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Bericht über den Zugang zur medizinischer Grundversorgung von gefährdeten Bevölkerungsgruppen in Europa (2011) auf Englisch


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Medizinische Versorgung im Schatten der Krise in Europa



17,3 % der PatientInnen in der Münchner Anlaufstelle „open.med“ waren 2011 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Sie hatten keinen Versicherungsschutz im Fall von Krankheit. Foto: © Kommpagnons Braune & Richter

Zw. 2010 u. 2011 stieg der Anteil der griechischen PatientInnen in den Polikliniken von „Ärzte der Welt“ um 100%. Athen, Weihnachten 2011: Einen Weihnachtsbaum aus Milchtüten für bedürftige Menschen. Foto: Ärzte der Welt

79 % der schwangeren Frauen, die 2011 in die Ambulanzen von „Ärzte der Welt“ in Amsterdam, London, München und Nizza kamen, hatten keinen Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen. Foto: Elisabeth Rull

70 % der PatientInnen von „Ärzte der Welt“ in Amsterdam und Nizza fehlten 2011 die Standard-Impfungen. In den Kliniken von „Ärzte der Welt“ werden die wichtigsten Impfungen angeboten. Hier in Marseille/Frankreich. Foto: Ärzte der Welt

55 % der Fälle, die in den Kliniken von „Ärzte der Welt“ behandelt wurden, schätzten unsere ÄrztInnen als dringend ein. Der Großteil der PatientInnen hatte keinen Zugang zum jeweils regulären Gesundheitssystem. Foto: Tom Bradely

Rund 137.000 Menschen in Deutschland sind nicht krankenversichert und besitzen auch sonst keinen Anspruch auf Krankenversorgung. Die Dunkelziffer ist noch weitaus höher. Projekt „open.med“ in München für Nichtversicherte. Foto: M. Santifaller


Weltweit aber auch in Europa setzt sich „Ärzte der Welt“ für einen verbesserten Zugang zu medizinischer Versorgung als humanitäres Grundrecht für alle Menschen ein. Wir beobachten jedoch, dass der Zugang für die vulnerablesten Bevölkerungsgruppen zu einer Basis-Gesundheitsversorgung immer schwieriger wird. Auch in Deutschland müssen viele Menschen ohne Krankenversicherung leben. Wird Gesundheit ein Luxus? „Ärzte der Welt“ fordert: Medizinische Versorgung muss für alle Menschen zugänglich sein.

Große online-Demo!

Auf unserer Online-Demonstration haben sich knapp 1000 beteiligt und als virtuelle DemonstrantIn für ein solidarisches Gesundheitssystem ein Zeichen gesetzt.

Gesundheit ist Kein Luxus

Januar 2013: Das Tollwood-Festival 2012 in München ist vorbei und wir freuen uns, dass über 6.000 BesucherInnen unsere Ausstellung im Weltsalon besucht haben! Über 1.200 TeilnehmerInnen haben unsere Petition unterschrieben oder an unserer Online-Demo teilgenommen. » mehr

Europaweite Untersuchung von „Ärzte der Welt“

„Ärzte der Welt“ erhob 2011 in fünf EU-Ländern qualitative und quantitative Daten in seinen Projekten. Die Ergebnisse der Auswertung zeigen Probleme bei den sozialen Determinanten von Gesundheit.

Ergebnisse:

  • Die Wirtschaftskrise hat deutlich negative Auswirkungen auf den Zugang zu Gesundheitsversorgung, insbesondere von benachteiligten Bevölkerungsgruppen.
  • Die Kürzungen im Gesundheitswesen erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines schlechteren Gesundheitszustandes.
  • Basisgesundheitsversorgung wird von vielen Menschen aufgrund von finanziellen Barrieren, Diskriminierung oder Angst abgeschoben zu werden, gar nicht oder sehr spät in Anspruch genommen.
  • EU-BürgerInnen und auch Nicht-EU-BürgerInnen mit Aufenthaltsrecht erhalten Gesundheitsversorgung in einem anderen EU-Mitgliedstaat nur unter schwierigen administrativen Hürden.