Hilfe nach Angriffen auf die Ukraine

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Eine Lieferung humanitärer Güter im ukrainischen Czernowitz. Foto: Olmo Calvo

Verschärfte Lage – angepasste Hilfe

Verschärfte Lage – angepasste Hilfe

 

Mit sogenannten Kamikaze-Drohnen und Raketen hat Russland in den vergangenen Wochen seinen Krieg gegen die Ukraine verstärkt. Ärzte der Welt passt seine Hilfen an die aktuellen Bedarfe an. Diese geben ein Bild der dramatischen Lage.
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Nicht nur die russischen Angriffe selbst, auch die regelmäßigen Stromausfälle können für Patient*innen ukrainischer Krankenhäuser gefährlich werden. Das gilt besonders, wenn sie auf lebenserhaltende Geräte angewiesen sind. „Seit sich die Angriffe am 10. Oktober intensiviert haben, bekommt Ärzte der Welt mehr Anfragen von Gesundheitseinrichtungen, diese mit Generatoren und Transformatoren zu unterstützen“, berichtet die stellvertretende medizinische Koordinatorin Iryna Yurkova.  Ärzte der Welt hat umgehend reagiert und bereitet unter anderem eine Lieferung von 20 Stromgeneratoren in die Oblast Saporischja vor.

Auch spezielle Betten, Matratzen, Bettzeug und medizinisches Gerät für Patient*innen, die in Luftschutzkeller verlegt werden mussten, werden nun gebraucht. An mehrere Krankenhäuser in der Oblast Kiew hat Ärzte der Welt außerdem Computerequipment geliefert. Denn vieles war in der Zeit der russischen Besatzung zerstört oder beschädigt worden.

Mobile Teams fahren in Vertriebenunterkünfte und Luftschutzräume

In einigen der ehemals heftig umkämpften Gebieten im Osten des Landes sind die Bedarfe elementarer. So haben wir kurzfristig eine Lieferung mit Spezialshampoo gegen Kopfläuse an eine Unterkunft in die Stadt Swjatohirsk in der Oblast Donezk geliefert. Dort müssen 600 Menschen immer noch in einer Unterkunft auf dem Gelände eines Klosters unter unzureichenden hygienischen Bedingungen ausharren.

Unsere Ärzt*innen, Psycholog*innen, Krankenpfleger*innen und Geburtshelfer*innen sind nach wie vor dort im Einsatz, wo es die Sicherheitslage erlaubt. Die mobilen Teams behandeln unter anderem Menschen, die in Vertriebenenunterkünften und Luftschutzräumen Zuflucht gesucht haben.

Viele leiden unter chronischem Stress

Je länger der Krieg andauert, desto stärker leidet auch die seelische Gesundheit vieler Menschen in der Ukraine. „Unsere Psycholog*innen haben in den vergangenen Wochen viele Anfragen von Personen erreicht, mit denen sie bereits an Bewältigungsstrategien gearbeitet hatten. Nun zeigen die Patient*innen Anzeichen von chronischem Stress, wie Angstzustände oder emotionale Taubheit“, berichtet die Mental-Health-Koordinatorin Ganna Legkova.

In den Oblasten Kiew und Czernowitz sowie den Städten Dnipro, Charkiw und Saporischschja bieten unsere Teams psychologische Unterstützung in Einzel- oder Gruppenkonsultationen an. Menschen in den Oblasten Donezk und Luhansk können per Internet oder Telefon mit unseren Psycholog*innen sprechen. Zusätzlich bieten unsere Teams zahlreiche Weiterbildungen und Informationsveranstaltungen zu Themen rund um mentale Gesundheit an.

Was wir erreicht haben (Februar bis Mitte Oktober):
  • 6.720 Konsultationen durch Ärzt*innen und Geburtshelfer*innen
  • 4.028 Einzelkonsultationen durch Psycholog*innen
  • 4.954 Personen durch psychologische Gruppensitzungen unterstützt
  • 885.289 Menschen durch Material- und Medikamentenspenden unterstützt
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