen zum Schauplatz des wieder aufflammenden Konflikts zwischen den Huthi-Rebellen und der Regierung in Sanaa geworden. Durch die Kämpfe mussten bis zum heutigen Tag annähernd 250 000 Menschen flüchten.
Dieser sechste Konflikt, der mit ungleich größerer Härte als die vorausgegangenen ausgetragen wird, belastet das Gesundheitssystem enorm: Unsere Mitarbeiter vor Ort berichten von gezielten Angriffen auf Gesundheitszentren und Schulen. Die meisten lokalen medizinischen Fachkräfte sind, soweit es ihnen möglich war, aus der Konfliktzone geflohen. Die Versorgung der Stadt Sa`dah mit den notwendigsten Gütern und mit Medikamenten ist nicht gesichert. Die einzige Straßenverbindung zum Rest des Landes ist eine gefährliche Route, die manchmal von den Kriegführenden gesperrt wird.
Im Gouvernorat Sa`dah sind mobile medizinische Teams von Ärzte der Welt in den Zonen im Einsatz, in denen das Gesundheitssystem auf Grund der erschwerten Sicherheitslage zusammengebrochen ist: Gesundheitszentren wurden zerstört, geschlossen oder verlassen. Unsere Teams versorgen auch Flüchtlinge, die beispielweise in Schulen Zuflucht gefunden haben. Lehrer, die im vorangegangenen Programm von Ärzte der Welt in Gesundheitserziehung geschult wurden, begeben sich in die Gemeinden, um diese über die Hilfe von Ärzte der Welt zu informieren. Diese Aktivitäten werden vom deutschen Auswärtigen Amt gefördert.
Im Gouvernorat Hajjah unterstützt Ärzte der Welt die lokalen Gesundheitseinrichtungen, die auf Grund der Flüchtlingswelle voll ausgelastet sind. Unsere Mitarbeiter versorgen die Einrichtungen mit Medikamenten, leisten medizinische Erstversorgung und organisieren Schulungen für das lokale medizinische Personal. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Gesundheitssituation von Schwangeren Frauen gerichtet. Weitere mobilen Einsatzteams durchkämmen immer wieder die verschiedenen Flüchtlingslager der Region.
Die labile politische und soziale Lage sowie das langsame Wirtschaftswachstum des Landes haben zur Folge, dass die Grundbedürfnisse der Bevölkerung nur teilweise sichergestellt werden. Dementsprechend sind die Ärmsten die ersten Betroffenen einer Situation, in der das Gesundheitssystem nur 58% des Bedarfs an medizinischer Versorgung abdeckt. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium arbeitet Ärzte der Welt seit 2004 an der Stärkung des jemenitischen Gesundheitssystems.



