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Eine verzweifelte Frau in Syrien. Foto: Ärzte der Welt

Türkische Militäroffensive: 73 NGOs „tief besorgt” über die humanitäre Situation in Nordsyrien

Türkische Militäroffensive: 73 NGOs „tief besorgt” über die humanitäre Situation in Nordsyrien

Der Einmarsch der türkischen Armee im Norden Syriens hat in nur wenigen Tagen rund 200.000 Menschen vertrieben. In einem gemeinsamen Statement warnen 73 Hilfsorganisationen, darunter Ärzte der Welt, vor einer rapiden Verschlechterung der humanitären Lage in der Region. Auch lokale Mitarbeiter*innen finden sich im Fadenkreuz der Kämpfe wieder.

  • Rund 60.000 Menschen haben in der Stadt Hasakeh Zuflucht gesucht. Bei den Kämpfen wurde auch das örtliche Wasserwerk beschädigt und außer Betrieb gesetzt. Die Gefahr, dass sich infolge des Mangels an sauberem Wasser ansteckende Krankheiten verbreiten, ist hoch – vor allem in Flüchtlingslagern.
  • Auch die Zivilbevölkerung und medizinische Einrichtungen sind bereits zum Ziel von Luftangriffen geworden. Viele Kinder, Frauen und Männer haben keinen Zugang zu lebenswichtiger Gesundheitsversorgung.
  • Die meisten Menschen konnten aus den Flüchtlingslagern in den betroffenen Gegenden evakuiert werden. Einige Familien, denen es nicht gelungen ist zu fliehen, blieben jedoch ohne ausreichend Essen, Wasser und ein Dach über dem Kopf zurück.
  • Obwohl der Bedarf an humanitärer Hilfe sich dramatisch erhöht hat, hat die türkische Militäroperation viele Hilfsorganisationen gezwungen, ihre Aktivitäten einzustellen. Die Mitarbeiter*innen, die noch vor Ort sind – vor allem lokale Kräfte – arbeiten unter schwierigsten Bedingungen und Gefahr für Leib und Leben.
  • Die Hilfsorganisationen sind tief besorgt, dass Zivilisten nun in Richtung Süden in Gegenden fliehen, die voll von Landminen und improvisierten Sprengsätzen sind.
  • Die NGOs fordern alle Kriegsparteien dazu auf, sich an ihre völker- und menschenrechtlichen Verpflichtungen zu halten und von Angriffen auf die Zivilbevölkerung und zivile Einrichtungen abzusehen. Die Kampfhandlungen müssen umgehend eingestellt werden, damit unterstützt von der internationalen Gemeinschaft ein Dialog beginnen kann. Der sichere Zugang für humanitäre Helfer zu den Menschen in den betroffenen Gebieten muss gewährleistet werden.

Das vollständige Statement in englischer Sprache können Sie hier nachlesen.

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