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Gerade Frauen und Kinder sind im Camp Bidibidi. Foto: Ärzte der Welt

Uganda: Hilfe für südsudanesische Flüchtlinge

Uganda

270.000
Flüchtlinge

leben im Bidibidi Camp

70
Prozent

der Menschen im Camp sind unter 18 Jahren

1,2
Millionen

Flüchtlinge hat Uganda aufgenommen.

 

Die Situation

Im Bidibidi-Flüchtlingscamp, im Norden Ugandas, leben viele Südsudanesen, die nach Kämpfen 2016 in das Nachbarland geflohen sind. Viele von ihnen leiden unter der extremen Gewalt, die sie in ihrer Heimat oder während ihrer Reise erlebt haben. Auch in dem Camp selbst sind vor allem Frauen oft Übergriffen ausgesetzt.

Ärzte der Welt bietet dort in einem Krankenhaus medizinische Grundversorgung sowie sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung an. Daneben liegt der Fokus auf Angeboten zur psychischen Gesundheit, speziell für Menschen, die geschlechtsspezifische Gewalt erlebt haben. Ziel ist es, die Verwaltung dieses Krankenhauses an das nationale Gesundheitssystem zu übergeben.

 

 

Hier ist das Bidibidi Camp gelegen

Eine Ärztin versorgt eine Patientin im Camp. Foto: Ärzte der Welt
Eine Ärztin versorgt eine Patientin im Camp. Foto: Ärzte der Welt

News

Ein Arzt versorgt ein kleines Mädchen im Bidibidi Camp. Foto: Sebastien Duijndam
11.12.2019

Es ist noch nicht lange her, dass hunderttausende Menschen im Südsudan vor dem Bürgerkrieg fliehen mussten. Heute leben viele von ihnen im Bidibidi-Camp in Uganda, das seit 2016 zu einem der größten Flüchtlingscamps der Welt geworden ist. Irétie Lokonon, Ärzte der Welt-Referentin für Uganda, berichtete von unserer Arbeit dort.

Ein Ärzte der Welt Mitarbeiter behandelt einen Jungen in Uganda, © Sébastien Duijndam
29.11.2019

Das Bidibidi Camp –im Norden Ugandas​– ist mit 230.000 Bewohner*innen das zweitgrößte Flüchtlingslager der Welt. 2016 sind zehntausende Südsudanes*innen vor dem Bürgerkrieg ins Nachbarland geflohen. Die hohe Anzahl der Campbewohner*innen erschwert die medizinische Versorgung. Trotzdem konnte Ärzte der Welt in zehn Monaten über 37.000 Patient*innen versorgen, wie der Abschlussbericht zeigt.

Unser Projekt

In nur zwei Jahren ist das kleine ugandische Dorf Bidibidi zu einem riesigen Flüchtlingslager gewachsen. Der Grund: 2016 flohen Hunderttausende vor dem neu aufgeflammten Bürgerkrieg im Südsudan in das Nachbarland.

Kinder bilden 2018 mit 70 Prozent die überwiegende Mehrheit der Flüchtlinge im Camp, 53 Prozent der Bewohner*innen sind weiblich. Ein besonderes Augenmerk von Ärzte der Welt im dortigen Gesundheitszentrum liegt deshalb auf der Mutter-Kind-Gesundheit.

Viele Bewohner*innen Bidibidis haben extreme Gewalt erlebt. Deshalb ist ein weiterer Schwerpunkt die psychische und psychosoziale Versorgung der Patient*innen, von denen die Hälfte unter 25 Jahre alt ist. Auch für die zahlreichen Überlebenden geschlechtsspezifischer Gewalt gibt es spezielle Angebote.

 

Projektort

Camp Bidibidi, Yumbe-Distrikt, Uganda

Unser Ziel

Verbesserung des Zugangs zu medizinischer Basisgesundheitsversorgung einschließlich Mutter-Kind-Gesundheit und psychischer Gesundheit für die südsudanesischen Flüchtlinge im Bidibidi Camp

Was wir erreicht haben (Zeitraum Juli 2018 – April 2019)

Medizinische Primärversorgung: 3.752 Konsultationen durchschnittlich pro Monat

Psychologisches Angebot: 387 Konsultationen durchschnittlich pro Monat, die Folgekonsultationen wurden zu 100% wahrgenommen

Insgesamt 37.516 Menschen im Ärzte der Welt-Gesundheitszentrum beraten und behandelt

Finanzierung

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