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Ärzte der Welt-Referentin Sarah Wagner. Foto: Ärzte der Welt

Sarah Wagner: Die Welt etwas gerechter machen

Sarah Wagner: Die Welt etwas gerechter machen

 

Eine wichtige Säule in der Kommunikation von Ärzte der Welt sind unsere Social Media-Kanäle. Betreut werden diese von Sarah Wagner, Referentin für digitale Kommunikation bei Ärzte der Welt.

Sarah, Du bist bald eineinhalb Jahre bei Ärzte der Welt. Seit wann wusstest Du, dass Du im humanitären Bereich arbeiten möchtest?
Ich habe mich schon immer viel damit beschäftigt, und in meiner Familie war das Thema immer präsent. Mir war schnell klar, dass ich meine Fähigkeiten nicht dazu verwenden möchte, in einem Konzern einige wenige Menschen reicher zu machen. Ich wollte und will, ganz banal gesagt, die Welt verbessern.

Was ist es genau, was dich antreibt?

Ich bin mir meiner Privilegien sehr bewusst und das war ich auch schon als Kind. Wir waren auf Rucksackreise in Tunesien und Ägypten. Dort habe ich gesehen, wie privilegiert ich bin. Dieser Ungleichheit möchte ich ein bisschen entgegenarbeiten. Es darf einfach nicht so ein grundlegender Unterschied sein, wie ein Leben aussieht, je nachdem, wo oder in welcher Situation man geboren ist. Ich möchte mich dafür einsetzen, die Welt fairer zu machen.

War das auch ein Thema in Deinem Studium?

Ich habe Kommunikationswissenschaft, Anglistik und Europäische Ethnologie in Bamberg studiert. Wenn ich gefragt wurde, was ich denn damit später machen möchte, war meine Antwort immer, dass ich mit meinem Wissen nicht zu einem großen Konzern gehen möchte, sondern in den humanitären Sektor, also etwa einer NGO.

Einblicke in andere Lebensrealitäten konntest Du im Ausland sammeln.
Nach dem Abitur bin ich erstmal ein Jahr mit dem Rucksack herumgereist, vor allem in Asien, Australien und Neuseeland, wo ich auch über mein Work-and-Travel-Visum gearbeitet habe. Mein Auslandssemester habe ich in Istanbul in der Türkei verbracht.

Für meinen Master in Süd- und Südostasienstudien bin ich dann allerdings nicht ins Ausland, sondern nach Berlin gegangen. In dieser Zeit habe ich schon bei einer großen medizinischen NGO gearbeitet und habe da gemerkt, dass ich im richtigen Arbeitsbereich unterwegs bin.

Was hat Dich dann bewegt, nach München umzuziehen?

Ich habe das Leben in Berlin sehr genossen, bin aber dann wegen meiner großen Liebe zu den Bergen nach München gegangen. Es folgte ein Volontariat beim Goethe-Institut, danach habe ich bei einer NGO für Tier- und Artenschutz gearbeitet. Aber ich wollte zurück in die humanitäre Arbeit, deshalb habe ich mich bei Ärzte der Welt beworben.

Du bist mit den sozialen Medien groß geworden. Lag es da für Dich nahe, den Schwerpunkt für Kommunikation in diesem Bereich zu legen?

Bis dahin hatte ich viel im Projektmanagement gearbeitet und bei den Kolleg*innen mitbekommen, wie sie Inhalte im Social-Media-Bereich umsetzen. Mir wurde bewusst, dass das viel mehr meins ist: Kommunikation über kurze Texte, schnell und einfach, mit guten Bildern. Ich bin wirklich sehr froh, dass ich das weiterverfolgt habe und nun auch genau das mache.

Was ich an Social Media wirklich mag ist, dass man kreativ sein und sehr schnell reagieren kann und auch muss. Denn man kann zwar viel vorher planen, aber in der Realität passieren Dinge dann doch einfach plötzlich und ohne Vorankündigung.

Ich sehe viele Aspekte von Social Media kritisch und bin der Meinung, dass es häufig mehr Moderation bräuchte. Dennoch: Nirgends ist es so einfach, Tausende von Menschen zu erreichen, die vielleicht vorher noch nicht von uns gehört hatten. Mich freut der direkte Kontakt mit den Menschen und vor allem mit unserer Community, die uns positives Feedback gibt und uns so weiter bestärkt. Das ist das Schöne an Social Media.

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