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Ärzte der Welt alarmiert wegen psychischer Gesundheit von Flüchtlingen in Sammelunterkünften

April 2017. Die ehrenamtlich tätigen Psychiater(innen) von Ärzte der Welt beobachten während psychiatrischer Sprechstunden in Sammelunterkünften von Flüchtlingen eine besorgniserregende Zahl von psychischen Krankheiten.» mehr

Italien: Barrieren abbauen und psychisches Leiden früher erkennen

Juni 2017. Seit dem zweiten Weltkrieg sind noch nie so viele Menschen vor Krieg und Armut nach Europa geflohen wie heute. Aufgrund der mangelnden Solidarität innerhalb der EU sind vor allem die Aufnahmekapazitäten der südeuropäischen Länder an ihre Grenzen gestoßen. » mehr

Thursday, 2017-06-29

Nigeria: Unvorstellbares Leid der Bevölkerung

Juni 2017. In Nigeria tobt seit 2009 ein bewaffneter Konflikt zwischen der Terrororganisation Boko Haram und den Sicherheitskräften der Regierung. 1,8 Millionen Menschen wurden vertrieben, 8,5 Millionen Menschen sind direkt von dem Kämpfen im Nordosten des Landes betroffen. Ärzte der Welt ist seit 2016 in diesem Gebiet im Einsatz.

Viele Kinder in Nigeria leiden unter Mangelernährung und den Folgen des Bürgerkrieges. Foto: Ärzte der Welt

Viele Kinder in Nigeria leiden unter Mangelernährung und den Folgen des Bürgerkrieges

Seit Jahren terrorisiert die radikalislamische Boko Haram die Menschen in Nigeria, tötet und verschleppt Männer, Frauen und Kinder. Besonders stark betroffenen sind der Nordosten des Landes und die Grenzregion des Tschads. Die Verletzungen der humanitären Menschenrechte und die fortwährende Bedrohung haben in Nigeria eine enorme humanitäre Katastrophe ausgelöst. 1,8 Millionen Menschen mussten flüchten, davon sind 54 Prozent Frauen und 56 Prozent Kinder. Die Gemeinden sind so destabilisiert und geschwächt, dass sie nicht in der Lage sind, die Vertriebenen zu versorgen.

Es fehlt an Nahrung und medizinischer Versorgung

Die Fälle von Mangelernährung haben sich im Nordosten des Landes vervielfacht, knapp 55.000 Menschen hungern im Regierungsbezirk Borno. Es gibt kaum Zugang zu medizinische Versorgung und die noch funktionsfähigen Gesundheitseinrichtungen sind personell unterbesetzt, da auch die medizinischen Mitarbeiter Opfer der Angriffe werden und viele von ihnen fliehen mussten.

Ärzte der Welt-Teams versorgen Frauen und Kinder

Ärzte der Welt ist seit Ende 2016 im Nordosten Nigerias im Einsatz, um Frauen und Kindern medizinisch zu versorgen. Drei Kliniken wurden in Maiduguri, der Hauptstadt von Borno, eingerichtet. Unsere Teams bieten den Menschen eine medizinische Basisversorgung, Programme zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Ernährungsprogramme an.

Das Auswärtige Amt unterstützt die Aktivitäten von Ärzte der Welt in Nigeria.



Hintergrund:
Die islamistische Terrorgruppe Boko-Haram besteht mindestens seit 2004 in Nigeria. Boko-Haram-Angriffe und -Anschläge sowie die Kämpfe im Zusammenhang mit Boko Haram haben in Nigeria beträchtliche Zerstörungen angerichtet und viele Opfer gefordert.
Im Jahr 2016 sind im besonders betroffenen Bundesstaat Borno laut Weltbank etwa 30 Prozent aller Privathäuser zerstört, ebenso über 1.600 Brunnen, über 700 Installationen des Stromnetzes und mehr als 200 Gesundheitseinrichtungen. Seit 2015 kämpft eine Allianz aus Regierungstruppen aus Nigeria, dem Tschad, Kamerun, Niger und Benin gegen Boko Haram – viele Bastionen der Organisation konnten wieder zurückerobert werden. Dennoch verübt die Terrorgruppe weiterhin unzählige Selbstmordanschläge auf die Zivilbevölkerung.
 

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