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Der Preis des Lebens: Gesundheitsversorgung in Gefahr?


Kampagne gegen überhöhte Medikamentenpreise

In den letzten Jahren sind einige neue Medikamente zu exorbitanten Preisen auf den deutschen Markt gekommen. Das ist beispielsweise bei Medikamenten zur Behandlung von Krebs und Hepatitis C zu beobachten. Dies gefährdet die finanzielle Stabilität des Krankenversicherungssystems und führt mittelfristig zu deutlich höheren Beiträgen. Ärzte der Welt stellt sich nun gegen diese Entwicklung und hat die Kampagne „Der Preis des Lebens“ ins Leben gerufen.

Dabei handelt sich um eine Problematik von globaler Relevanz und auch die Vereinten Nationen sehen sich zum Handeln gezwungen. So hat ein von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon einberufenes „High Level Panel on Access to Medicines“ gerade seinen Bericht veröffentlicht. » mehr

Denn dank der Möglichkeit innovative Medikamente patentieren zu lassen, können Pharmaunternehmen die Preise ihrer Arzneimittel nahezu willkürlich festzulegen, womit die Gesundheitsversorgung ganzer Bevölkerungsgruppen bedroht wird. Dabei könnten die Medikamente oftmals zu wesentlich niedrigeren Preisen angeboten werden.
Dieser Entwicklung kann jedoch durch Regulierungen durch Gesellschaft und Politik entgegengearbeitet werden. Daher hat sich das europäische Netzwerk von Ärzte der Welt dazu entschlossen, gemeinsam diese Kampagne gegen zu hohe Medikamentenpreise zu lancieren.

Ärzte der Welt ergreift hierzu auf verschiedenen Ebenen die Initiative:

Parlamentarischer Abend zum Thema „Der Preis des Lebens"

Gemeinsam mit weiteren Partnern (MSF, Buko Pharmakampagne, Brot für die Welt und der deutschen AIDS-Hilfe) hat Ärzte der Welt am 19. September 2016 einen parlamentarischen Abend unter Schirmherrschaft von Kordula Schulz-Asche zum Thema hohe Medikamentenpreise veranstaltet. Zweck der Veranstaltung war, die politischen Entscheidungsträger verstärkt auf das Problem aufmerksam zu machen, sich zum Thema zu vernetzen und weiterführende Informationen anzubieten.

derpreisdeslebens.org

Am 27. September startet Ärzte der Welt Deutschland die europaweit stattfindende Kampagne mit dem Titel „Der Preis des Lebens“. Primär basiert die Kampagne auf mehreren Plakaten, die durch prägnante Slogans wie: „Was bedeutet Krebs? 4 Milliarden Euro Umsatz im Jahr“ auf die Problematik hoher Medikamentenpreise hinweisen soll. Diese Plakate werden großräumig in Berlin und München gehängt und in Form von Gratis-Postkarten in diesen Städten verteilt. Unterstützt wird die öffentliche Präsenz durch eine Website, auf der Interessierte Hintergrundinformationen zu den einzelnen Slogans sowie weitere Informationen zu der Kampagne finden können.

Um der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben sich für niedrigere Preise von Medikamenten zu engagieren, startet Ärzte der Welt zeitgleich zur Kampagne eine Onlinepetition, die sich an die politischen Entscheidungsträger der Bundesrepublik Deutschland richtet. Daher gibt es auf der Website die Möglichkeit, an dieser Petition mit unseren Kernforderungen an die Politik teilzunehmen.

Motive der Kampagne zum Herunterladen

Für Personen die uns bei der Kampagne unterstützen möchten stellt Ärzte der Welt außerdem ein Kampagnen-Kit zur Verfügung.  » Kit herunterladen

Anfechtung des europäischen Patents auf den Wirkstoff Sofosbuvir

Das europäische Netzwerk von Ärzte der Welt hat  Klage gegen das Patent von Gilead auf Sofosbuvir eingereicht. Ärzte der Welt ist die erste medizinische Nicht-Regierung-Organisation, die diesen Weg wählt, um den Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten zu ermöglichen. Die beim europäischen Patentamt eingereichte Klage stützt sich dabei unter anderem auf den Umstand, dass die chemische Zusammensetzung von Sofosbuvir in erster Linie auf Erkenntnissen basiert, die aus öffentlicher Forschung resultieren, und daher nicht von einem Hersteller vereinnahmt werden dürfen.

Podiumsdiskussion im Künstlerhaus am Lenbachplatz

Die öffentliche Anhörung am Europäischen Patentamt findet am 4. und 5. Oktober 2016 in München statt. Im Rahmen dieser Verhandlung veranstaltet Ärzte der Welt am 5. Oktober eine öffentliche Podiumsdiskussion. Hochrangige Gesprächspartner werden die Problematik hoher Medikamentenpreise diskutieren und den Verlauf der Verhandlung bewerten. » mehr