Pakistan: Eine Mitarbeiterin von Ärzte der Welt misst den Armumfang eines kleinen Mädchens. © Saiyna Bashir

Jahresbericht 2024
Was wir gemeinsam erreicht haben

Helfen Sie mit!

Intervall
Beträge

Ein Jahr voller Herausforderungen, Engagement und Hoffnung – all das spiegelt sich in unserem Jahresbericht 2024 wider.

Doch wir haben noch viel mehr zu bieten, als in unserem gedruckten Bericht Platz gefunden hat!

Neben der Publikation, die Sie nach Belieben einsehen oder herunterladen können, erhalten Sie in den folgenden Videos, Fotos, Texten und Social-Media-Beiträgen weitere Informationen zu unseren Projekten aus dem vergangenen Jahr.

ÄRZTE DER WELT DEUTSCHLAND

Fakten & Zahlen

Die Arbeit von Ärzte der Welt wäre ohne die Unterstützung zahlreicher engagierter Menschen, Organisationen und Unternehmen nicht möglich. Sie tragen nicht nur dazu bei, dass wir Tausende Menschen medizinisch und psychologisch versorgen können. Sie ermöglichen auch ein professionelles Arbeiten entsprechend international anerkannter Standards. So stellen wir sicher, dass unsere Hilfe wirkungsvoll, nachhaltig und von hoher Qualität ist. Für diese Hilfe und das entsprechende Vertrauen sind wir zutiefst dankbar. 

INTERNATIONAL

Ukraine

Auch im dritten Jahr nach seinem Großangriff hat das russische Militär die Ukraine unablässig mit Bomben und Raketen beschossen. Die Zivilbevölkerung blieb von den Angriffen nicht verschont. Zahlreiche Menschen wurden getötet, verletzt oder haben Angehörige verloren. Schlaflose Nächte, Angst und Stress gehörten für viele zum Alltag.
Ärzte der Welt hat die Menschen in der Ukraine deshalb nicht nur mit medizinischer Hilfe, sondern auch mit psychologischen Angeboten unterstützt. Dabei geht es nicht immer nur ernst, sondern manchmal auch sehr lebendig zu – wie bei unseren Hibuki-Workshops für Kinder und ihre Eltern.

INTERNATIONAL

Äthiopien

Der Arbeitsweg der mobilen Teams von Ärzte der Welt in Äthiopien führt regelmäßig mehrere Stunden über unbefestigte Straßen. Denn besonders Frauen und Kinder in abgelegenen Gebieten der Region Somali brauchen dringend medizinische Versorgung. Wo es keine andere Möglichkeit gibt, findet die Sprechstunde im Freien unter einem Baum statt.

Daneben arbeiten die Teams in mehreren Gesundheitszentren im Osten des Landes und bieten dort vor allem Dienstleistungen rund um Schwangerschaft und Geburt, aber auch zu Ernährung und Hygiene, an. Das Video gibt einen Einblick in unsere Arbeit vor Ort.

INTERNATIONAL

Syrien

Das syrische Gesundheitssystem und die Bevölkerung des Landes haben enorm unter den Auswirkungen des jahrelangen Bürgerkriegs gelitten. Dazu kamen die anhaltenden Folgen der massiven Erdbeben im Norden des Landes, die auch viele Geflüchteten von einem Tag auf den anderen obdachlos machten.

2024 hat Ärzte der Welt im Nordosten Syriens ein Drittel der Bevölkerung mit medizinischer und psychologischer Hilfe unterstützt. In dem Video und unserem Artikel erfahren Sie mehr über die Arbeit der Teams vor Ort.

INTERNATIONAL

Palästinensische Gebiete

Die Auswirkungen der israelischen Angriffe im Gazastreifen auf die Zivilbevölkerung werden immer gravierender. Schon 2024 wurde humanitäre Hilfe nur in sehr begrenztem Umfang zugelassen. Dringende medizinische Güter fehlten und die Zahl der unterernährten Kinder und Erwachsenen nahm zu. Unsere Mitarbeitenden vor Ort und ihre Familien sind selbst von den katastrophalen Lebensumständen betroffen.

Trotzdem leisten sie so gut sie können medizinische und psychologisch Hilfe.
Daneben haben wir uns auch 2024 auf politischer Ebene für einen Waffenstillstand und einen gerechten Frieden im Nahen Osten eingesetzt.

François De Keersmaeker:

„Im vergangenen Jahr haben unsere Spender*innen Zuversicht und Solidarität inmitten globaler Herausforderungen gezeigt. Ihr Beitrag hat ermöglicht, Unterstützung für Menschen in Not in den palästinensischen Gebieten und in vielen weiteren Regionen zu leisten. Dafür möchte ich ihnen meinen tiefsten Dank aussprechen.“

Anna Whaley, Leiterin Fundraising

INTERNATIONAL

Jemen

Die schlimmste humanitäre Katastrophe der Welt – so bezeichnen die Vereinten Nationen die durch den Krieg ausgelöste Krise im Jemen. 24 Millionen Menschen, 80 Prozent der Bevölkerung, sind auf Unterstützung von Hilfsorganisationen angewiesen.

Die Müttersterblichkeit ist extrem hoch, die Menschen hungern und leiden an Krankheiten wie der Cholera, die unter anderen Umständen einfach zu verhindern wären. Ärzte der Welt ist seit 2007 im Land tätig und bietet in 17 Gesundheitsstationen medizinische Grundversorgung an. Unsere Teams sind dabei jeden Tag großen Sicherheitsrisiken ausgesetzt, denn die politische Lage kommt bisher nicht zu Ruhe.

INTERNATIONAL

Nigeria

In der Entwicklungszusammenarbeit versuchen wir, nur so lange in einem Projektgebiet zu sein, bis wir dauerhafte Verbesserungen etablieren konnten, etwa durch Aus- und Fortbildungen der Kolleg*innen vor Ort. Sobald dies erreicht ist, sollen diese die medizinische Versorgung komplett übernehmen. Denn unser Ziel ist es, uns als Hilfsorganisation überflüssig zu machen. Dabei kooperieren wir eng mit vorhandenen und/oder bestehenden staatlichen Strukturen.

In Nigeria war es 2024 so weit. Die erste Klinik konnte an unseren lokalen Partner übergeben werden. Ein großer Meilenstein, dem noch weitere folgen sollen.

INTERNATIONAL

Pakistan

Starke Regenfälle hatten 2022 fast ein Drittel Pakistans überflutet. Krankheiten drohten sich rapide auszubreiten, zumal schon zuvor die Hälfte der Bevölkerung kaum eine Möglichkeit hatte, sich medizinisch behandeln zu lassen. Das Video gibt einen kurzen Einblick in die Situation nach der Flut und wie die Teams von Ärzte der Welt helfen konnten.

INTERNATIONAL

Zentralafrikanische Republik

Ein Helfer von Ärzte der Welt behandelt ein Kleinkind in der Zentralafrikanischen Republik. © Sebastién Duijndam
© Sebastién Duijndam

Helfen, wo sonst keine internationale medizinische Organisation ist: In der Zentralafrikanischen Republik versorgt Ärzte der Welt Menschen im schwer zugänglichen Bouca.

In Bouca unterstützen die Ärzte der Welt-Teams vor allem die Geburtsstation und die Pädiatrie im örtlichen Krankenhaus. Dabei kümmern sie sich auch um die Behandlung von Mangelernährung bei Babys und Kindern in einer speziellen Intensivstation. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kleinchirurgie, zu der auch Kaiserschnitte zählen, und Versorgungsangebote zu Schwangerschaft und Sexualität. Erschreckend viele Frauen in der Region werden Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt. Für sie gibt es im Krankenhaus spezielle Betreuungsangebote, einschließlich medizinischer und psychologischer Versorgung.

„In der Gegend leben viele Vertriebene, die von der Gewalt rivalisierender Milizen betroffen sind. Es gibt dort sonst kaum eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung“

Caroline Chavaillaz Wandeler, ehemalige Ärzte der Welt-Projektkoordinatorin

IHRE UNTERSTÜTZUNG

Ihr Engagement motiviert uns

Ob beim Tanztag, auf der Fahrradtour oder mit einer Weihnachtsaktion – die Kreativität unserer Unterstützer*innen hat im letzten Jahr keine Grenzen gekannt, wenn es darum ging, sich für die gute Sache einzusetzen.
Herzlichen Dank dafür!

Ihr Engagement motiviert uns, weiterhin Menschen weltweit und in Deutschland zu helfen. Haben Sie ebenfalls Lust, Spenden für Menschen in Not zu sammeln? Jede einzelne Spendenaktion ist ein starkes Zeichen der Solidarität und ermöglicht medizinische Hilfe dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Kongo: EIne Gruppe Menschen lacht und hält die Arme in die Luft gestreckt. ©Caroline Thirion
Eine junge Frau läuft unter dem Banner von Ärzte der Welt
Demokratische Republik Kongo: Vier Frauen, lachend und tanzend. Ärzte der Welt leistet medizinische Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo. © Kristof Vadino

DEUTSCHLAND

Mehr Menschen versorgt

Jeder Mensch in Deutschland hat das Recht, medizinisch versorgt zu werden. Doch aus zahlreichen Gründen, etwa wegen einer fehlenden Krankenversicherung oder bürokratischer Schwierigkeiten, können viele eben nicht einfach zum/zur Ärzt*in gehen. Jedes Jahr kommen mehr Menschen in unsere open.med-Praxen.

Konsultationen durchgeführt

Patient*innnen behandelt und beraten

aktive Ehrenamtliche in Deutschland

DEUTSCHLAND

München

In der Münchener open.med-Praxis und dem dazugehörigen Behandlungsbus finden zum Beispiel Migrant*innen Hilfe, die in Deutschland keine sozialversicherungspflichtige Arbeit haben. Unter den Patient*innen sind immer mehr Geflüchtete, die sonst keine ärztliche oder therapeutische Hilfe bekommen, weil bürokratische Prozesse lange dauern oder sie gesetzlich von bestimmten Leistungen ausgeschlossen sind. Auch viele deutsche Staatsbürger*innen haben keinen oder keinen ausreichenden Krankenversicherungsschutz. Sie können sich ebenfalls bei open.med-München behandeln und beraten lassen.

DEUTSCHLAND

Berlin

Das Angebot von open.med Berlin-Lichtenberg konnte 2024 um eine gynäkologische Sprechstunde erweitert werden. Daneben hat das Team zahlreiche Menschen ohne ausreichenden Krankenversicherungsschutz medizinisch versorgt – darunter auch Notfälle.

Instagram-Post:

DEUTSCHLAND

Magdeburg

Deutschland-Übersicht aller Inlandsprojekte von Ärzte der Welt.

In Magdeburg hat Ärzte der Welt 2024 eine weitere Praxis eingeweiht. Hier werden Menschen versorgt, die in keine reguläre Arztpraxis gehen können. Wo wir bis dahin in Deutschland sonst noch überall aktiv waren und in welcher Form, sehen Sie hier auf einen Blick.

Legende zur Übersichtkarte
© Ärzte der Welt

DEUTSCHLAND

Projekt reach.out

Viele Asylsuchende haben traumatische Erfahrungen gemacht. In großen Flüchtlingsunterkünften ist es dann auch noch schwierig für sie, dringend notwendige Informationen zu bekommen – zum Beispiel zum Asylverfahren, zu ihren grundlegenden Rechten oder gesundheitlichen Themen.

Das reach.out-Projekt von Ärzte der Welt bietet deshalb Workshops direkt in den Zentren an, um Geflüchtete zu informieren und zu stärken. Daneben bilden die Teams sogenannte Multiplikator*innen aus, die auch in Geflüchtetenunterkünften leben oder gelebt haben, um das erworbene Wissen weiterzureichen.

ÖFFENTLICH & POLITISCH WIRKEN

Obdachlos & unversichert

Auch 2024 haben wir mit unserem Gesundheitsreport dokumentiert, wer hierzulande keinen Zugang zu regulärer Gesundheitsversorgung hat und was die Gründe dafür sind, dass Hunderttausende medizinisch nicht behandelt werden. Der Bericht 2024 wirft ein Schlaglicht auf die gesundheitliche Versorgung obdachloser Menschen.

Wir zeigen, welche medizinische Versorgung diese Menschen brauchen, warum sie diese nicht bekommen und welche Maßnahmen benötigt werden, um deren gesundheitliche Versorgung zu verbessern.

ÖFFENTLICH & POLITISCH WIRKEN

In den (sozialen) Medien

Der Krieg im Nahen Osten, die finanziellen Kürzungen der Bundesregierung für humanitäre Hilfe und Entwicklungs­zusammenarbeit, eine unmenschliche Asylpolitik, die schlechte Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherung – dazu und zu weiteren Themen haben wir mit Politiker*innen debattiert und uns öffentlich geäußert.

DAS WORT ZUM SCHLUSS

Danke!

Ihre Großzügigkeit ist ein kostbares Geschenk. Ihr gebt uns Kraft und Entschlossenheit, Menschen medizinisch und psychologisch zu versorgen und uns politisch unermüdlich für eine gerechtere Welt einzusetzen