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Aktuelles

Syrien - ‚Ärzte der Welt‘ fordert ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt seine Hilfsaktionen in den Nachbarländern

Mai 2012: Die Gewalt gegen Zivilisten in Syrien nimmt kein Ende. Große Hoffnungen werden weiterhin in den Friedensplan gesetzt, den der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan vorgelegt hatte. ‚Ärzte der Welt‘ verurteilt die Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt zunächst seine Hilfsmaßnahmen in den Nachbarländern, in denen syrische Flüchtlinge Schutz suchen.» mehr

Wednesday, 2011-10-19

Sudan: Verbesserung der medizinischen Grundversorgung

Juli 2011. Ärzte der Welt ist seit April 2008 in der bergigen Region Jebel Mara in Süd-Darfur mit einem Programm zum Wiederaufbau der medizinischen Grundversorgung im Einsatz. Der Konflikt schränkt die Mobilität und die Versorgungsmöglichkeiten der Bevölkerung stark ein. Infolge der anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen der sudanesischen Armee und den Rebellen hat sich die Situation während des Jahres kaum verbessert.

Foto: Stephane Berdoulet

Projektort

Jebel Mara (Darfur), Sudan

Aktivitäten

Aufgrund erneuter, schwerer Kämpfe im vergangenen Jahr zwischen den Konfliktparteien musste Ärzte der Welt seine Aktivitäten im Projektgebiet ab Februar 2010 einschränken: Humanitäre Hilfslieferungen waren teilweise nicht oder nur erschwert möglich und die internationalen MitarbeiterInnen waren aus Sicherheitsgründen dazu gezwungen, die Region Jebel Mara zu verlassen. Da Ärzte der Welt die einzige humanitäre Organisation ist, die im Osten von Jebel Mara medizinische Versorgung leistet, ist das Projekt für die lokale Bevölkerung von essentieller Bedeutung.

In mehreren von Ärzte der Welt ausgestatteten Gesundheitseinrichtungen erhalten die Menschen Zugang zu basismedizinischer Versorgung und werden für Themen der Gesundheitsförderung und -prävention sensibilisiert. Schwangere erhalten in den Gesundheitseinrichtungen Vor- und Nachsorgeuntersuchungen und können dort sicher entbinden. Der Gesundheits- und Ernährungszustand von Kindern wird überwacht und dokumentiert. Kinder mit Mangelerscheinungen werden in einem speziellen Ernährungsprogramm behandelt. Ein Weiterleitungssystem für Krankentransporte, dass Ärzte der Welt entwickelt hat, ermöglicht den Transport von medizinischen Notfällen in das nächstgelegene Krankenhaus.

Besonderen Wert legt Ärzte der Welt auf die Aus- und Weiterbildung von lokalen Fachkräften, wie zum Beispiel Hebammen und Geburtshelferinnen, mit dem Ziel, die lokale Bevölkerung in die Lage zu versetzen, ihren Gesundheitszustand eigenverantwortlich zu erhalten und zu verbessern.

Ergebnisse 2010

Vier der ursprünglich sechs von Ärzte der Welt betriebenen Gesundheitszentren konnten unsere sudanesischen MitarbeiterInnen aufrechterhalten (in Dera, Jawal, Gulumbai und Fallujah). Sie führten 2010 im Durchschnitt monatlich 6.000 allgemeine Konsultationen, 800 reproduktionsmedizinische Beratungen und 20 Weiterleitungen von Notfällen an das nächstgelegene Krankenhaus durch.

Aussicht

Ende 2010 nahmen die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Rebellen wieder zu. Anfang 2011 wurde Ärzte der Welt von den Behörden des Landes verwiesen. Das Projekt musste daher übergeben und eingestellt werden.

Personal

188 nationale Mitarbeiter, fünf internationale Mitarbeiter

Zielgruppe

184.000 Personen

„Seit Februar 2010 mussten tausende Bewohner Jebel Maras vor den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen fliehen. Der Zugang zu medizinischer Versorgung und zu lebensnotwendigen Mitteln ist für diese Menschen besonders schwierig geworden. Dank der Unterstützung unserer Geldgeber und durch das Engagement unserer sudanesischen MitarbeiterInnen konnten wir aber unsere Aktivitäten aufrecht halten und tausende medizinische Konsultationen pro Woche durchführen. Nun muss Ärzte der Welt, die einzige medizinische Organisation in Jebel Mara, das Land verlassen.“                   
Dr. Jérôme Larché, Vorstandsmitglied bei Ärzte der Welt Frankreich und verantworlich für das Programm im Sudan

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