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Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe VENRO präsentiert mit dem Positionspapier "Eine neue Politik für globale Gerechtigkeit" zivilgesellschaftliche Forderungen zur deutschen G7-Präsidentschaf.



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Kampagne #MailanMerkel: Für globale Gerechtigkeit!



2015 jagt ein Gipfel den nächsten im Terminkalender von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Juni findet auf ihre Einladung hin der G7-Gipfel in Deutschland statt. Weitere wegweisende Ereignisse sind der UN-Gipfel zu neuen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitszielen im September in New York und die Klimakonferenz im Dezember in Paris. Wird sie ihre Chance nutzen, unsere Welt einen Schritt weiter Richtung Gerechtigkeit zu bringen? Wofür wird sie sich einsetzen?

Schreib ihr über unser Tool, was Dir wichtig ist: Globale Gerechtigkeit! Wir brauchen endlich Antworten auf die drängenden Probleme wie Klimawandel, Ernährungskrise, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, Konflikte um Ressourcen und mangelnde Bildung.




2015 – Zeit für globale Gerechtigkeit!

Die Bundesregierung ist Gastgeberin des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der Gruppe der Sieben (G7) am 7. und 8. Juni 2015 in Elmau bei München. Wir – VENRO und das Forum Umwelt und Entwicklung – fordern die Bundesregierung dazu auf, ihre Präsidentschaft zu nutzen, eine neue Politik einzuleiten: Die Bundesregierung muss Gerechtigkeit ganz oben auf ihre Agenda setzen. Sie muss den G7-Gipfel als Meilenstein zur Überwindung weltweiter Ungleichheit und für nachhaltiges Wirtschaften unter Berücksichtigung der planetarischen Grenzen verstehen.


Unsere Forderungen zur deutschen G7-Präsidentschaft:

Die Post-2015-Agenda: Ziele für nachhaltige Entwicklung voranbringen

  • Die sogenannten Nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDG) müssen für alle Staaten gleichermaßen gelten. Sie sind erst dann vollständig umgesetzt, wenn sie für alle Menschen weltweit erreicht sind.
  • Die globale Partnerschaft muss auf dem Prinzip der „Gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortung“ aufbauen, um den historischen Verantwortlichkeiten und unterschiedlichen Fähigkeiten der Länder gerecht zu werden.
  • Frieden dauerhaft sichern: Rüstungsexporte, insbesondere in Krisengebiete und an Staaten die systematisch die Menschenrechte verletzten, müssen verboten werden.
  • Die nationalen Umsetzungspläne der SDG sollten konkrete und erreichbare Zwischenziele formulieren.
  • Eine verbindliche, transparente und auf klaren Prinzipien beruhende Rechenschaftspflicht für die Umsetzung der SDG.

Weltwirtschaft ökologisch und sozial regulieren

  • Kurswechsel zu zukunftsfähiger Entwicklung: Mehr ökologische Nachhaltigkeit, mehr soziale Gerechtigkeit statt Wachstum über alles.
  • Verbindliche Transparenzvorgaben für Unternehmen und die Einhaltung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten.
  • Die Lücken in der Regulierung der Finanzmärkte schließen.

Wirtschaftliche Stärkung von Mädchen und Frauen

  • Die Schaffung von ausreichenden, gerecht entlohnten und sozial abgesicherten  Beschäftigungs- und Arbeitsverhältnissen im formellen und im informellen Sektor.
  • Gewalt gegen Mädchen und Frauen muss bekämpft werden.

Gesundheitssysteme ausbauen

  • Zugang zu Gesundheitsversorgung.
  • Verbesserung der Kinder- und Müttergesundheit.
  • Verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung.
  • Zugang zu Medikamenten im Bereich HIV/Aids.

Welternährung sichern – Kleinbäuerliche Landwirtschaft ins Zentrum der Politik stellen

  • Keine Entwicklungsgelder für Agrarkonzerne.
  • Komitee für Welternährungssicherung stärken.
  • Landwirtschaft ökologisieren.
  • Keine Erweiterung der Neuen Allianz für Ernährungssicherheit.

Meeresschutz bedeutet Grenzen der Nutzung der Meere

  • Konsequente Ausweitung der Meeresschutzgebiete und des Schutzes der Hohen See
  • Reduktion der Meeresverschmutzung
  • Moratorium für den Tiefseebergbau

Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel voranbringen

  • Verpflichtung, den Stromsektor vor 2050 durch den Übergang zu Erneuerbaren Energien zu dekarbonisieren und Szenarien für den Kohleausstieg entwickeln.
  • Das in Paris zu verabschiedende Abkommen soll sich an dem Ziel, den globalen Temperaturanstieg auf unter 2 beziehungsweise 1,5 Grad zu begrenzen, orientieren.
  • Verpflichtung, bis zum Klimagipfel in Paris individuelle Aufwuchspläne für die Klimafinanzierung von 100 Milliarden jährlich vorzulegen.
  • Klares Signal an die besonders verletzlichen Entwicklungsländer senden, sie stärker bei dem Umgang mit Klimafolgen zu unterstützen.