Ihre Spende für Gaza

Medizinische Hilfe, Schutz und neue Zuversicht

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Trotz Waffenruhe: Das Überleben bleibt ein täglicher Kampf

Trotz der offiziellen Waffenruhe ist die Situation vor Ort weiterhin katastrophal. Zerstörte Häuser, fehlende Infrastruktur und vor allem das Leid der Menschen prägen den Alltag. Für viele ist selbst das Nötigste – Wasser, Lebensmittel, Strom, Hygiene – ein täglicher Kampf ums Überleben. Angriffe und Bomben haben deutliche Spuren hinterlassen. Nicht nur bei Gebäuden, von denen oft nur mehr Ruinen stehen – sondern vor allem bei den Menschen. Ihr Leid ist allgegenwärtig.

Wir sind daher immer noch voll im Einsatz, Tag für Tag.

„Stärke bedeutet nicht nur, Gefahren zu überstehen – sondern auch, weiterhin zu unterstützen und Hoffnung zu schenken.“

– so beschreibt Nour Z. Jarada, Psychologin bei Ärzte der Welt, die aktuelle Lage in Gaza.

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Unsere Hilfe im Gazastreifen

Das Not ist allgegenwärtig: Mehr als 60 % der Krankenhäuser sind zerstört. Der Bedarf an akuter sowie langfristiger Hilfe ist enorm. Jede Woche führen wir trotz der eingeschränkten Möglichkeiten rund 13.000 Behandlungen durch und 156 Mitarbeitende verteilen Tag für Tag hunderte Hilfspakete. So viel Unterstützung und doch reicht es nicht. Deshalb müssen wir weiter machen – für all jene, die auf uns zählen.

Medikamentenausgabe aus einem Bus in Gaza.
© Ärzte der Welt

Medical Points

Ärzte der Welt unterhält derzeit sieben Gesundheitsstationen in allen Teilen des Gazastreifens. Wir setzen alles daran, zusätzlich eine mobile Klinik einzurichten.

Spezialisiertes Personal

Die Teams bestehen aus Gesundheitsmitarbeitenden unterschiedlicher Fachrichtungen, beispielsweise Notärzt*innen, Spezialist*innen für Mutter-Kind-Gesundheit, Pfelgepersonal und Psycholog*innen.

Mobiles Ärzte der Welt-Team bei einer Konsultation in der Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens.
Mobiles Ärzte der Welt-Team bei einer Konsultation in der Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens. © Ärzte der Welt

Gesundheitsversorgung

Die Gesundheitsstationen befinden sich häufig in Notunterkünften. Hier leisten die Teams medizinische Grundversorgung und Nothilfe zur mentalen Gesundheit und psychischer Versorgung.

Lokale Partner

Die Teams von Ärzte der Welt arbeiten auch mit vertrauenswürdigen lokalen Partnern zusammen, um eine Versorgung der Menschen besser gewährleisten zu können.

Ihre Unterstützung hält unsere Hilfe am Leben

Auch wenn im Moment Friedensverhandlungen laufen, eine Art Normalität ist noch in weiter Ferne. Deshalb müssen wir weiter machen – für all jene, die auf uns zählen. Mit Ihnen an unserer Seite sind wir auch weiterhin in der Lage, unsere Unterstützungsmaßnahmen aufrecht zu erhalten. Ich helfe, damit die Einsätze weitergehen!

„Was mein Herz erwärmt, ist unser Zusammenhalt. Wir sind nicht allein in diesem Schmerz.“

– so Nour Z. Jarada über das, was ihr im Moment am meisten Kraft gibt: Gemeinschaft.

Durch Ihre Spende schenken sie vielen Betroffenen, aber auch uns neuen Mut. So können wir in Gaza – wie auch an vielen anderen Orten weltweit – Menschen in Not zur Seite stehen.

Spenden Sie jetzt für die Menschen in Gaza und helfen Sie mit:

Gaza: Ein kleines Mädchen isst Spezialnahrung aus einer Packung, die von Ärzte der Welt bereitgestellt wurde. © Ärzte der Welt

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Geringe Verwaltungskosten: Knapp 90 % Ihrer Spende fließen in die Projektarbeit.

Wir arbeiten mit lokalen Teams und Partnerorganisationen. Dadurch stärkt Ihre Spende das Wissen und die Strukturen vor Ort.

Über die Soforthilfe hinaus: Unsere Projekte sind langfristig angelegt und zielen auf eine dauerhafte Wirkung. Sodass die medizinische Versorgung bleibt, wenn wir gehen.

Sie haben Fragen? Mein Team und ich sind für Sie da!

Claire Tilmann vom Team der Ärzte der Welt

Claire Tillmann

Teamleitung Spenderservice

Tel: +49 (0)89 45 23 081-23

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Unsere Antworten auf Ihre häufigsten Fragen

Der Gazastreifen ist ein sehr dicht besiedeltes Gebiet von 365 m², in dem abgeschnitten vom Rest der Welt über zwei Millionen Menschen leben.

Bereits vor der jüngsten Eskalation des Nahostkonflikts war die humanitäre Lage prekär. Seit Beginn der Bombardierungen und der verschärften Blockade durch die israelische Regierung in der Folge des Angriffs der Hamas im Oktober 2023 spielt sich in Gaza jedoch eine humanitäre Katastrophe ab.

Die öffentliche Infrastruktur ist zusammengebrochen, darunter das Gesundheitssystem und die Trinkwasserversorgung. Die Zerstörung von Häusern, Gesundheitseinrichtungen, Schulen und anderen Unterkünften des Hilfswerkes der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) hat diesen Zusammenbruch beschleunigt.

Die meisten Krankenhäuser sind kaum funktionsfähig. Ihr Personal ist mit einem gravierenden Mangel an Medikamenten und medizinischer Ausrüstung konfrontiert und mit dem Zustrom von Verwundeten und Vertriebenen überfordert.

Den Bewohner*innen des Gazastreifens fehlt es an allem: Wasser, Lebensmitteln, Treibstoff und Strom. Viele Menschen müssen verunreinigtes Wasser trinken und mit nur einer Mahlzeit am Tag auskommen. 1,9 Millionen Menschen sind vertrieben worden – oft schon zum wiederholten Mal – und sind nun gezwungen, auf der Straße oder in überfüllten Unterkünften zu schlafen. 

Durchfallerkrankungen, akute Haut- und Atemwegsinfektionen sowie hygienebedingte Infektionen nehmen zu, und es besteht die Gefahr, dass Epidemien ausbrechen.

Im Westjordanland sind zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 10. Januar 2024 mehr als 330 Palästinenser*innen, darunter 84 Kinder und Jugendliche, von der israelischen Armee oder radikalen Siedler*innen getötet worden. (Für das gesamte Jahr 2022 lag die Zahl bei 144.) Die meisten von ihnen starben bei den fast täglichen Razzien der israelischen Armee.

Diese Razzien, die auch regelmäßig auf Gesundheitseinrichtungen und Krankenwagen abzielen, behindern den Zugang zur Gesundheitsversorgung für die Zivilbevölkerung. Daneben werden verstärkt Kontrollen an den Checkpoints durchgeführt. Dies schränkt die Bewegungsfreiheit der Zivilbevölkerung noch mehr ein, als es bereits zuvor der Fall war, und macht es noch schwieriger, Gesundheitseinrichtungen aufzusuchen, humanitäre Hilfe zu leisten oder in Anspruch zu nehmen.

Auch Gewaltakte israelischer Siedler*inner gegen palästinensische Zivilist*innen haben drastisch zugenommen. Von drei pro Tag vor dem 7. Oktober ist die Zahl der Vorfälle nun auf durchschnittlich sieben pro Tag gestiegen. Mehr als 1.200 Palästinenser*innen sind durch die Gewalt permanent aus ihren Gemeinden vertrieben worden und haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren.

Ärzte der Welt ist im Ausland in der Regel in Ländern aktiv, in denen gefährdete Bevölkerungsgruppen besondere Schwierigkeiten beim Zugang zu medizinischer Versorgung haben. In Israel schien bisher kein entsprechend hoher Bedarf gegeben zu sein. Unsere Organisation kann auch auf Ersuchen eines Landes tätig werden, das vom Zusammenbruch seines Gesundheitssystems bedroht ist. Israel hat bisher nicht um humanitäre Unterstützung gebeten.

Die Grundsätze der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit sind die Grundlage der humanitären Hilfe von Ärzte der Welt. Daher steht sowohl unsere Arbeit als auch unsere Finanzmittel und Spenden ausschließlich im Dienste der Zivilbevölkerung. Insbesondere arbeiten wir daran, das Gesundheitssystem zu stärken, indem wir Krankenhäuser, Gesundheitszentren und Gesundheitspersonal unterstützen. Als humanitäre Organisation akzeptieren wir keine Einmischung in die Durchführung unserer Projekte.

In Bezug auf die aktuelle Situation in Gaza stützt sich Ärzte der Welt in seinen Mitteilungen und Analysen auf Zahlen, die vom Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung der humanitären Hilfe (OCHA) und dem Gesundheitscluster der Weltgesundheitsorganisation veröffentlicht wurden. Wir glauben, wie mehrere Expert*innen, dass die Zahl der in Gaza getöteten Menschen unterschätzt wird, da es unmöglich ist, sämtliche Leichen zu zählen, die unter den Trümmern liegen. Hinzu kommen die indirekten Opfer des Krieges, zum Beispiel chronisch Kranke, die ihre Medikamente nicht mehr bekommen oder Kinder, die an den Folgen von Mangel- und Unterernährung sterben.