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"The Darkroom of Neglect - 34 Bilder gegen das Vergessen"

Die Welt vergisst schnell. Ärzte der Welt-Ausstellung macht Krisen sichtbar

Über 35 000 Münchner(innen) setzen mit ihrem Besuch in der „Dunkelkammer“ von Ärzte der Welt auf dem Münchner Tollwood-Festival ein Zeichen gegen das Vergessen.

 

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Sunday, 2009-11-15

"The Darkroom of Neglect - 34 Bilder gegen das Vergessen"

Die Welt vergisst schnell. Ärzte der Welt-Ausstellung macht Krisen sichtbar

Über 35 000 Münchner(innen) setzen mit ihrem Besuch in der „Dunkelkammer“ von Ärzte der Welt auf dem Münchner Tollwood-Festival ein Zeichen gegen das Vergessen.

Fotos: Aniela Adams

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Nach Stationen in 15 europäischen Städten zeigte Ärzte der Welt im Dezember erstmals in Deutschland ihre Fotoausstellung „The Darkroom of Neglect: 34 Bilder gegen das Vergessen“. In Zusammenarbeit mit ECHO (Amt für humanitäre Hilfe der EU) wurden nahezu 100 000 Menschen in ganz Europa auf einige vergessene Krisen dieser Welt aufmerksam gemacht.

Bekannte Fotoreporter aus aller Welt wählten dafür aus ihren Werken ein Foto aus, das in ihren Augen Menschen und Krisen symbolisiert, die langsam von der Welt vergessen werden. Ehrenamtliche Mitarbeiter und Journalisten trugen mit ihren Texten und Augenzeugenberichten zur Bewusstmachung dieser Aktion bei. Ausgestellt wurden die Fotos in einer Art „Dunkelkammer“, die Augenzeugenberichte wurden in Entwicklerbecken präsentiert.

Mit Hilfe der Kommentare der Besucher, entstand außerdem eine „Besinnungsleine“, die ein Zeichen der Solidarität aus München setzen sollte. Über 100 tief bewegte Menschen machten sich die Mühe, ihre Gedanken und Gefühle niederzuschreiben. Herausgekommen ist ein Kaleidoskop der Emotionen:

„Die Menschen leiden, weil wir vergessen haben, dass wir alle zusammengehören!“ Anonym

„Danke für die Ausstellung, für das Fernrohr hinaus in eine andere Welt. Eine Welt, die man so leicht vergisst, gewöhnt an grausame Bilder und Mediensensationen. Danke fürs Wachrütteln! Das brauchts! Ela

„…und ich mache mir Gedanken über ein paar Kilos zuviel…“ Anonym

„Ich bin 12 und wenn ich mir überlege, dass Kinder in meinem Alter ohne irgendwelche Chancen auf ein besseres Leben leben, wird mir schlecht. Diese Bilder sind für mich ein Zeichen, dass etwas passieren muss, denn wenn solche Dinge geschehen, soll man nicht wegsehen. Schaut hin – tut was. Danke an alle, die etwas bewirken wollen.“ Dodo

„Wir sollten die Vergangenheit niemals vergessen und die Gegenwart nutzen, um solches zu verhindern.“ Henry

„Bilder sagen mehr als 1000 Worte! Öffnet die Augen, fangt an umzudenken! Christina

„Es ist erschütternd zu sehen, wie es den Menschen dort geht. Wir wünschen uns zu Weihnachten, dass sie Hilfe bekommen!“ MSC Mädchen B

„Mir fehlen jegliche Worte. Ich verlasse diese Ausstellung bedrückt und traurig. Vielen Dank für dieses Zeichen gegen das Vergessen.“ Udo

Auch wenn Bilder aussagekräftiger sind, als Worte, sollte sich diese Zeilen jeder zu Herzen zu nehmen und helfen, die Welt lebenswerter zu machen. Wir von Ärzte der Welt wollen uns bei den vielen freiwilligen Helfern bedanken, die uns während dieser Veranstaltung so engagiert unterstützt haben. Ohne sie wäre die Ausstellung nicht möglich gewesen.

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