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Krieg im Jemen. Foto: Reuters

Appell zur Jemen-Konferenz in Paris

Appell zur Jemen-Konferenz in Paris

Die Zivilbevölkerung schützen, Hilfslieferungen ermöglichen, Waffenlieferungen stoppen: Das fordern Ärzte der Welt und 14 weitere Organisationen anlässlich einer Konferenz zur humanitären Lage im Jemen am 27. Juni in Paris.

Gerade angesichts der anhaltenden Kämpfe in der Hafenstadt Hudaida muss die internationale Gemeinschaft, vor allem Gastgeber Emmanuel Macron und die französische Regierung, alles daransetzen, um die Zivilbevölkerung im Jemen besser zu schützen.

Dazu gehört:

  •     für freie Fluchtwege zu sorgen
  •     Waren- und Hilfslieferungen zu ermöglichen
  •     die Angriffe auf Zivilisten zu verurteilen
  •     Waffenlieferungen an Saudi Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate zu unterbinden

Die seit knapp zwei Wochen andauernden Kämpfe um Hudaida zwischen der von Saudi-Arabien geführten Koalition und den Huthi-Rebellen verschlimmert die humanitäre Lage massiv, da von dort 70 Prozent der Importe in das Land kommen und die Menschen auf Güter von außen angewiesen sind, um zu überleben. Die Militärkoalition verhindert bereits seit mehreren Monaten, dass über die Flug- und Seehäfen dringend benötigte Waren- und Hilfslieferungen in den Jemen gelangen.

„Die Blockade der Militärkoalition kommt einer Kollektivstrafe gleich und der Angriff auf Hudaida beschleunigt die Verschlechterung der Lebensumstände der Bevölkerung zusätzlich...Frankreich muss eine aktive Diplomatie betreiben, um den Konflikt zu lösen und zu verhindern, dass sich die humanitäre Krise weiter zuspitzt“, so Dr. Jean-François Corty, Leiter der internationalen Programme bei Ärzte der Welt Frankreich.

In den drei Jahren, die der Krieg im Jemen bereits andauert, hat die Militärkoalition wiederholt gegen humanitäres Völkerrecht verstoßen, indem sie Explosionswaffen mit hoher Reichweite in dicht besiedelten Gebieten eingesetzt, Schulen und Krankenhäusern bombardiert und humanitäre Hilfe blockiert hat. Die Huthi-Truppen, gegen die sie kämpft, haben Landminen verlegt, den Zugang für humanitäre Helfer und Hilfsgütern eingeschränkt und wahllos dicht besiedelte Gebiete im Jemen attackiert.

Der Erfolg der Konferenz wird daran zu messen sein, ob es gelingt, Saudi-Arabien und seine Verbündeten zu Zugeständnissen zu bewegen, eine neue humanitäre Katastrophe zu verhindern und den Schutz der Zivilbevölkerung zu verbessern.

 

 

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