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Rauch und Feuer gefährden die Gesundheit der Flüchtlinge. Foto: Olmo Calvo

Drei tote Flüchtlinge auf Lesbos (Griechenland) in einer Woche

Drei Tote in einer Woche

Ärzte der Welt Griechenland drückt seinen tiefe Bestürzung über die Toten im Aufnahmezentrum in Moria auf der Insel Lesbos aus. Es ist der dritte Todesfall in dieser Woche. Ärzte der Welt wiederholt seinen Appell für angemessene und sichere Lebensbedingungen für die Menschen in den Flüchtlingscamps in Griechenland.

Nur wenige Tage nach dem Tod eines 20-jährigen Ägypters und eines 46-jähirgen Syrers im Aufnahmezentrum in Moria auf der Insel Lesbos, wurde am 30. Januar 2017 ein 18-jähriger Pakistaner tot aufgefunden, ein weiterer junger Mann wurde ins lokale Krankenhaus gebracht. Ärzte der Welt Griechenland drückt seine Bestürzung über diese Todesfälle aus.

Obwohl es keine offizielle Stellungnahme zu den Todesursachen gibt, lässt sich jeder Fall mit giftigen Verbrennungsgasen wie Kohlenmonoxid oder anderen improvisierten Heizmethoden in Verbindung bringen. Die Menschen sind in den Camps bei Minusgraden in ungeheizten Zelten untergebracht. Sie entzünden auch innerhalb der Unterkünfte Feuer, um sich zu wärmen und ihre Kleidung zu trocknen.

Ärzte der Welt Griechenland stellt als Nicht-Regierungsorganisation die medizinischen Erst- und Grundversorgung der geflohenen Menschen im Aufnahmezentrum in Moria. Die Organisation weist seit längerem und wiederholt auf die die schweren Risiken für Gesundheit hin, denen die Menschen in den Camps ausgesetzt sind. Ärzte der Welt betont erneut, dass mit aller Dringlichkeit für angemessene und sichere Lebensbedingungen für alle Flüchtlinge in Griechenland gesorgt werden muss.