Jetzt Spenden

Kinder, Frauen und Männer fliehen aus Mossul und suchen Schutz in Flüchtlingscamps. Foto: Guillaume Pinon

Mossul: Zehntausende Menschen auf der Flucht

Kampf um Mossul: Zehntausende Menschen auf der Flucht

6. März 2017 – Die Kämpfe zwischen dem IS und der irakischen Armee haben allein seit dem 25. Februar mehr als 45.000 Zivilisten aus dem Westen Mossuls in die Flucht getrieben. Ärzte der Welt ist in mehreren Flüchtlingslagern präsent und bietet medizinische Hilfe für die Vertriebenen an.

6. März 2017 – Die Kämpfe zwischen dem IS und der irakischen Armee haben allein seit dem 25. Februar mehr als 45.000 Zivilisten aus dem Westen Mossuls in die Flucht getrieben. Ärzte der Welt ist in mehreren Flüchtlingslagern präsent und bietet medizinische Hilfe für die Vertriebenen an.

Die Teams von Ärzte der Welt sind seit November 2014 im Irak im Einsatz, unter anderem in Camps in der Region Dohuk im irakischen Teil Kurdistands Kurdistan. In den Regionen Kirkuk und Ninewa bieten die medizinischen Teams eine Gesundheits-Basisversorgung an, ebenso eine spezifische Versorgung von Frauen und Kindern sowie psychologische Betreuung. 2015 wurden weiter südlich im Gouvernement Kirkuk drei weitere mobile Kliniken eingerichtet, um der großen Zahl von neuen Binnenflüchtlingen und den Bedarfen der ansässigen Bevölkerung gerecht zu werden. Seit September 2016 betreibt Ärzte der Welt zusätzlich eine mobile Klinik im Gouvernement Ninewa.

Besorgniserregende Situation in Mossul

Die Hilfe von Ärzte der Welt ist dringend nötig: Seit Ende Februar die Gefechte in den Wohngebieten im Westen Mossuls begonnen haben, sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) 7.619 Familien geflohen, das entspricht etwa 45.700 Personen. Laut UN-Kinderhilfswerk Unicef sind seit vergangener Woche 30.000 Menschen in den UN-Auffanglagern angekommen, die Hälfte davon Kinder. Gerade diese seien von der Flucht völlig erschöpft und traumatisiert. Und die Zahlen werden weiter steigen: für das gesamte Stadtgebiet, einschließlich des bereits im Januar eroberten Ostteils, geht die IOM von mehr als 206.000 Flüchtlingen aus.

Flüchtlinge auf medizinische Hilfe angewiesen

Über Millionen Binnenflüchtlinge suchen in anderen Landesteilen des Iraks Zuflucht, gleichzeitig sind über 35 Prozent der ansässigen Mediziner aus dem Land geflohen. Der Einsatz von Ärzte der Welt ist daher mehr denn je unverzichtbar, um die vertriebenen Menschen in den Flüchtlingscamps medizinisch und psychologisch zu versorgen.

Das Auswärtige Amt unterstützt die Aktivitäten von Ärzte der Welt im Irak.