Menschen im Schutzanzug in einem Ebola-Treatmentcenter während eines Ebola-Ausbruchs in Sierra Leone.

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Ebola-Ausbruch in der DR Kongo

Am 16. Mai 2026 meldete das Gesundheitsministerium der Demokratischen Republik Kongo 136 Todesfälle und 543 Verdachtsfälle im Zusammenhang mit dem Ebola-Virus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Situation als Gesundheitsnotstand von internationaler Tragweite ein. Es wird angenommen, dass der Ausbruch bereits vor mehreren Monaten begonnen hat und ein hohes Risiko für eine schnelle Ausbreitung besteht, auch über die Landesgrenzen hinaus, und dass schon jetzt deutlich mehr Menschen davon betroffen sind, als bekannt.

Ärzte der Welt ist in der Region Nord-Kivu, in Goma und Mweso, aktiv. Wir passen unsere Maßnahmen kontinuierlich an, um unsere Teams zu schützen und die medizinische Versorgung der betroffenen Bevölkerung sicherzustellen. Wir haben langjährige Erfahrung in der Bekämpfung von Ebola in Westafrika – unter anderem im Osten der DR Kongo 2019, in Sierra Leone 2015 und in der Elfenbeinküste 2014. Dort haben wir in den vergangenen Jahren Gesundheitsstrukturen unterstützt, Personal im Umgang mit Infektionskrankheiten geschult und Material zur Prävention und Versorgung bereitgestellt – oft in Regionen, in denen der Zugang zu medizinischer Hilfe stark eingeschränkt ist.

Zwei Mitarbeiter*innen von Ärzte der Welt vor einem Ebola-Treatmentcenter in Sierra Leone.
© Nick Harvey

Gefahr der Ausbreitung ist hoch

Der Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ist bereits seit Jahren von bewaffneten Konflikten und einer schweren humanitären Krise geprägt. Nun verschärft ein erneuter Ebola-Ausbruch die Lage weiter. Es ist bereits der 17. Ausbruch im Land seit der Entdeckung des Virus im Jahr 1976. Besonders besorgniserregend ist das mögliche Auftreten der Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus. Für diese Form gibt es bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung. Die Sterblichkeitsrate liegt schätzungsweise zwischen 40 und 90 Prozent.

Nach bereits bestätigten Fällen in Uganda wächst die Sorge vor einer regionalen Gesundheitskrise. Eine Ausbreitung in Nachbarländer wie Ruanda, Burundi und Tansania gilt als wahrscheinlich, insbesondere aufgrund der hohen Bevölkerungsbewegungen in der Provinz Ituri, dem aktuellen Epizentrum des Ausbruchs. Diese Bewegungen stehen in engem Zusammenhang mit den anhaltenden Konflikten in der Region.

Um eine weitere Verbreitung des Virus einzudämmen, haben mehrere Nachbarstaaten bereits Maßnahmen ergriffen: Grenzschließungen und verstärkte Gesundheitskontrollen sollen helfen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und das Risiko einer Ausbreitung zu verringern.

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Was ist Ebola?

Das Ebola-Fieber ist eine seltene, aber hochgefährliche Infektionskrankheit, die durch das Ebolavirus ausgelöst wird. Sie gehört zu den sogenannten hämorrhagischen Fiebern und kann Symptome wie hohes Fieber, Erbrechen, Durchfall und innere Blutungen verursachen. Die Erkrankung verläuft häufig schwer und ist lebensbedrohlich.

Das Virus wurde erstmals 1976 bei Ausbrüchen im heutigen Südsudan und in der Demokratischen Republik Kongo entdeckt. Benannt wurde es nach dem Fluss Ebola. Seitdem kommt es immer wieder zu Ausbrüchen, vor allem in Ländern südlich der Sahara.

Ebola ist hochansteckend und verbreitet sich vor allem durch direkten Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten. Die Eindämmung ist oft schwierig, da Ausbrüche häufig in Regionen mit begrenztem Zugang zu medizinischer Versorgung stattfinden. Maßnahmen wie schnelle Isolation von Erkrankten, Kontaktverfolgung und sichere Bestattungen sind entscheidend, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Unsere Maßnahmen gegen die weitere Übertragung und Ausbreitung von Ebola

Um die Ausbreitung von Ebola wirksam einzudämmen, passt Ärzte der Welt seine Arbeit vor Ort konsequent an. Im Mittelpunkt steht der Schutz unserer Patient*innen und Mitarbeiter*innen sowie die Aufrechterhaltung einer sicheren Gesundheitsversorgung. Diese kombinierten Maßnahmen sind entscheidend, um Infektionen frühzeitig zu erkennen, die Weiterverbreitung zu verhindern und die medizinische Versorgung der betroffenen Bevölkerung sicherzustellen:

Strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen

  • „No-Touch“-Policy
  • verpflichtendes Tragen von Masken
  • Temperaturkontrollen
  • regelmäßiges Händewaschen und Desinfektion mit chlorhaltigen Lösungen

Sichere Patientenaufnahme und Triage

  • Früherkennung von Symptomen direkt beim Eintreffen
  • Sofortige Isolation von Verdachtsfällen, um Infektionsketten schnell zu unterbrechen

Anpassung der Versorgungsstrukturen

  • Einrichtung von Behandlungsbereichen außerhalb der Hauptgebäude
  • Klare Trennung von Patient*innen durch räumliche Abgrenzungen

Kontaktverfolgung

  • Stärkung von Monitoringsystemen
  • Nachverfolgung von Kontakten, um die Ausbreitung des Virus gezielt einzudämmen

Koordniation mit Partnerorganisationen

  • Zusammenarbeit mit lokalen Gesundheitsbehörden, der WHO und anderen Organisationen, um Maßnahmen abzustimmen und wirksam umzusetzen

Aufklärung der Bevölkerung

  • Information über Symptome und Übertragungswege
  • Bekämpfung von Fehlinformationen
  • Förderung der Meldung von Verdachtsfällen

Unsere Arbeit in der DR Kongo

Ärzte der Welt ist seit 1994 in der Demokratischen Republik Kongo aktiv und arbeitet derzeit in Kinshasa, Nord-Kivu und Tanganjika. Ziel ist es, den Zugang zu medizinischer Versorgung für besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen zu verbessern, vor allem in Regionen, die von Konflikten und Vertreibung betroffen sind.

In der Provinz Tanganjika unterstützt Ärzte der Welt die Gesundheitsversorgung in mehreren Gesundheitszonen, darunter Kalemie, Niemba und Nyunzu. Dabei stehen sowohl die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung als auch von Binnenvertriebenen im Fokus.

Die Programme von Ärzte der Welt umfassen vor allem:

  • Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung: Unterstützung von Gesundheitszentren mit Medikamenten, medizinischem Material und Ausrüstung
  • Behandlung und Prävention von Mangelernährung
  • Sexuelle und reproduktive Gesundheit: Versorgung von Frauen und Mädchen, inklusive Geburtshilfe

Darüber hinaus setzt Ärzte der Welt mobile Teams ein, die flexibel auf Krisen reagieren können. Sie kommen insbesondere bei Bevölkerungsbewegungen, Epidemien oder Naturkatastrophen zum Einsatz und helfen dabei, die medizinische Versorgung auch unter schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten.

Geringe Verwaltungskosten: Knapp 90 % Ihrer Spende fließen in die Projektarbeit.

Wir arbeiten mit lokalen Teams und Partnerorganisationen. Dadurch stärkt Ihre Spende das Wissen und die Strukturen vor Ort.

Über die Soforthilfe hinaus: Unsere Projekte sind langfristig angelegt und zielen auf eine dauerhafte Wirkung. Sodass die medizinische Versorgung bleibt, wenn wir gehen.

DR Kongo: Menschen in Schutzkleidung sitzen um einen Tisch.

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Sie haben Fragen? Mein Team und ich sind für Sie da!

Claire Tilmann vom Team der Ärzte der Welt

Claire Tillmann

Teamleitung Spenderservice

Tel: +49 (0)89 45 23 081-23

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Unsere Antworten auf Ihre häufigsten Fragen zu Ebola

Zu Beginn treten oft Beschwerden auf wie Fieber, Müdigkeit, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen.
Im weiteren Verlauf kann es zu schweren Symptomen kommen, darunter:

  • Durchfall und Erbrechen
  • Blutungen (z. B. aus Mund, Nase, Magen-Darm-Trakt)
  • Hautveränderungen und Schluckbeschwerden
  • neurologische Symptome wie Verwirrtheit oder Krampfanfälle

Eine schwere Gerinnungsstörung bedingt einen sogenannten hämorrhagischen Schock. Dieser kann zu Organ- und Kreislaufversagen und dadurch zum Tod führen.

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) wird Ebola in erster Linie symptomatisch behandelt, das heißt, die Beschwerden werden gezielt gelindert und der Körper stabilisiert:

  • Stabilisierung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts sowie des Blutzuckers
  • Intensivmedizinische Betreuung, um lebenswichtige Funktionen zu sichern

Seit 2020 gibt es zudem spezielle Antikörper-Therapien gegen die Zaire-Variante des Ebola-Virus, die die Überlebenschancen verbessern können. Diese sind jedoch in Deutschland bisher nicht zugelassen.

Für andere Virusvarianten – wie die derzeit relevante Bundibugyo- oder Sudan-Variante – gibt es aktuell keine zugelassenen spezifischen Medikamente. Entsprechende Wirkstoffe befinden sich noch in der Entwicklung.

Ebola wird zunächst von Tieren auf Menschen übertragen, vor allem durch Kontakt mit infizierten Fledertieren oder anderen Wildtieren sowie deren Körperflüssigkeiten oder Fleisch. Von Mensch zu Mensch erfolgt die Ansteckung über direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut, Speichel, Urin oder Stuhl. Besonders gefährdet sind enge Kontaktpersonen und Pflegende. Eine Übertragung über die Luft gilt als sehr unwahrscheinlich.

Erkrankte sind ansteckend, solange Symptome bestehen und sich Viren im Blut befinden. Die Ansteckungsgefahr ist meist zum Ende der Krankheit am höchsten, da dann die Viruslast am höchsten ist. In der Regel endet sie einige Tage nach Abklingen der Symptome. Allerdings kann das Virus in bestimmten Körperflüssigkeiten, etwa im Sperma, noch mehrere Monate nachweisbar und übertragbar sein.

Ja, es gibt Impfstoffe gegen bestimmte Ebola-Virusarten, vor allem gegen die sogenannte Zaire-Variante, die frühere große Ausbrüche verursacht hat.

Für die vermutlich aktuell relevante Bundibugyo-Variante gibt es jedoch noch keinen zugelassenen Impfstoff. Entsprechende Impfstoffe befinden sich bislang erst in der Forschung und wurden noch nicht am Menschen getestet.

Bestehende Impfstoffe könnten möglicherweise einen begrenzten Schutz bieten, ihre Wirksamkeit gegen diese Variante ist jedoch nicht ausreichend belegt.

Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt das Risiko einer Ebola-Ausbreitung in Deutschland als sehr gering ein.

Zwar kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass eine infizierte Person während der Inkubationszeit nach Deutschland einreist und hier erkrankt. In einem solchen Fall könnten enge Kontaktpersonen angesteckt werden.

Eine weitere Ausbreitung in der Bevölkerung gilt jedoch als äußerst unwahrscheinlich, da in Deutschland umfassende Maßnahmen zur schnellen Erkennung, Isolierung und Behandlung von Fällen sowie zur Unterbrechung von Infektionsketten vorhanden sind.