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Haiti, zwei Jahre danach

Auch zwei Jahre nach dem Erdbeben bleiben die Teams von ‚Ärzte der Welt‘, die sich seit 1989 in Haiti engagieren, weiterhin im Einsatz. Sie konzentrieren sich nach wie vor auf die basismedizinische Versorgung von Kindern unter fünf Jahren und Schwangeren. Auch betreuen unsere Teams Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind und psychosoziale Hilfe benötigen.

Infektionen der Atemwege sowie Hautkrankheiten, Darm-erkrankungen, wässriger Durchfall und Anämien sind darüber hinaus die Haupterkrankungen, die die Teams von ‚Ärzte der Welt‘ behandeln. Ein besonderer Fokus liegt außerdem auf der Bekämpfung von Mangelernährung - auf der Früherkennung und Behandlung – vor allem in der Region Goâve, in Grande Anse und in Port-au-Prince.

Die Cholera breitet sich aus

Seit dem Beginn der Epidemie im Oktober 2010 sind mehr als eine halbe Million Haitianer an Cholera erkrankt. Bis Ende November 2011 wurden mehr als 6 900 Todesfälle2 gemeldet. ‚Ärzte der Welt‘ mobilisierte bei Ausbruch der Cholera sofort seine Mitarbeiter und logistischen Ressourcen, um die Krankheit einzudämmen. Ein Jahr später sind sowohl Prävention als auch die Behandlung von Cholera ein integraler Bestandteil aller Programme von ‚Ärzte der Welt‘ in Haiti.

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Aufbau eines gerechten Gesundheitssystems

Zwei Jahre nach dem Erdbeben kommt der Aufbau des haitianischen Gesundheitssystems nur schleppend voran: Viele Monate hatte Haiti keine funktionierende Regierung. Dazu kommt, dass das Gesundheitssystem bereits vor der Katastrophe völlig unzureichend war. Dies hat den Wiederaufbau in diesem Bereich sehr verlangsamt. Nötig ist ein System, das den schwächsten Bevölkerungsgruppen, also Schwangeren und Kindern unter fünf Jahren, den Zugang zu Gesundheitsversorgung möglich macht.
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In Zahlen

Im Jahr 2011 wurden von ‚Ärzte der Welt‘ rund 250.000 Konsultationen und medizinische/chirurgische Eingriffe durchgeführt.Pro Woche behandeln unsere medizinischen Teams mehr als 4.000 Menschen (inklusive Impfungen), davon 55% Kinder unter fünf Jahren und 11,5% Schwangere.

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