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Aktuelles
Syrien - ‚Ärzte der Welt‘ fordert ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt seine Hilfsaktionen in den Nachbarländern
Mai 2012: Die Gewalt gegen Zivilisten in Syrien nimmt kein Ende. Große Hoffnungen werden weiterhin in den Friedensplan gesetzt, den der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan vorgelegt hatte. ‚Ärzte der Welt‘ verurteilt die Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt zunächst seine Hilfsmaßnahmen in den Nachbarländern, in denen syrische Flüchtlinge Schutz suchen.» mehr
Berlin: Menschen ohne Aufenthaltspapiere: Ihr Recht auf Gesundheit und Zugang zu gesundheitlicher Versorgung in Europa
Am 29. und 30. September 2011. Die Bundesarbeitsgruppe Gesundheit/Illegalität (BAG) lädt ein. Die Tagung will europäische Fragen und Perspektiven über den Zugang zu Gesundheitsleistungen von Menschen ohne Papiere bzw. ohne Krankenversicherung diskutieren. Unter den referierenden Gästen sind die Staatsministerin Prof. Maria Böhmer (MdB, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration), Tom Koenigs (MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe) und Dr. Frank Ulrich Montgomery (Präsident der Bundesärztekammer).
Im Artikel 12 des UN-Sozialpaktes, dem 1973 auch die Bundesrepublik zugestimmt hat, wird das Recht auf Gesundheit eines jeden Menschen festgeschrieben. Der jeweilige Staat ist verpflichtet „im Krankheitsfall…medizinische Einrichtungen und ärztliche Betreuung sicherzustellen“. Selbstverständlich soll diese Vorgabe unabhängig vom sozial- und ausländerrechtlichen Status der jeweils Betroffenen gelten.
Alle Staaten Europas missachten aber mehr oder weniger dieses Grundrecht, wenn sie etwa Asylsuchenden und Geduldeten nur eine eingeschränkte medizinische Versorgung einräumen oder Menschen ohne Papiere den Zugang zur Gesundheitsversorgung faktisch versperren.
Am ersten Tag stehen verschiedene Fragen im Vordergrund: Welche Debatten gibt es zu dem Thema? Wie gehen andere EU-Staaten in der Praxis vor? Welche Forderungen erwachsen daraus für die deutsche Politik? Der zweite Tag der Tagung widmet sich der Reflexion europäischer Perspektiven vor dem Hintergrund der Situation in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen die Defizite und Handlungsbedarfe bei uns. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Situation von EU-Bürgerinnen und Bürgenr in Deutschland und ihr Recht auf Gesundheit. Ferner stellen sich verschiedene deutsche Initiativen vor, die Menschen ohne Papiere im Bereich der Gesundheitsversorgung unterstützen.
Veranstalter: Bundesarbeitsgruppe Gesundheit/Illegalität. Die BAG ist ein Netzwerk aus Sachverständigender Wissenschaft, der kommunalen Verwaltung, der medizinischen Praxis, der Kirchen, Wohlfahrtsverbänden sowie NGOs (wie „Ärzte der Welt“) und politischen Initiativen.
Neben Nathalie Simmonnot (Ärzte der Welt), die zum Thema “Universal Access to Health Care: Law and Practice in different European countries” referiert, werden auch Dr. Peter Schwick (Vorstandsmitglied und Ehrenamtlicher bei Open.med) sowie Sabrina Schmitt (Projektkoordination Open.med) vor Ort über die Arbeit von Ärzte der Welt berichten.
Weiterführende Informationen entnehmen Sie dem Veranstaltungsflyer (PDF).



