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Hoffnung nach der Verwüstung

 

Neustart in den befreiten Gebieten der Ukraine.
Die Häuser sind zerstört, Straßen unbefahrbar und die Stadt ist nahezu verwaist. Fast apokalyptisch sehen die ukrainischen Orte und Städte nach der Vertreibung der russischen Truppen aus.

Über ein Jahr, seit Anfang März 2022, waren die Gebiete in der Oblast Donezk rund um Welyka Nowosilka besetzt. Der Ort selbst war lange Zeit Teil der Frontlinie und damit unter Dauerbeschuss. Circa 90 Prozent der Stadt sind zerstört. „Alle Häuser sind ausgebrannt, auch die Gesundheitsstationen und Krankenhäuser sind zerstört. Wir hatten alle Gebäude vor dem Krieg renoviert, wir hatten alle Geräte und neue Einrichtung angeschafft, die Gebäude erweitert. Nichts ist mehr da“, erzählt uns Tetiana Yermakovych, Chefärztin des Gesundheitsbezirks.

Vor dem Krieg war Welyka Nowosilka ein beschauliches Dorf mit einer starken Gemeinschaft. Doch der Großteil der Menschen hat die Gegend verlassen. Diejenigen, die geblieben sind, leben in Kellern oder Luftschutzbunkern.

5.000 Menschen mit Medikamenten und Material versorgt

Sobald es die Sicherheitslage zuließ, hat Ärzte der Welt Medikamente sowie medizinisches Equipment und Verbrauchsmaterialien in die befreiten Gebiete der Oblast Donezk geliefert. Aktuell gibt es in der Region vier Gesundheitsstationen mit Allgemeinmediziner*innen und Pflegekräften. Sie sind weit genug von der Frontlinie entfernt, um vor Gefechtshandlungen sicher zu sein.

Unsere Lieferungen kommen hier nun regelmäßig an. Auch für die Menschen, die das Gebiet verlassen haben, packen wir medizinische Kits mit Basismedikamenten zusammen, um sie zu verteilen. Auch bei besonderen Bedürfnissen wie chronische Krankheiten, wie beispielsweise Diabetes, ist nun sichergestellt, dass unsere Medikamente die Patient*innen erreichen.

Rückkehr in die befreiten ukrainischen Gebiete

Die Menschen stehen nun vor einigen Herausforderungen: Sie müssen ihre Traumata bewältigen und es schaffen, ihre Stadt nach diesen schwierigen Monaten wieder zu gestalten und bewohnbar zu machen.

Dass sie bald zurückkehren werden, glaubt die Ärztin nicht: „Es ist unsicher. Und es gibt nichts, zu dem man zurückkehren kann. Es gibt keinen Strom, kein Gas, kein Wasser. Es gibt keine Möglichkeit zu leben.“ Doch sobald sich die Lage wieder stabilisiert, rechnet sie damit, dass besonders die älteren Einheimischen zurückkommen werden.

Die Geflüchteten leben derzeit in Notunterkünften und Wohnheimen verteilt auf andere Städte in der Ukraine. Viele erzählen uns, sie wollen in ihre Dörfer, ihre Heimat zurück, sobald sich die Gelegenheit ergibt. „Auch ich würde wirklich gerne wieder nach Hause, meine Wohnung ist nur teilweise beschädigt. Wenn man uns beim Wiederaufbau helfen würde, kommen auch wieder die Bewohner*innen“, ist sich Tetiana Yermakovych sicher.

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