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Kindersprechstunde bei open.med München. Foto: Mike Yousaf

open.med München Patient*innen aus über 70 Ländern

open.med München Patient*innen aus über 70 Ländern

Menschen aus über 70 Ländern haben im vergangenen Jahr die Angebote von open.med München wahrgenommen. Besonders hoch war die Nachfrage bei Obdachlosen. Das Team zieht Bilanz.

In fast 3.000 Konsultationen haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Münchner Ärzte der Welt-Projekts im vergangenen Jahr 825 Klient*innen behnandelt und beraten. Eine große Herausforderung war die erhöhte Nachfrage bei wohnungslosen Menschen. Um darauf zu reagieren, sind die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen häufiger als im Vorjahr mit dem Behandlungsbus zur Notunterkunft in der Bayernkaserne gefahren. Auch ein von Ärzte der Welt und Dolmetscherinnen des Kooperationspartners Schiller 25 angebotener Gesundheitsabend stieß auf reges Interesse. Dort konnten sich wohnungslose Frauen zu medizinischen Themen informieren. Das open.med-Team will aufgrund der guten Resonanz in Zukunft ähnliche Veranstaltungen organisieren.

Finanzielle Lücke nach Abschaffung des städtischen Notfallfonds

Eine eigentlich positive politische Entwicklung bereitete den open.med-Mitarbeiter*innen allerdings Schwierigkeiten: Im Oktober 2018 hatte der Münchner Stadtrat die Einrichtung einer Clearingstelle beschlossen. Diese soll den Anspruch von Patientinnen und Patienten auf gesetzlichen Krankenversicherungsschutz klären und ihnen helfen, diese Ansprüche geltend zu machen. Darüber hinaus soll ein Gesundheitsfonds geschaffen werden. Anlässlich dieser Entscheidung wurde jedoch der Notfallfonds, aus dem in der Vergangenheit dringende Behandlungen von Menschen ohne geregelten Aufenthalt finanziert werden konnten, in einen Dauerzuschuss für open.med und andere Projekte umgewandelt. Da damit jedoch nicht alle Behandlungen bezahlt werden können und es noch viele Monate dauern wird, bis Clearingstelle und Gesundheitsfonds einsatzbereit sind, ist eine nur schwer zu füllende Lücke entstanden. 

Die meisten Patient*innen kommen aus der EU

Wie im Vorjahr kam etwa die Hälfte der Patienten und Patientinnen, die die offenen Praxis in München aufgesucht haben, aus anderen Ländern der europäischen Union und davon etwa ein Viertel aus Bulgarien. Die zweitgrößte Gruppe waren Deutsche mit einem Anteil von rund 14 Prozent. Insgesamt haben Menschen aus 71 Staaten Angebote von open.med wahrgenommen.

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick:
  • 2.928 Konsultationen (1.912 medizinisch, 854 sozial, 162 psychiatrisch/psychotherapeutisch)
  • 825 Klient*innen
  • 175 Überweisungen an unsere Fachärzt*innen aus dem Ärzte der Welt-Netzwerk
  • 264 Überweisungen an unser Kooperationslabor
  • 42 Personen konnten ins reguläre Gesundheitssystem integriert werden  

 

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