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Kindersprechstunde in München. Foto: Ärzte der Welt

Ärzte der Welt: Hilfe in Deutschland, die ankommt

Deutschland

> 100.000
Menschen

Leben in Deutschland ohne Krankenversicherung

2.000
Patient(inn)en

unterstützen wir jährlich

85
Prozent

der Hamburger Patient(inn)en sind EU-Bürger

Die Situation

Nicht nur in den sogenannten Entwicklungsländern, sondern auch in Europa setzen wir uns mit Gesundheitsprogrammen für Benachteiligte ein. In Deutschland bieten wir Menschen, die keinen oder nur eingeschränkten Zugang zum Gesundheitssystem haben, kostenlose medizinische Versorgung und Beratung an. Und die Hilfe ist dringend nötig: Denn hunderttausende Männer, Frauen und Kinder leben in Deutschland offiziell ohne Krankenversicherung, eine genaue Zahl wird nicht erfasst.

Aber auch Menschen mit Krankenversicherung – zum Beispiel Wohnungslose – haben bisweilen Schwierigkeiten beim Zugang zum Gesundheitssystem: Diskriminierungserfahrungen, administrative Schwierigkeiten und mögliche Eigenbeteiligung an den Behandlungskosten hindern sie am Arztbesuch.

 

Informationen, Adressen und Öffnungszeiten von unseren Anlaufstellen open.med in München, open.med in Berlin, MedMobil in Stuttgart und der Migrantenmedizin westend in Hamburg finden Sie hier.

 

Ebenso können Sie unsere Broschüre "Gesundheitsversorgung für alle" downloaden: PDF iconADW_Inlandsprojekte_Gesundheitsversorgung_fuer_alle.pdf

 

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Im Behandlungsbus beim Einsatz am HBF München

News

Anna Whaley. Foto: Ärzte der Welt
27.09.2018

Der Zufall hat Anna Whaley zum Fundraising gebracht: Bei einem Praktikum in Südafrika wurde sie spontan mit dem Fundraising für eine Stiftung beauftragt – eine Aufgabe, die ihre spätere Berufswahl prägte. Nach dem Studium hat sie mehrere Jahre für Hilfsorganisationen in Berlin und München gearbeitet, bis sie im März 2018 die Bereichsleitung Fundraising bei Ärzte der Welt übernahm.

Der UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte in Genf überwacht die Einhaltung des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Foto: Ärzte der Welt
24.09.2018

Die folgenschweren Lücken im staatlichen Gesundheitssystem anprangern und die Bundesregierung zum Handeln bewegen: Mit diesem Ziel spricht Ärzte der Welt am 24. September in Genf beim UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (englisch: Committee on Economic, Social and Cultural Rights, CESCR) vor. Bereits im Vorfeld hatte die NGO gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen ihre Kritik an den Ausschuss herangetragen.

13.09.2018

Ärzte der Welt, Ärzte ohne Grenzen und weitere Organisationen aus insgesamt 17 Ländern haben ein Patent auf das Hepatitis-C-Medikament Sofosbuvir angefochten. Im September entschied das Europäische Patentamt in München, der Anfechtung nicht stattzugeben, obwohl es sich bei dem patentierten Wirkstoff um einen inaktiven Bestandteil handelt, der keinen direkten therapeutischen Effekt hat. Für die Allgemeinheit bedeutet dies weiterhin horrende Kosten für ein lebenswichtiges Medikament.

Unsere Hilfe

Im Jahr 2017 führten die 15 Sektionen des Ärzte der Welt Netzwerks insgesamt 194 Gesundheitsprogramme in ihren jeweiligen Heimatländern durch. In Deutschland bieten wir mit unseren Projekten open.med in München und Berlin, Ärzte der Welt mobil in München und MedMobil in Stuttgart, sowie Migrantenmedizin westend in Hamburg, Menschen ohne Zugang zum Gesundheitssystem medizinische Versorgung an.

Hauptziel unserer Projekte ist es, diese Patient(inn)en mit einem niedrigschwelligen Angebot medizinisch zu versorgen. Wir bieten eine individuelle gesundheitliche, psychosoziale oder sozialrechtliche Beratung und helfen beim Zugang zu weiterführender fachärztlicher Versorgung, dem regulären Gesundheitssystem und zusätzlichen Hilfsangeboten.

Unser Angebot:

Die Angebote stützen sich auf das Engagement von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern: Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierenden, Pfleger(inne)n, Dolmetscher(inne)n, Sozialberater(inne)n, Apotheker(inne)n und Verwaltungskräfte.

... in Stuttgart
aufsuchende und anonyme medizinische Hilfe und Sozialberatung für Wohnungslose, Drogennutzer(innen), Jugendliche und andere Menschen in schwierigen sozialen Lebenssituationen; präventive Maßnahmen wie Spritzentausch, Ausgabe von Kondomen oder Informationen über Hygiene und Ernährung.
… in München, Berlin und Hamburg:
allgemeinmedizinische, kinderärztliche und frauenärztliche Sprechstunden. In München bieten wir zusätzliche Sprechstunden für chronisch und psychisch kranke Menschen an.

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Förderung durch SKala-Initiative

SKala ist eine Initiative der Unternehmerin Susanne Klatten in Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Analyse- und Beratungshaus PHINEO. SKala fördert etwa 100 gemeinnützige Organisationen mit insgesamt bis zu 100 Millionen Euro in den Bereichen Inklusion und Teilhabe, Engagement und Kompetenzförderung, Brücke zwischen den Generationen sowie Vergessene Krisen. Unterstützt werden ausschließlich Organisationen, die gegenüber PHINEO eine große soziale Wirkung nachgewiesen haben.

 

Über den Zeitraum von drei Jahren (1. Juni 2018 - 31. Mai 2021) fördert die SKala-Initiative die Inlandsprojekte von Ärzte der Welt: Unterstützt werden unter anderem die Projekte in München, Berlin, Hamburg und Stuttgart, der Bereich Mental Health sowie unsere politische Arbeit, in der wir uns auf gesellschaftlicher Ebene für eine Gesundheit für alle einsetzen.

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