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Aktuelles
Syrien - ‚Ärzte der Welt‘ fordert ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt seine Hilfsaktionen in den Nachbarländern
Mai 2012: Die Gewalt gegen Zivilisten in Syrien nimmt kein Ende. Große Hoffnungen werden weiterhin in den Friedensplan gesetzt, den der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan vorgelegt hatte. ‚Ärzte der Welt‘ verurteilt die Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt zunächst seine Hilfsmaßnahmen in den Nachbarländern, in denen syrische Flüchtlinge Schutz suchen.» mehr
Somalia: Ärzte der Welt leistet basismedizinische Versorgung
Juli 2011 - Zehn Millionen Menschen am Horn von Afrika sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Großteil von ihnen in den Ländern Kenia, Äthiopien und Somalia. Ärzte der Welt setzt sich dafür ein, dass die Menschen in Boosaaso (Puntland, autonomes Gebiet in Somalia) Zugang zu medizinischer Basisversorgung haben.

Mutter-Kind-Projekt vom Kooperationspartner ISDP in Tuur Jalle, Bossaso

Flüchtlingslager im Osten der Stadt Bossaso
Hunderttausende befinden sich auf der Flucht, Millionen Menschen haben nichts zu essen und leiden an Mangelernährung; die derzeitige Dürre in Ostafrika ist die schlimmste seit 60 Jahren. Der geringe Niederschlag der letzten zwei Regenzeiten hat dramatische Auswirkungen für die Menschen in den betroffenen Ländern: Durch die Trockenheit herrscht Wassermangel, Viehherden können nicht mehr ausreichend versorgt werden und Missernten ließen die lokalen Getreidepreise explodieren. Steigende Lebensmittelpreise auf dem Weltmarkt, Konflikte und Armut sind andere Ursachen, die die Situation vor Ort verschlimmerten.
Besonders betroffen ist das bürgerkriegsgeplagte Somalia: Nahezu ein Drittel der Bevölkerung Somalias, ca. 2.5 Millionen Menschen, sind nach Angaben der Vereinten Nationen extrem unterernährt.
Ärzte der Welt in Boosaaso im Einsatz
Die Dürre lässt viele Menschen aus Somalia in die angrenzenden Länder fliehen. Doch auch innerhalb des Landes fliehen die Menschen in Regionen, in denen die Auswirkungen der Trockenheit weniger ausgeprägt sind.
Zum Beispiel nach Boosaaso, einer Großstadt im autonomen Puntland. Viele hoffen von dort in den Jemen oder die Golfstaaten flüchten zu können oder sie bleiben, um vom wirtschaftlichen Aufschwung der Hafenstadt zu profitieren und ihr Überleben zu sichern.
Zusammen mit der Organisation IDSP („Integrated Services for the displaced populations“) sorgt Ärzte der Welt in Boosaaso für die Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge. Insgesamt betreiben beide Organisationen vier Basisgesundheitszentren, die sich alle in Flüchtlingscamps befinden.
Ärzte der Welt stellt benötigte Medikamente und Impfungen bereit, stattet die Gesundheitseinrichtungen mit medizinischen Geräten aus und hilft der lokalen Organisation IDSP mit Personal sowie beim Kapazitätsaufbau. Im Mittelpunkt des Projektes stehen Frauen und Kinder, denn ihre Gesundheit ist besonders gefährdet.
Auswirkungen werden anhalten
Die Dürre wird nach Expertenmeinungen noch bis Anfang nächsten Jahres schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier haben. Man schätzt, dass die Anzahl der Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind bis Ende des Jahres noch stark ansteigen wird.
Der Projekteinsatzort Boosaaso liegt an drei wichtigen Migrationsrouten, daher stellt sich Ärzte der Welt auf die Ankunft neuer Flüchtlinge ein.
Ärzte der Welt in Ostafrika
2007 startete Ärzte der Welt in der somalischen Region Äthiopiens Ogaden (Kebri Dehar) ein Projekt. Ziel war es, die Kapazitäten der bestehenden Gesundheitsstrukturen zu stärken und Mangelernährung vorzubeugen. Nachdem die Cholera in Kebri Dehar ausbrach, erweiterte Ärzte der Welt seine Aktivitäten und startete einen Soforthilfeeinsatz. Anfang 2011 wurde das Projekt übergeben.
In Somalia arbeitete Ärzte der Welt bis März 2011 in Marka, das im Süden des Landes liegt. Hier setzte Ärzte der Welt zwei Basisgesundheitszentren wieder instand und unterstützte das lokale Personal bei der ambulanten Versorgung von PatientInnen. Im Mittelpunkt des Projektes standen Schwangere und Kinder. Seit Beginn des Projektes 2008 erhielten dort 85.000 Menschen eine medizinische Versorgung.


