Susanne Stein für Ärzte der Welt in Nepal

Die Krankenschwester, Diplom-Pädagogin und Gesundheits-

wissenschaftlerin ist seit Ende Juli 2010 in Nepal für Ärzte der Welt als Koordinatorin im Einsatz. Kurzes Interview.

 

Nepal: Gesundheitsversorgung für Frauen und Kinder verbessern

Frauen und Kinder leiden besonders unter der schlechten Gesundheitsversorgung in Nepal. Die Kindersterblichkeit liegt bei 39‰ und die Müttersterblichkeit bei 7.4‰. Ärzte der Welt ist seit 2008 vor Ort aktiv, um den Zugang zur Gesundheitsversorgung für Frauen und Kinder zu fördern.

HAITI: 700 000 Menschen in Port au Prince leben immer noch in Zelten

6 Monate nach dem Erdbeben und zu Beginn der Wirbelsturmsaison ist ein entscheidender Moment für den Wiederaufbau in Haiti gekommen. Zwar ist die sanitäre Lage unter Kontrolle, die Lebensbedingungen für die Geschädigten von Port-au-Prince und dessen Umgebung (1,3 Millionen Menschen) sind jedoch nach wie vor extrem schwierig.

Monday, 2009-10-26

Offizielle Eröffnung des neuen Projekts MedMobil...

... durch die Stuttgarter Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Gabriele Müller-Trimbusch. Am 21. Oktober weihte die Bürgermeisterin, Gabriele Müller-Trimbusch zusammen mit Prof. Dr. Heinz-Jochen Zenker – Präsident von Ärzte der Welt – und Vertretern der freien Träger der Wohnungslosenhilfe, das MedMobil offiziell ein.

Aus den Mitteln der Erbschaft eines Stuttgarter Arztes und seiner Frau (Hedwig und Dr. med. Max Finckh) wurde das Projekt MedMobil entwickelt. MedMobil bietet Wohnungslosen und Menschen in sozialen Schwierigkeiten in Stuttgart medizinische Grundversorgung und soziale Hilfe an - ohne bürokratische Hürden.

In einem Behandlungsbus sucht medizinisches Personal zusammen mit einer Sozialarbeiterin drei bis fünf Mal in der Woche für ein paar Stunden öffentliche Plätze in Stuttgart sowie Tagesstätten der Wohnungslosenhilfe auf. Ziel ist es unter anderem, die Betroffenen Menschen an weitergehende und komplementäre Hilfen heranzuführen.

Am 21. Oktober weihte die Bürgermeisterin, Gabriele Müller-Trimbusch zusammen mit Prof. Dr. Heinz-Jochen Zenker – Präsident von Ärzte der Welt – und Vertretern der freien Träger der Wohnungslosenhilfe, das MedMobil offiziell ein. „Wir leben in einem Land mit hohem Versorgungsniveau, das im Gesundheitsbereich ausschließlich angebotsorientiert ist“, betonte Prof. Dr. Zenker. Um die gesundheitliche Versorgung dieser Personengruppe, sowie ihren Zugang zum regulären Gesundheitssystem zu verbessern, seien deswegen medizinische Hilfseinrichtungen sehr sinnvoll, die ohne große Hemmschwelle besucht werden können. "Dank der sehr großzügigen Erbschaft von Hedwig und Dr. med. Max Finckh ist die Landeshauptstadt Stuttgart jetzt in der Lage, diesen Menschen mit einem entsprechenden Angebot im wahrsten Sinne des Wortes entgegen zu kommen" so Müller-Trimbusch.

MedMobil wurde von Ärzte der Welt und den freien Trägern der Wohnungslosenhilfe in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Stuttgart konzipiert. Die Umsetzung und die Geschäftsführung des Projekts übernehmen Ärzte der Welt und die Ambulante Hilfe in Stuttgart.  „Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend“, lobte Sozialbürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch. "Ich freue mich sehr, dass der Nachlass der Eheleute Finckh und die konstruktive Zusammenarbeit der Projektbeteiligten ein solch innovatives Vorhaben möglich gemacht haben.“

Besonders hervorgehoben wurde das ehrenamtliche Engagement von Ärzten und Pflegekräften, die die Arbeit des MedMobils überhaupt ermöglichen. Zum ehrenamtlichen Team gehören zurzeit acht Ärztinnen und Ärzte sowie acht Pflegekräfte.

Weitere Helfer werden noch gesucht. Für Interessierte gibt es am 4. November um 19 Uhr in den Räumen der Ambulanten Hilfe, Kreuznacher Straße 41a, in Stuttgart einen Infoabend.

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