cc CIA World Factbook

Kindersterblichkeit: 61 ‰
Müttersterblichkeit: 260/100.000
Lebenserwartung: 66 Jahre
Brutto-Jahreseinkommen / Kopf:
1.120 $ (2007-2011)

Projektorte: Peshawar, Hangu und Tank Distrikte, (Nordwest-Provinz)
Personal:
National 150, International 6

Quellen: WHO, Weltbank

Gewalt gegen Frauen: Betroffene berichten

Ausstellung "unSCHLAGbar" auf dem Münchner Tollwood Winterfestival 2011 » Ein Rückblick

Pakistan



Pakistan: Das Vertrauen der Frauen gewinnen

Ein Großteil der behandelten Menschen sind Frauen und ca. ein Drittel Kinder. Foto: Ärzte der Welt

Februar 2016. Vor dem Eingang der Gesundheitsstation im Distrikt Tank in Pakistan warten viele Menschen, streng getrennt nach Geschlechtern. Die Gruppe der Patientinnen ist mehr als doppelt so groß wie die der Patienten. Es sind die Frauen, die immer häufiger das medizinische Angebot von Ärzte der Welt in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa (KPK-Provinz) wahrnehmen.» mehr


Sicher helfen

August 2014. Jeden Morgen gibt es eine Lagebesprechung im Ärzte der Welt-Büro in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Der Landeskoordinator Salah Daraghmeh sichtet die neuesten Nachrichten des Sicherheitsforums der UN, holt Informationen aus eigenen Quellen ein und entscheidet zusammen mit seinen wichtigsten Mitarbeitern, ob und wann das medizinische Personal in die Kliniken fahren kann.» mehr


Pakistan: Die Unsichtbaren stärken

Mai 2013: Anfangs verlief sich nur hin und wieder eine Frau in die Gesundheitsstationen, die von unseren Teams in der KPK-Provinz nahe der afghanischen Grenze unterstützt werden. Zum Arzt gehen, sich untersuchen lassen, vor- und nachgeburtliche Vorsorge in Anspruch nehmen - traditionell kaum möglich für Frauen in der Region. Heute hat sich das geändert.» mehr


Nothilfe für intern Vertriebene

September 2012: Seit August 2009 ist „Ärzte der Welt“ in der Grenzregion zu Afghanistan im Einsatz und leistet basismedizinische Versorgung für die Menschen, die aufgrund von Kämpfen zwischen den Taliban und dem pakistanischen Militär fliehen mussten oder durch die Flutkatastrophe vertrieben wurden. Hier wurde jetzt das Nothilfeprogramm ausgeweitet.» mehr


Frauen schützen

September 2012: Mehr als 80 % der Frauen in Pakistan werden im Laufe ihres Lebens Opfer von häuslicher Gewalt. In Pakistan versorgt „Ärzte der Welt“ speziell Frauen in ländlichen Gebieten und bietet in der Provinz Punjab für diese Frauen Schutzunterkünfte und Versorgung. » mehr


Gesundheitsversorgung für Frauen

September 2012: Im südlichen Punjab und in ländlichen Gebieten entlang des Indus unterstützt „Ärzte der Welt“ schon seit vielen Jahren die lokale Partnerorganisation Maternity and Child Association Khanpur.» mehr


Ärzte der Welt seit 18 Jahren in Pakistan im Einsatz

  • Seit 1996: Projekt zur Basisgesundheitsversorgung und Gesundheitsdienste für Mütter und Kinder.
  • Seit 2004: Projekt zur Unterstützung von Opfern häuslicher Gewalt.
  • 2005 und 2006: Sofort- und Wiederaufbauhilfe nach einem verheerenden Erdbeben.
  • Seit 2009: Projekt zur Basisgesundheitsversorgung für Flüchtlinge in Folge der Kämpfe im Nordwesten.
  • 2010: Soforthilfe nach der Flutkatastrophe.

Gewalt gegen Frauen – ein globales Problem

Gewalt gegen Frauen ist nicht länderspezifisch: Millionen von Frauen und Mädchen sind tagtäglich geschlechtsspezifischer Diskriminierung, Benachteiligung und Gewalt ausgesetzt. Obwohl Frauenrechte in diversen internationalen Abkommen verankert sind, werden Frauen und Mädchen in der Realität nach wie vor Opfer von Menschenrechtsverletzungen.

Die WHO nimmt an, dass weltweit eine von fünf Frauen im Laufe ihres Lebens Opfer einer (versuchten) Vergewaltigung wird. Oft wirft man den Opfern vor, Schande über die Familie zu bringen, viele Frauen werden daher von ihren Familien verstoßen. Um dies zu verhindern, verschweigen viele das Leid, das ihnen widerfährt. Mindestens jede 3. Frau weltweit war bereits Opfer einer Form von Gewalt, wurde im Laufe ihres Lebens geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen oder Opfer einer anderen Form von Misshandlung.

Gewalt kann innerhalb von Familien oder Gemeinschaften begangenen werden; in bewaffneten Konflikten wird Gewalt gegen Frauen gezielt als Kriegswaffe eingesetzt. Abgesehen davon, dass Gewalt gegen Frauen eine eklatante Menschenrechtsverletzung ist, hat sie auch schwerwiegende Folgen für das öffentliche Gesundheitswesen.