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Das Angebot von Ärzte der Welt umfasst eine allgemeinmedizinische sowie eine kinderärztliche Sprechstunde. Foto: Ärzte der Welt

Ärztliche Hilfe in München. Kostenlos und anonym.

München

1588
Konsultationen

im Jahr 2016

50
Einsätze

in sechs Gemeinschaftsunterkünften

922
Patienten

im Jahr 2016

Die Situation

Über 80.000 Menschen in Deutschland haben keine Krankenversicherung. Reguläre ärztliche Versorgung in Anspruch zu nehmen, ist für sie oft nicht möglich. In unserer Anlaufstelle open.med in München bieten wir Nichtversicherten medizinische Hilfe und soziale Beratung – kostenlos und auf Wunsch auch anonym.

Ursprünglich wurde open.med München gegründet, um Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus medizinisch zu versorgen. Inzwischen kommt fast ein Drittel der Patientinnen und Patienten aus der EU, vor allem aus Bulgarien und Rumänien.

Viele verdienen ihren Lebensunterhalt in gering qualifizierten Jobs oder in der Schattenwirtschaft.

Krankenkassenbeiträge können sich die wenigsten leisten. Auch immer mehr Deutsche nehmen unsere Hilfe in Anspruch – zum Beispiel Selbstständige, die nicht genug verdienen, um die Kassenbeiträge zu bezahlen.

 

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Ein Film über Geflüchtete und ehrenamtliche Mediziner in München

News

Patient im Münchner Behandlungsbus. Foto: Ärzte der Welt
03.08.2017

Als Ende 2015 immer mehr Geflüchtete nach München kamen, initierte Ärzte der Welt ein mobiles Projekt: Mit einem Behandlungsbus fuhren die Teams in Gemeinschaftsunterkünfte und boten medizinische Versorgung an. Hier unser Fazit des erfolgreichen Projekts und Empfehlungen aus unseren Erfahrungen.

Ärzte der Welt bietet in den Münchner Flüchtlingsunterkünften psychosoziale Unterstützung an. Foto: David Gohlke
28.04.2017

Die ehrenamtlich tätigen Psychiater/innen von Ärzte der Welt beobachten während psychiatrischer Sprechstunden in Sammelunterkünften von Flüchtlingen eine besorgniserregende Zahl von psychischen Krankheiten.

Nicht alle Menschen können sanktionslos von ihrem Recht auf Gesundheitsversorgung Gebrauch machen. | Foto: Mike Yousaf
07.04.2017

Zum Weltgesundheitstag am 7. April macht Ärzte der Welt darauf aufmerksam, dass Menschen ohne Papiere in Deutschland keinen oder nur einen erschwerten Zugang zum Gesundheitssystem haben. Zusammen mit der BAG Gesundheit/Illegalität setzt sich Ärzte der Welt für einen diskriminierungsfreien Zugang zum Gesundheitssystem für diese Menschen ein.

Neben der Allgemeinmedizinischen Sprechstunde gibt es bei open.med München Sprechstunden für Kinder und für Frauen, für chronisch und für psychisch Kranke. Ergänzend zur stationären Hilfe ist Ärzte der Welt mit einem Behandlungsbus unterwegs: Am Münchner Hauptbahnhof hilft unser Team Wohnungslosen und Tagelöhnern, Drogenkonsument(inn)en und Sexarbeiter(innen). Im Rahmen der psychosozialen Beratung helfen wir bei Fragen zur Krankenkasse und Unterbringung, zu Sozialleistungen und Antragstellungen. Eines unserer wichtigsten Ziele ist, die Patient(inn)en in das reguläre Gesundheitssystem zu integrieren.

Auf politischer Ebene setzt sich Ärzte der Welt dafür ein, dass allen in Deutschland lebenden Menschen medizinisch geholfen wird.

Im open.med-Team München arbeiten rund 35 ehrenamtliche Ärztinnen und Ärzte und medizinische Fachkräfte sowie zwei Hauptamtliche. Außerdem behandeln über 80 niedergelassene Mediziner(innen) die Patient(inn)en kostenlos in ihren Praxen.


"Café 104" bietet aufenthaltsrechtliche und psychosoziale Beratungsangebote - mit Durchgangstür zur open.med Praxis.
"Café 104" bietet aufenthaltsrechtliche und psychosoziale Beratungsangebote - mit Durchgangstür zur open.med Praxis.
  • Patientin Regine R. bei open.med

    Regine R.

    Regine R. litt während ihrer Schwangerschaft unter einer Psychose, die sie völlig aus der Bahn warf:

    Ich war instabil und antriebslos und konnte keinen klaren Gedanken fassen. Meine Energie war total am Boden. Da war einfach gar nichts mehr.

    Frau R. ist nicht krankenversichert. Zum Glück fand sie den Weg zu Ärzte der Welt. Dort wurde sie untersucht und erfolgreich behandelt. Inzwischen geht es ihr wieder gut, die Beziehung zu ihren Kindern ist stabil.

     

    Regine R.

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