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Ein Junge im Jemen läuft über Trümmer
Nothilfe

Drei Jahre Krieg im Jemen

Drei Jahre Krieg im Jemen

Die vorläufige Bilanz des Krieges im Jemen: Ein festgefahrener Konflikt und eine Bevölkerung in Geiselhaft.

Am 26. März jährte sich zum dritten Mal die Intervention der von Saudi Arabien angeführten Koalition zur Unterstützung der „offiziellen“ Regierung des Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi gegen die Huthi-Rebellen, die den nördlichen Teil des Jemens kontrollieren. Bisher ist es nicht gelungen, die Huthi zu stürzen. Stattdessen haben sich die Lebensbedingungen der jemenitischen Bevölkerung dramatisch verschlechtert.

Die schrecklichen Folgen des Konflikts:

  • Mehr als 10.000 Tote
  • Von den 29 Millionen Jemeniten benötigen 22,2 Millionen humanitäre Hilfe
  • Mehr als 2 Millionen Vertriebene
  • 18 Millionen Menschen sind von Ernährungsunsicherheit betroffen
  • Fast 2 Millionen unterernährte Kinder unter 5 Jahren
  • 16 Millionen Menschen ohne Zugang zu Gesundheitsdiensten
  • Einer der schwersten Cholera-Ausbrüche, der jemals registriert wurde, mit über einer Million Verdachtsfällen
Kollektive Bestrafung von Zivilisten durch Blockade und Bombardierungen

Saudi-Arabien und seine Verbündeten blockieren das Land, vor allem die nördlichen Gebiete, zum Teil vollständig, was einer kollektiven Bestrafung der Bevölkerung gleichkommt.

„Die Blockade hat verheerende Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Handel mit dem Ausland ist kaum noch möglich. Die Flug- und Seehäfen der Hauptstadt Sana’a sind geschlossen. Humanitäre Helfer kämpfen darum, ins Land gelassen zu werden. Die Wirtschaft ist nach und nach zusammengebrochen, Beamte werden seit September 2016 nicht mehr bezahlt. Ganz zu schweigen von den massiven Luftangriffen, die die Bevölkerung zusätzlich gefährden. Die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen sind nicht mehr betriebsfähig,“ sagt Jean-François Corty, Leiter der internationalen Programme bei Ärzte der Welt-Frankreich.

Angesichts des Leidens der Zivilbevölkerung haben mehrere europäische Länder, darunter Deutschland, Belgien und Norwegen, ihre Waffenlieferungen an Saudi Arabien eingestellt. Das europäische Parlament hatte sich bereits in einer Resolution vom 25. Februar 2016 für ein europäisches Waffenembargo für das Land ausgesprochen.

Ärzte der Welt ist seit 2007 im Jemen aktiv und hat mehrfach die Blockade und die Bombardierung von Zivilisten verurteilt und die Einhaltung des humanitären Völkerrechts gefordert.

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