Ukraine: Krisenhilfe für Frauen und Kinder

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Hilfsbedürftige in der Ukraine. Foto: Ärzte der Welt

Ukraine: Krisenhilfe für Frauen und Kinder

Ukraine-Krieg

Nothilfe
Über 5
Millionen

Menschen sind seit dem 24.2.2022 aus der Ukraine geflohen.

Über 7,7 Mio
Menschen

mussten innerhalb der Ukraine fliehen.

 

15,7
Millionen

Menschen in der Ukraine sind derzeit auf humanitäre Hilfe angewiesen (Quelle: OCHA).

 

Die Situation

Ihre Unterstützung ist von entscheidender Bedeutung, damit unsere Teams den Menschen helfen können, die von dem bewaffneten Konflikt betroffen sind. Ärzte der Welt wird alles daran setzen, den Menschen schnellstmöglich zu helfen.
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Raketen, die in Wohnhäuser einschlagen, Menschen, die sich in Kellern und U-Bahntunneln in Sicherheit bringen oder verzweifelt versuchen, das Land zu verlassen: Das Leid der Bevölkerung durch die Eskalation des Krieges in der Ukraine ist unermesslich. Noch ist nicht abzusehen, wann und wie es endet.

Inzwischen sind 12 Millionen Menschen in der Ukraine auf humanitäre Hilfe angewiesen. Allein in den ersten zehn Tagen nach Ausbruch des Krieges sind laut UN etwa 1,5 Millionen Menschen geflohen. Inzwischen sind immer mehr Menschen auf der Flucht.

Die Gesundheitsversorgung verschlechtert sich rapide, zudem werden immer mehr Raketenangriffe auf Krankenhäuser bestätigt.

Ältere Menschen leiden besonders

Schon vor den von Beobachter*innen als „Zeitenwende“ bezeichneten Ereignissen im Februar 2022 litten vor allem die Menschen im Osten des Landes unter enorm belastenden Lebensbedingungen. Rund die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen in den Provinzen Donezk und Luhansk waren aufgrund der seit 2014 andauernden bewaffneten Auseinandersetzung zwischen dem ukrainischen Militär und von Russland unterstützten Separatisten bereits beschädigt oder nicht voll betriebsfähig. Außerdem herrscht ein massiver Fachkräftemangel - viele medizinische Fachleute sind geflohen. Die Krankenhäuser sind ungenügend ausgestattet.In der Region lebt eine große Zahl an älteren, chronisch kranken Menschen. Sie haben Probleme, an nötige Medikamente zu kommen – weil sie sich diese nicht leisten können oder weil es nicht genügend Apotheken in erreichbarer Nähe gibt. Diese Missstände nehmen nun von Tag zu Tag zu.

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Bleiben, wenn andere gehen

News

Eine Psychologin von Ärzte der Welt im Gespräch mit einer Patientin in Bucha. Foto: Pietro Chekal
27.09.2022

Trotz einiger Rückschläge bombardiert und beschießt das russische Militär weiterhin ukrainische Städte und Dörfer – auch Mitarbeitende von Ärzte der Welt sind davon betroffen. Dennoch setzen die Teams ihre Arbeit so gut es geht fort. Ein Update über die jüngsten Aktivitäten.

 

Patientinnen warten in einem ukrainischen Krankenhaus. Foto: Pietro Chekal
01.09.2022

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine hat Ärzte der Welt sein Projekt in dem Land komplett umgestellt und ausgeweitet. Erfahren Sie hier den neuesten Stand unserer Arbeit.

Patient*innen warten in einer ukrainischen Gesundheitseinrichtung. Foto: Pietro Chekal
15.08.2022

Das Gesundheitssystem in der Ukraine leidet massiv unter Bomben, Beschuss und der kriegsbedingten Isolation. Ein Update zur Lage und wie Ärzte der Welt unterstützt.

Unsere Hilfe

Wir passen unsere Aktivitäten laufend der sich aktuell ständig ändernden Situation in der Ukraine an. Für tagesaktuelle Informationen zu unserer Arbeit in der Ukraine beachten Sie bitte die Nachrichten auf unserer Startseite und unseren Social-Media-Kanälen.

Seit Juni 2015 ist Ärzte der Welt in der Ukraine aktiv. Vor Februar 2022 konzentrierten sich die Aktivitäten auf die Bereitstellung von Gesundheitsdiensten für die Bevölkerung, die in den Regionen Luhansk und Donezk in der Nähe der Kontaktlinie lebt. Die Teams arbeiteten sowohl in dem von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiet (GCA, government controlled area), als auch in dem nicht von der Regierung kontrollierten Gebiet (NGCA, non-government controlled area) jenseits der Kontaktlinie.

In den von der Regierung kontrollierten Gebiet (GCA) bot Ärzte der Welt allgemeine medizinische Behandlungen, Maßnahmen zur psychischen Gesundheit und psychosoziale Unterstützung sowie Sprechstunden zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit für die am meisten gefährdete Bevölkerung an. Das Hauptanliegen von Ärzte der Welt ist die Stärkung des lokalen Gesundheitssystems. In Luhansk NGCA unterstützte Ärzte der Welt Krankenhäuser, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen mit wichtigen lebensrettenden medizinischen Hilfsgütern, um denjenigen zu helfen, die am schwierigsten zu erreichen sind.

 

Was Sie tun können

 

Auch wenn das Projekt ohne die Förderung des Auswärtigen Amts und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung nicht durchführbar wäre, benötigen wir zusätzlich dringend Ihre Unterstützung – für unsere EinsätzeMedikamente und medizinisches Material.
Bitte spenden Sie, damit wir unseren Patient*innen in der Ukraine gerade in dieser belastenden Situation helfen können.

 

Förderung von Auswärtigem Amt und BMZ

Das Projekt ist ein sogenanntes Nexus-Projekt, das vom Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt wird. Ziel ist die Vernetzung von Humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit, um Wirksamkeit und die Relevanz der Hilfe nachhaltig zu erhöhen. Der Fokus des Auswärtigen Amt liegt hierbei auf der Humanitären Hilfe: Sie konzentriert sich vor allem auf die Bereitstellung von Basisgesundheitsversorgung, psychischer Gesundheit sowie sexueller und reproduktiver Gesundheitsdienstleistungen. Ziel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist, die lokalen Gesundheitsstrukturen zu befähigen, diese Dienstleistungen in das öffentliche Gesundheitssystem zu überführen. Die konfliktbetroffenen Gemeinden sollen bei der Entwicklung von Selbsthilfe-Initiativen unterstützt werden.

Durch die Nexus-Finanzierung soll somit langfristig und nachhaltig sowohl der Zugang zu Basisgesundheitsdienstleistungen bereitgestellt als auch das öffentliche Gesundheitssystem verbessert werden.

 

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