Jetzt Spenden

Hilfsbedürftige in der Ukraine. Foto: Ärzte der Welt

Ukraine: Krisenhilfe für Frauen und Kinder

Ukraine

Nothilfe
40
Prozent

der Fachärzt*innen fehlen.

66
Prozent

der Gesundheitseinrichtungen entlang der Line of Contact sind beschädigt.

 

2,2
Millionen

Menschen haben keine oder nur eine eingeschränkte Gesundheitsversorgung

 

Die Situation

In der Ukraine herrscht seit Februar 2014 ein bewaffneter Konflikt, entstanden durch eine fortschreitende Eskalation in den ostukrainischen Regierungsbezirken Donezk und Luhansk. Die Kämpfe finden zwischen ukrainischen Regierungsoldaten und pro-russischen Kräften statt. Die pro-russischen Separatisten kämpfen für die Abspaltung der zwei durch sie ausgerufenen Volksrepubliken Donezk und Luhansk von der Ukraine.

Seit Beginn der politischen und militärischen Krise ist die humanitäre Lage in beiden Provinzen der Donbas-Region Donesk und Luhansk alarmierend. Die große Mehrheit der 5,2 Millionen Einwohner leiden unter den sich rapide verschlechternden Lebensbedingungen. Der Anteil der Bevölkerung, der unter dem Existenzminumum lebt, ist stark gestiegen.

Covid-19 als weitere Herausforderung

Auch die Coronapandemie hat das osteuropäische Land schwer getroffen. Schon vor der Pandemie litt die vom Konflikt betroffene Bevölkerung unter großen Belastungen: Es mangelt an Gesundheitspersonal, denn etwa 40 Prozent der (Fach-)Ärzt*innen fehlen. Es gibt zu wenige Apotheken und keine ausreichenden öffentlichen Verkehrsmittel, um Gesundheitszentren zu erreichen. Medizinische Einrichtungen sind durch Beschuss beschädigt oder in schlechtem Zustand und viele Menschen haben kaum genügend finanzielle Mittel, um Medikamente oder Arztbesuche zu bezahlen.

Verzweifelte Frau in Luhansk, Ukraine. Foto: Reuters
Verzweifelte Frau in Luhansk, Ukraine. Foto: Reuters

News

Eine Ärzte der Welt-Ärztin in Novoluhanske. Foto: Ärzte der Welt
05.08.2021

Ein Film des Ärzte der Welt-Teams zeigt die Herausforderungen und Aufgaben, mit denen unsere psychologischen und medizinischen Fachleute in der Ostukraine täglich konfrontiert sind.

30.07.2021

Als einzige Vertreterin einer Nichtregierungsorganisation hatte Ärzte der Welt-Landeskoordinatorin Irina Maslovskaya die Gelegenheit, den UN-Mitgliedsstaaten über die humanitäre Situation in der Ukraine zu berichten.

Eine ukrainische Patientin von Ärzte der Welt
12.02.2021

Als einzige Vertreterin einer NGO hat die Ärzte der Welt-Generalkoordinatorin in der Ukraine Irina Maslovskaya bei einem virtuellen Briefing der UN-Mitgliedsstaaten über die humanitäre Situation in dem Land gesprochen. Dabei formulierte sie auch Forderungen an die internationale Gemeinschaft.

Unsere Hilfe

Seit Juni 2015 ist Ärzte der Welt in der Urkaine aktiv. Ärzte der Welt konzentriert sich auf die Bereitstellung von Gesundheitsdiensten für die Bevölkerung, die in den Regionen Luhansk und Donezk in der Nähe der Kontaktlinie lebt. Das geschieht sowohl in dem von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiet (GCA, government controlled area), als auch in dem nicht von der Regierung kontrollierten Gebiet (NGCA) jenseits der Kontaktlinie. In den von der Regierung kontrollierten Gebiet bietet Ärzte der Welt allgemeine medizinische Behandlungen, Maßnahmen zur psychischen Gesundheit und psychosoziale Unterstützung sowie Sprechstunden zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit für die am meisten gefährdete Bevölkerung an. Das Hauptanliegen von Ärzte der Welt ist die Stärkung des lokalen Gesundheitssystems. In Luhansk NGCA unterstützt Ärzte der Welt Krankenhäuser, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen mit wichtigen lebensrettenden medizinischen Hilfsgütern, um denjenigen zu helfen, die am schwierigsten zu erreichen sind. 

 

Förderung von Auswärtigem Amt und BMZ

Das Projekt ist ein sogenanntes Nexus-Projekt, das vom Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt wird. Ziel ist die Vernetzung von Humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit, um Wirksamkeit und die Relevanz der Hilfe nachhaltig zu erhöhen. Der Fokus des Auswärtigen Amt liegt hierbei auf der Humanitären Hilfe: Sie konzentriert sich vor allem auf die Bereitstellung von Basisgesundheitsversorgung, psychischer Gesundheit sowie sexueller und reproduktiver Gesundheitsdienstleistungen. Ziel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist, die lokalen Gesundheitsstrukturen zu befähigen, diese Dienstleistungen in das öffentliche Gesundheitssystem zu überführen. Die konfliktbetroffenen Gemeinden sollen bei der Entwicklung von Selbsthilfe-Initiativen unterstützt werden.

Durch die Nexus-Finanzierung soll somit langfristig und nachhaltig sowohl der Zugang zu Basisgesundheitsdienstleistungen bereitgestellt als auch das öffentliche Gesundheitssystem verbessert werden.

 

 

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt.

 

 

 

 

 

Ihre Unterstützung

Spenden

Helfen Sie mit!

Arbeiten Sie mit!

Unsere Stellenangebote.

Informieren

Unser Newsletter.