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Scène de rue, à Dar-Es-Salam, en Tanzanie © William Daniels

Tansania: Hilfe und Prävention für Drogenabhängige

Tansania

300.000

Drogenkonsumentinnen- und konsumenten

66,7%

der Konsumentinnen und Konsumenten sind mit HIV hinfiziert

1/3

der Konsumentinnen und Konsumenten sind mit HIV als auch mit Hepatitis infiziert

Die Situation

Tansania ist eins der Transitländer auf der Handelsroute für Heroin und Kokain aus Zentralasien. Der Drogenkonsum und mit ihm die Verbreitung von HIV und Hepatitis sind auf einem extrem hohen Niveau. Etwa die Hälfte der insgesamt etwa 300.000 Konsumentinnen und Konsumenten leben in Dar-es-Salam.


Die Hauptursache der hohen Infektionsrate ist der Gebrauch von unsauberen Spritzen.

Durch den mehrfachen Gebrauch von Spritzen breiten sich die Infektionen immer weiter aus. Man geht davon aus, dass ein Drittel der Abhängigen in Tansania sowohl mit HIV als auch mit Hepatitis infiziert ist. Das Problem der hohen Infektionsrate und deren Ursachen muss dringend von staatlicher Seite anerkannt werden. Bisher werden die Konsumenten stigmatisiert und ausgegrenzt, sie werden regelmäßig verhaftet und sind Polizeiwillkür ausgesetzt.

Risikoreduktionsprogramm in Tansania. Foto: William Daniels
Risikoreduktionsprogramm in Tansania. Foto: William Daniels

Unsere Hilfe

Seit 2010 engagiert sich Ärzte der Welt in Tansania, um das Risiko der Übertragung von HIV, Hepatitis B und C speziell unter Drogenkonsumenten zu reduzieren. Öffentliche Stellen und Akteure der Zivilgesellschaft konnten davon überzeugt werden, den Konsumenten zu helfen, statt sie weiter in die Isolation zu treiben. Mit Unterstützung von Ärzte der Welt konnte die lokale Organisation Mukikute in Dar-es-Salam vier Anlaufstellen einrichten. Die Einrichtungen sind an sechs Tagen der Woche geöffnet: hier werden saubere Spritzen ausgegeben, es gibt eine medizinische Erstversorgung und Waschgelegenheiten. Darüber hinaus bieten wir psychosoziale Unterstützung, helfen beim Zugang

zum öffentlichen Gesundheitswesen und informieren zum Gesundheitsschutz. Bis zu 200 Abhängige nehmen das Angebot täglich wahr. An der Finanzierung sind auch die öffentliche Hand und zwei weitere Organisationen beteiligt. Abhängige, die aus verschiedenen Gründen nicht in die Anlaufstellen kommen können, sucht Ärzte der Welt mit einem Behandlungsbus auf, versorgt sie mit Material zum Schutz vor Infektionen und führt Diagnoseuntersuchungen durch. Parallel dazu bilden wir das medizinische Personal unserer Partnerorganisationen und interessierter Nichtregierungsorganisationen in Tansania und Kenia weiter. 

Risikoreduktionsprogramm in Tansania. Foto: William Daniels
Risikoreduktionsprogramm in Tansania. Foto: William Daniels

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