Aktuelles
Ausstellung zum XII. internationalen humanitären Fotowettbewerb Luis Valtueña (3.10.-31.10.2009)
Am Freitag, den 2. Oktober um 19 Uhr wurde die diesjährige Ausstellung „Luis Valtueña International Humanitarian Photographic Award“ zum Thema „Vergessene Krisen im Fokus“ mit einer Vernissage für das öffentliche Publikum feierlich eröffnet. Gezeigt werden die ausgezeichneten Werke des Fotowettbewerbs in der Berliner Urania am Wittenbergplatz.» mehr
Experten und Publikum diskutieren Grundsatzfragen der humanitären Hilfe in Berlin
XI. Kongress „Theorie und Praxis der humanitären Hilfe“, Berlin, 30.-31.10.2009 Unter dem Motto „Taking the Pulse of Humanitarian Action - Reflections on Advocacy, Security, and Climate Change“ sprachen etwa 70 internationale Experten aus Medizin und humanitären Hilfsorganisationen, Politik, internationalem Recht und Wissenschaft, sowie den Medien, über ihre Arbeit und ihre Erfahrungen und stellten sich den Fragen der über 500 Besucher.» mehr
"The Darkroom of Neglect - 34 Bilder gegen das Vergessen"
Die Welt vergisst schnell. Ärzte der Welt-Ausstellung macht Krisen sichtbar Über 35 000 Münchner(innen) setzen mit ihrem Besuch in der „Dunkelkammer“ von Ärzte der Welt auf dem Münchner Tollwood-Festival ein Zeichen gegen das Vergessen. » mehr
Die Ausstellung unSCHLAGbar, zieht auf dem Müncher Tollwood 10.000 BesucherInnen an
Januar 2012. Gewalt gegen Frauen hat weltweit viele Gesichter: Vergewaltigung, ökonomische Ausbeutung, häusliche Gewalt, Frauenhandel. Vier Wochen lang standen 13 Schaufensterpuppen der Ausstellung „unSCHLAGbar“ im Weltsalon des Tollwood Winter-Festivals. In Bildern und Videointerviews erzählten sieben Frauen aus sieben Ländern von ihrer Erfahrung der Gewalt. Sie erhoben somit die Stimme für die vielen Frauen, deren Schicksale anonym und unsichtbar bleiben.
Das ‚Ärzte der Welt‘-Netzwerk unterstützt weltweit Frauen mit Gewalterfahrungen. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen, multidisziplinären Ansatz. Neben der medizinischen Hilfe bieten wir Opfern von Gewalt auch psychologische und rechtliche Unterstützung an. Frauen mit Gewalterfahrungen werden ermutigt, sich aktiv in die Projekte einzubringen und selbstbestimmt für ihre Rechte einzutreten.
Bei der Ausstellungseröffnung am 25. November 2011 freuten wir uns über ein Publikum von über 100 Menschen. Zu ihnen sprach zunächst Menschenrechtsaktivistin Fadumo Korn über das spezielle Problem der Genitalverstümmelung. Sie selbst engagiert sich seit Jahren in Deutschland sowie im ostafrikanischen Raum gegen diese Art der Gewalt gegen Frauen. Sie betonte den langjährigen Prozess, den ein Opfer von solcher Gewaltart auf dem Weg zur Genesung durchlaufen muss.
Eine praxisnahe Illustration der konkreten Arbeit von ‚Ärzte der Welt‘ bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen bot außerdem Anneliese Coury, ehrenamtliche Koordinatorin unseres Programms in der östlichen Provinz Punjab im Pakistan. Betroffene erhalten Zuflucht, Schutz und Unterkunft in Frauenhäusern, sogenannten „Dar-ul-Aman“ („Häuser des Friedens“). ‚Ärzte der Welt‘ ist in 34 „Dar-ul-Aman“ in Punjab präsent und koordiniert in erster Linie die Aktivitäten von beteiligten Nichtregierungsorganisationen, die Arbeit von Anwälten und Juristen und gibt Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, eine Stimme.
Den Atem verschlagen
Mit ihrer Theaterperformance „Den Atem verschlagen“ zeigte die Schauspielerin Valerie Thomas zusammen mit acht anderen Frauen auf sehr einfallsreiche und berührende Art und Weise das Thema Gewalt gegen Frauen. Die freche und lebendige Inszenierung ließ die Besucher, die zunächst unbeteiligt durch das Zelt wanderten, aufmerken und aufhorchen und es kehrte eine gebannte Stille ein, als die Frauen ihr Stück präsentierten. Ein Großteil der mitwirkenden Schauspielerinnen engagierte sich ehrenamtlich bei der Aktion, so zum Beispiel Dr. Maria Baumeister: „Die Performance macht deutlich, dass sich die verschiedenartigen Formen der Gewalt gegen Frauen durch alle Kulturen und alle Gesellschaftsschichten ziehen. Das Problem betrifft also uns alle! Mich hat die Reaktion der Zuschauenden sehr beeindruckt. Manche zeigten sich sehr berührt, und ich glaube schon, dass das Thema dadurch in den Köpfen bleiben wird. Es war ein sehr aufregendes Gefühl für mich, dabei mitzuwirken.“



