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Aktuelles
Syrien - ‚Ärzte der Welt‘ fordert ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt seine Hilfsaktionen in den Nachbarländern
Mai 2012: Die Gewalt gegen Zivilisten in Syrien nimmt kein Ende. Große Hoffnungen werden weiterhin in den Friedensplan gesetzt, den der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan vorgelegt hatte. ‚Ärzte der Welt‘ verurteilt die Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt zunächst seine Hilfsmaßnahmen in den Nachbarländern, in denen syrische Flüchtlinge Schutz suchen.» mehr
Risikominderung zur Bekämpfung von Aids und Hepatitis
Januar 2011. Auf Afghanistan entfallen rund 90 Prozent der weltweiten Opiumproduktion. Ein immer größerer Anteil der Drogen wird nicht mehr exportiert, sondern im eigenen Land konsumiert: Im Jahr 2009 gab es schätzungsweise 1,5 Millionen Drogenkonsumenten in Afghanistan, vor allem in Kabul. Die Anzahl der Heroinabhängigen wächst exponentiell an; in diesem Zusammenhang steigen auch die Übertragungen von HIV/AIDS und Hepatitis. Drogenkonsumenten in Afghanistan werden insbesondere bei der Inanspruchnahme von gesundheitlicher Versorgung diskriminiert.
Projektort
Kabul, Afghanistan
Aktivitäten
Seit 2004 betreibt Ärzte der Welt in Kabul ein Programm zur Risikominderung für Drogenkonsumenten. In der Hauptstadt werden die Betroffenen in einer Anlaufstelle medizinisch versorgt sowie psychologisch betreut. Mehr als 230 Drogenkonsumenten suchen unser Gesundheitszentrum wöchentlich auf. Zudem suchen Outreach- Teams die öffentlichen Plätze der Stadt auf, an denen die Zielgruppe oft angetroffen werden kann.
Das Programm zielt darauf ab Risiken, wie etwa die Übertragung von Infektionskrankheiten (HIV, Hepatitis), die mit dem Drogenkonsum verbunden sind, zu mindern. Beispielsweise konnten durch die Bereitstellung von sauberen Spritzen die Infektionsraten beträchtlich gesenkt werden. Hierbei wird Drogenabhängigen die Möglichkeit geboten, alte Spritzen gegen neue saubere Spritzen umzutauschen. Ein Methadon Programm ermöglicht Opiatkonsumenten seit März 2010 die Substitution. Neben einer ausführlichen Beratung zu Themen wie HIV/AIDS erhalten Betroffene seit 2009 Zugang zu antiretroviralen Therapien.
Ergebnisse 2010
110.000 Spritzen wurden verteilt, 70 Menschen nahmen am Methadon Programm teil und sechs Personen erhielten antiretrovirale Therapien. Ein Bestandteil des Programms ist es lokale Fachkräfte zu Schulen. 2010 wurden 49 Mitarbeiter von lokalen Nichtregierungsorganisationen n einem Trainingszentrum, das in die Anlaufstelle integriert ist, von Ärzte der Welt hinsichtlich Risikominderungsstrategien geschult.
Ausblick
Ärzte der Welt wird die Gründung einer auf Risikominderung spezialisierten, afghanischen Hilfsorganisation unterstützen
Personal
39 nationale Mitarbeiter, 3 internationale Mitarbeiter
Zielgruppe
150.000 Personen



