Ihre Hilfe wirkt, Spenden Sie jetzt!
Fragen zu Ihrer Spende?
Tel.: 089/45 23 081-15
E-Mail
Aktuelles
Syrien - ‚Ärzte der Welt‘ fordert ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt seine Hilfsaktionen in den Nachbarländern
Mai 2012: Die Gewalt gegen Zivilisten in Syrien nimmt kein Ende. Große Hoffnungen werden weiterhin in den Friedensplan gesetzt, den der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan vorgelegt hatte. ‚Ärzte der Welt‘ verurteilt die Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt zunächst seine Hilfsmaßnahmen in den Nachbarländern, in denen syrische Flüchtlinge Schutz suchen.» mehr
Wiederausbruch des Konflikts in Jemen
August 2009. Seit August 2009 wurden nach einer Offensive der jemenitischen Zentralregierung gegen die Al-Houthi-Rebellen im Regierungsbezirk Saada 35 000 Menschen zu Flüchtlingen. Ärzte der Welt hilft.
Es gab zahlreiche Opfer. Die Lage der Bevölkerung im ärmsten Land des Mittleren Osten wird dadurch noch verschlimmert. Wegen der Kämpfe und der Straßensperren ist der zivilen Bevölkerung der Zugang zu den Gesundheitseinrichtungen und zur allgemeinen Versorgung nicht möglich.
Bei den vorangegangenen Auseinandersetzungen in Saada 2008 versorgte Ärzte der Welt mit Hilfe einer mobilen Klinik mehr als 2000 Flüchtlinge. Zudem hat Ärzte der Welt im Jahre 2008 in der Region Saada 15 Erste-Hilfe-Ausbildungskurse für 300 Teilnehmer organisiert. Diese erhielten auch ein Notfallset, um die wichtigste Notversorgung durchführen zu können.
Der extrem labile politische und soziale Lage sowie das langsame Wirtschaftswachstum des Landes haben außerdem zur Folge, dass die Grundbedürfnisse der Bevölkerung nur teilweise sichergestellt werden. Dementsprechend sind die Ärmsten die ersten Betroffenen einer Situation, in der das Gesundheitssystem nur 58% des Bedarfs an medizinischer Versorgung abdeckt. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium arbeitet Ärzte der Welt an der Stärkung des jemenitischen Gesundheitssystems.
In acht Monaten konnte Ärzte der Welt in Hajjah Sanitätshelfer ausbilden und Arzneimittel verteilt. Kliniken, die vorher leer standen, haben wir in Betrieb genommen. Seitdem werden sie wieder von der Bevölkerung aufgesucht.
Auch in der nordischen Stadt Saada wurden unverzüglich äußerst positive Ergebnisse beobachtet. Wir werden immer wieder aufgefordert Fordbildungen durchzuführen. Ärzte der Welt wird als eine seriöse Organisation, die rasch und positiv handelt, angesehen.Saja Farouk Al Mayouf, medizinische Koordinatorin in Jemen
Der Kontakt mit den Helfern erweist sich seit Wiederauflammen des Konfliktes als schwierig. Nur wenige Informationen zu den gegenwärtigen Ereignissen dringen nach außen. Telefonverbindungen und Stromversorgung werden immer wieder unterbrochen. Informationen von offizieller Seite sind nicht vertrauenswürdig.
Im Frühjahr 2010 sind in drei Unterbezirken des Regierungsbezirks Saada weitere Erste-Hilfe-Kurse in den Schulen vorgesehen.
Die jemenitischen und internationalen Medien haben keinen Zugang zum Bezirk Saada, der bereits vor dem Konflikt einer der gefährlichsten Landstriche der Welt war. Die Zivilbevölkerung leidet daher unter einem Krieg, der totgeschwiegen wird. Gleichzeitig wird gerade durch die Gefahr, in Kampfhandlungen hineingezogen zu werden, jeglicher Zugang zu humanitärer Hilfe in dem Regierungsbezirk unmöglich gemacht.
Die schiitischen Rebellen kämpfen für die Wiedererrichtung des zaiditischen Imamats, ein monarchisches Regime, das 1962 durch einen Militärputsch gestürzt wurde. Im gleichen Jahr wurde auch die Republik ausgerufen.



