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Frauen in Haiti schauen besorgt nach oben
Nothilfe

Hurrikan Irma rast auf Haiti zu. Ärzte der Welt leistet Hilfe vor Ort.

Haiti nach dem Sturm

Der historische Wirbelsturm Irma ist in der Nacht über den Nordwesten Haitis hinweggepeitscht. Obwohl die Zerstörung geringer ausgefallen ist als von vielen befürchtet, kann die Bevölkerung noch nicht aufatmen.

Überschwemmungen und starke Winde haben die ohnehin schon angeschlagene Infrastruktur des regelmäßig von Naturkatastrophen heimgesuchten Landes zusätzlich geschwächt. Unter anderem wurde die Grenzbrücke zwischen Haiti und der Dominikanischen Republik weggespült. Viele Häuser wurden beschädigt.

Ärzte der Welt bleibt weiterhin wachsam und behält die Situation im Auge. Neben materieller Soforthilfe muss eine lückenlose medizinische Versorgung in den betroffenen Gebieten gewährleistet und dafür gesorgt werden, dass sich die Cholera nicht weiter ausbreitet.

„Unsere Erfahrung mit Hurrikan Matthew im vergangenen Jahr hat uns gezeigt, dass wir schnell handeln müssen, um einer weiteren Verbreitung von Cholera vorzubeugen“, sagt François De Keersmaeker, Direktor von Ärzte der Welt Deutschland. „Zusätzlich zu unseren bestehenden Gesundheitszentren werden wir mobile Klinken einsetzen. Wir stimmen uns eng mit anderen NGOs ab, damit die Menschen schnell Zugang zu sauberem Wasser bekommen, zum Beispiel, indem wir Wasserreinigungstabletten verteilen.“

Seit dem schweren Erdbeben 2010 kämpft Haiti mit einer Cholera-Epidemie

Nachdem  Matthew vor einem Jahr in Haiti wütete, war die Zahl der Infektionen gestiegen. Die Krankheit verbreitet sich vor allem dadurch, dass viele Menschen unter mangelhaften hygienischen Bedingungen in provisorischen Unterkünften wohnen und keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.

Ärzte der Welt arbeitet seit 1989 in Haiti, vor allem in den Bereichen Basisgesundheitsversorgung, Mutter- Kind-Gesundheit und Cholera-Prävention.