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Hilfsbedürftige in der Ukraine. Foto: Ärzte der Welt

Ukraine: Krisenhilfe für Frauen und Kinder

Ukraine

Nothilfe
3,4
Millionen

Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen

66
Prozent

der Gesundheitseinrichtungen entlang der Line of Contact sind beschädigt

 

2,2
Millionen

Menschen haben keine oder nur eine eingeschränkte Gesundheitsversorgung

Die Situation

In der Ukraine herrscht seit Februar 2014 ein bewaffneter Konflikt, der durch eine fortschreitende Eskalation in den ostukrainischen Regierungsbezirken Donezk und Luhansk entstanden war. Die Kämpfe finden zwischen russischen und ukrainischen Truppen sowie Freiwilligenmilizen statt. Die prorussischen Kräfte kämpfen für die Abspaltung der zwei durch sie ausgerufenen Volksrepubliken Donezk und Luhansk von der Ukraine.

Seit Beginn der politischen und militärischen Krise ist die humanitäre Lage in beiden Provinzen der Donbas-Region Donesk und Luhansk alarmierend. Die große Mehrheit der 5,2 Millionen Einwohner leiden unter den sich rapide verschlechternden Lebensbedingungen. Der Anteil der Bevölkerung, der unter dem Existenzminumum lebt, ist seit 2014 erheblich gestiegen. Waren es vorher etwa ein Viertel der Bürgerinnen und Bürger, so sind es nun in Luhansk 74 Prozent und in Donetsk 66 Prozent der Menschen, die weniger als das Existenzminimum zur Verfügung haben.

Entlang der Kontaktlinie gibt es etwa 40 bewaffnete Auseinandersetzungen pro Tag.

Im Januar 2016 stieg die Zahl der Flüchtlinge in der Provinz Luhansk auf 215.000 Menschen - ein Drittel der Bevölkerung. In den Gebieten, die nicht von den Regierungen der beiden Donbas-Provinzen kontrolliert werden, brauchen 2,7 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Dazu kommen noch eine weitere Million Zivilisten, die zwischen den Fronten der beiden Konfliktparteien stehen. Die Mehrheit (rund drei Viertel) ist besonders vulnerabel und braucht spezielle Unterstützung. Hierzu zählen Menschen mit Behinderungen, mit chronischen Erkrankungen und ältere Menschen, letztere stellen etwa ein Drittel der verbliebenen Bevölkerung. Von den Patientinnen und Patienten von Ärzte der Welt sind 49 Prozent über 60 Jahre alt.

Verzweifelte Frau in Luhansk, Ukraine. Foto: Reuters
Verzweifelte Frau in Luhansk, Ukraine. Foto: Reuters

News

Die ukrainische Bevölkerung im Donbass ist schon jetzt medzinisch schlecht versorgt. Foto: Evgeniy Maloletka
07.04.2020

Auch in der Ukraine beeinflusst das Coronavirus das Leben der Bevölkerung bereits massiv. Besonders betroffen sind die Bewohner*innen der umkämpften ukrainischen Provinzen Donezk und Luhansk. Ärzte der Welt kooperiert mit den Gesundheitsbehörden, hilft mit medzinischem Material und Beratung über das Telefon.

Patientinnen in der Ostukraine in einer Gesundheitsstation. Foto: Ärzte der Welt
23.01.2020

Im Osten der Ukraine herrscht nach fünf Jahren immer noch Krieg, trotz des ausgehandelten Waffenstillstands. Erfahren Sie mehr über unseren Einsatz in dem Krisengebiet und helfen Sie mit Ihrer Spende.

Eine Frau in der Ostukraine. Foto: Evgeniy Maloletka
09.12.2019

Die Situation der Menschen in den umkämpften ukrainischen Gebieten Luhansk und Donezk dringend verbessern - dazu haben neun Nichtregierungsorganisationen, darunter Ärzte der Welt, terres des hommes und Save the Children, die Teilnehmenden des sogenannten Normandie-Gipfels aufgefordert. Das hochrangige Treffen findet am 9. Dezember in Paris statt.

Unsere Hilfe

Seit Juni 2015 arbeitet ein Team von Ärzte der Welt in der Provinz Luhansk. Die Mitarbeiter bieten der betroffenen Bevölkerung einen Zugang zu primärer, sexueller und reproduktiver Gesundheitsversorgung und zu psychosozialer Unterstützung. Medizinisches Personal wird geschult und fortgebildet. Ärzte der Welt verfügt über zwei mobile medizinische Einheiten, die im staatlich kontrollierten Bereich tätig sind, um bestehende

Gesundheitszentren zu unterstützen und ihnen bei der Verwaltung zu helfen. Derzeit wird eine weitere mobile Einheit in Donetsk eingerichet. Die mobilen Kliken in beiden Regierungsbezirken werden mit Medikamenten und medizinischem Material ausgestattet. Um die psychische Gesundheit der Bevölkerung zu stärken, führen die Teams gemeindebasierte Programme durch.

 

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt unterstützt.

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