Eine Mitarbeiterin von Ärzte der Welt steht vor einer Schlange aus Frauen und Kindern im Libanon. © Ärzte der Welt

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Medizinische Hilfe für Gaza, Libanon, Syrien, Irak

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Krieg im Nahen Osten: Zivilbevölkerung im Kreuzfeuer

Seit dem Beginn der israelischen und US-amerikanischen Luftangriffe im Iran am 28. Februar sind Tausende Zivilist*innen betroffen. Auch die darauf folgenden iranischen Vergeltungsangriffe in mehreren Ländern des Nahen Ostens, wie beispielsweise im Libanon, bringen erneut Leid über Menschen, die seit Jahren mit Konflikten, Vertreibung und ständiger Unsicherheit leben müssen.

Ärzte der Welt ist seit Jahren in Nahost aktiv. Die derzeitige Entwicklung des Konflikts lässt katastrophale Folgen für das Leben und die Gesundheit vieler Zivilist*innen befürchten. Mehr als zwölf Länder sind von der Krise betroffen. Unsere Teams sind vor Ort und verstärken die Maßnahmen in der Gesundheitsversorgung.

„Wir beobachten die humanitäre Lage auch der iranischen Zivilbevölkerung aufmerksam und prüfen Möglichkeiten, sie in den Nachbarländern sowie im Iran selbst zu unterstützen.“

Caroline Bedos Esteban, Leiterin des Nahost-Referats bei Ärzte der Welt in Frankreich

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Unsere Nothilfe nach der weiteren Eskalation im Nahen Osten

Wir sind in mehreren Ländern der Region präsent: Libanon, Palästinensische Gebiete inklusive Gaza, Syrien, Jemen und Irak – bis heute sind alle unsere Mitarbeiter*innen sicher.

  • In Gaza setzen wir alles daran, unsere wesentlichen Aktivitäten, insbesondere in Kliniken, aufrechtzuerhalten. Doch die Hilfe wird weiterhin behindert und so bleibt sie unzureichend, während der Bedarf enorm ist.
  • Die Bombardierungen im Libanon führen zur Vertreibung der Bevölkerung. Selbst in den dicht besiedelten Stadtvierteln Beiruts wurden Wohngebäude getroffen und zerstört. Viele Menschen werden getötet und verletzt. Und auch psychisch ist das eine enorme Belastung. Unsere Teams sind vor Ort und versorgen die Menschen in drei Gesundheitszentren und mit mehreren mobilen Teams.
  • In der Türkei kommen an der Grenze zum Iran immer mehr Geflüchtete an, Schätzungen zufolge 2.000 am Tag. Unsere Teams sind vor Ort und verstärken ihre Maßnahmen entsprechend.
  • Auch an der iranisch-armenischen Grenze stehen unsere Teams bereit, um iranischen Zivilist*innen zu helfen.

Unsere Forderungen im Nah-Ost-Konflikt:

Der Schutz der Bevölkerung muss Vorrang haben!

Wir fordern den umfassenden Schutz von Zivilist*innen, humanitären Helfer*innen und kritischer ziviler Infrastruktur (einschließlich Krankenhäusern, Schulen und Wassersystemen).

Humanitäre Hilfe darf niemals an Bedingungen geknüpft oder politisiert werden.

Die Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung müssen Vorrang vor allen anderen Erwägungen haben.

Achtung des humanitären Völkerrechts

Wir fordern die strikte Achtung des humanitären Völkerrechts durch alle beteiligten Parteien.

Palästinensische Gebiete

Nour Z. Jarada

Nour Z. Jarada, Psychologin von Ärzte der Welt in Gaza
privat

„Wir schliefen auf dem Boden im Al-Shifa-Krankenhaus in Gaza in der Nähe meines Hauses. Wie auch Hunderte andere eilten wir dorthin, sobald der Beschuss intensiver wurde oder die umliegenden Häuser bedroht wurden, in der Überzeugung, dass wir in Sicherheit sein würden.

Als ich dort saß, dachte ich …

Als ich dort saß, dachte ich daran, dass wir ein paar Tage zuvor mit dem Team von Ärzte der Welt, das Programme für psychische Gesundheit anbietet, dorthin gefahren waren, um psychologische Hilfe zu leisten. Nur wenige Monate zuvor hatten wir medizinische Teams, darunter Ärzt*innen, Krankenpfleger*innen und Psycholog*innen, geschult. Wir waren zufrieden mit den Ergebnissen.

Ich erinnerte mich an unsere beruflichen Gespräche, während ich mich fragte, wie es soweit kommen konnte, dass ich hierher fliehen muss.“

Nour Z. Jarada, Psychologin von Ärzte der Welt in Gaza

Eine Frau mit Kind und eine Mitarbeiterin von Ärzte der Welt im Libanon. © Ärzte der Welt

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Geringe Verwaltungskosten: Knapp 90 % Ihrer Spende fließen in die Projektarbeit.

Wir arbeiten mit lokalen Teams und Partnerorganisationen. Dadurch stärkt Ihre Spende das Wissen und die Strukturen vor Ort.

Über die Soforthilfe hinaus: Unsere Projekte sind langfristig angelegt und zielen auf eine dauerhafte Wirkung. Sodass die medizinische Versorgung bleibt, wenn wir gehen.

Unsere Hilfe und Wirkung im Nahen Osten

Ärzte der Welt ist in mehreren Ländern im Nahen Osten im Einsatz und passt sich immer wieder neu an die dort herrschenden Umstände an. Dank unserer langjährigen Erfahrung in der Region kann Ärzte der Welt auch in komplexen und häufig gefährlichen Gegebenheiten effektiv Hilfe leisten.

Wo wir im Nahen Osten aktiv sind

Im Gazastreifen, in den Palästinensischen Gebieten, sitzt die Bevölkerung unter schlimmsten Bedingungen und auf engstem Raum fest. Dort leisten wir beispielsweise medizinische und psychologische Unterstützung. Auch die Palästinenser*innen im Westjordanland können sich nicht frei bewegen und sind häufig Übergriffen durch radikale Siedler*innen oder das israelische Militär ausgesetzt. Ihnen leisten wir vor allem psychosoziale Hilfe. 

Im Libanon unterstützt Ärzte der Welt sowohl Geflüchtete als auch Libanes*innen, die oft keine oder nur eingeschränkte Möglichkeiten haben, eine medizinische oder psychologische Versorgung zu erhalten.

Die Gesundheitssysteme in Syrien, Jemen und Irak sind nach vielen Jahren Krieg extrem geschwächt. Ärzte der Welt stärkt die lokalen Strukturen unter anderem, indem wir medizinische Grundversorgung anbieten. Auch Geld und Sachleistungen stellen wir zur Verfügung. 

Beispiele für unsere Hilfe im Nahen Osten:

Palästinensische Gebiete

Gesundheitsstation in Gaza: Ein Arzt behandelt ein Kleinkind, das auf einer Liege sitzt, daneben seine Mutter. Ärzte der Welt leistet medizinische Hilfe in Gaza. © Ärzte der Welt
© Ärzte der Welt

Im Dezember 2025 haben wir insgesamt 40.557 medizinische Konsultationen in sieben Gesundheitszentren in Gaza durchgeführt – die höchste Anzahl in zwei Jahren.

Jemen

Jemen: Ein Kind liegt auf einer Liege und bekommt eine Infusion. © Jean Baptiste-Lopez
© Jean Baptiste-Lopez

Mit unseren Angeboten erreichen wir im Jemen rund 640.000 Menschen im direkten Umfeld der 20 unterstützten Gesundheitszentren. Wir haben im Jahr 2024 über 28.800 Kinder auf ihren Ernährungsstatus untersucht.

Syrien

Syrien: Eine Gruppe von Kindern sitzt vor den Ruinen eines Gebäudes, das durch das schwere Erdbeben in der Türkei und Syrien zerstört wurde. © Ärzte der Welt
© Ärzte der Welt

Zwischen April und September 2024 konnten wir 771.488 Menschen helfen, unter anderem mit basismedizinischen Behandlungen, psychologischen Beratungen und Aufklärungsveranstaltungen.

Sie haben Fragen? Mein Team und ich sind für Sie da!

Claire Tilmann vom Team der Ärzte der Welt

Claire Tillmann

Teamleitung Spenderservice

Tel: +49 (0)89 45 23 081-23

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Unsere Antworten auf Ihre häufigsten Fragen

Nothilfe zielt darauf ab, Menschen, die etwa von Naturkatastrophen, Krieg oder Epidemien betroffen sind, das kurz- und mittelfristige Überleben zu sichern. Humanitäre Nothilfe beinhaltet beispielsweise die Lieferung von Nahrung, Medikamenten, Zelten oder Präventionsmaßnahmen gegen die Ausbreitung von Krankheiten. Nothilfe bezieht sich meist auf einen Zeitraum von bis zu drei Jahren und kann eine Vorstufe der Entwicklungszusammenarbeit sein. Die Übergänge sind hierbei fließend. Erfahren Sie mehr über unsere Nothilfeprojekte hier.

Ärzte der Welt ist im Ausland in der Regel in Ländern aktiv, in denen gefährdete Bevölkerungsgruppen besondere Schwierigkeiten beim Zugang zu medizinischer Versorgung haben. In Israel schien bisher kein entsprechend hoher Bedarf gegeben zu sein. Unsere Organisation kann auch auf Ersuchen eines Landes tätig werden, das vom Zusammenbruch seines Gesundheitssystems bedroht ist. Israel hat bisher nicht um humanitäre Unterstützung gebeten.

Der Gazastreifen ist ein sehr dicht besiedeltes Gebiet von ca. 360 km², in dem abgeschnitten vom Rest der Welt über zwei Millionen Menschen leben.

Bereits vor der jüngsten Eskalation des Nahostkonflikts war die humanitäre Lage prekär. Seit Beginn der Bombardierungen und der verschärften Blockade durch die israelische Regierung in der Folge des Angriffs der Hamas im Oktober 2023 spielt sich in Gaza jedoch eine humanitäre Katastrophe ab.

Die öffentliche Infrastruktur ist zusammengebrochen, darunter das Gesundheitssystem und die Trinkwasserversorgung. Die Zerstörung von Häusern, Gesundheitseinrichtungen, Schulen und anderen Unterkünften des Hilfswerkes der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) hat diesen Zusammenbruch beschleunigt.

Die meisten Krankenhäuser sind kaum funktionsfähig. Ihr Personal ist mit einem gravierenden Mangel an Medikamenten und medizinischer Ausrüstung konfrontiert und mit dem Zustrom von Verwundeten und Vertriebenen überfordert.

Den Bewohner*innen des Gazastreifens fehlt es an allem: Wasser, Lebensmitteln, Treibstoff und Strom. Viele Menschen müssen verunreinigtes Wasser trinken und mit nur einer Mahlzeit am Tag auskommen. 1,9 Millionen Menschen sind vertrieben worden – oft schon zum wiederholten Mal – und sind nun gezwungen, auf der Straße oder in überfüllten Unterkünften zu schlafen. 

Durchfallerkrankungen, akute Haut- und Atemwegsinfektionen sowie hygienebedingte Infektionen nehmen zu, und es besteht die Gefahr, dass Epidemien ausbrechen.

Im Westjordanland sind zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 10. Januar 2024 mehr als 330 Palästinenser*innen, darunter 84 Kinder und Jugendliche, von der israelischen Armee oder radikalen Siedler*innen getötet worden. (Für das gesamte Jahr 2022 lag die Zahl bei 144.) Die meisten von ihnen starben bei den fast täglichen Razzien der israelischen Armee.

Diese Razzien, die auch regelmäßig auf Gesundheitseinrichtungen und Krankenwagen abzielen, behindern den Zugang zur Gesundheitsversorgung für die Zivilbevölkerung. Daneben werden verstärkt Kontrollen an den Checkpoints durchgeführt. Dies schränkt die Bewegungsfreiheit der Zivilbevölkerung noch mehr ein, als es bereits zuvor der Fall war, und macht es noch schwieriger, Gesundheitseinrichtungen aufzusuchen, humanitäre Hilfe zu leisten oder in Anspruch zu nehmen.

Auch Gewaltakte israelischer Siedler*inner gegen palästinensische Zivilist*innen haben drastisch zugenommen. Von drei pro Tag vor dem 7. Oktober ist die Zahl der Vorfälle nun auf durchschnittlich sieben pro Tag gestiegen. Mehr als 1.200 Palästinenser*innen sind durch die Gewalt permanent aus ihren Gemeinden vertrieben worden und haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren.

Ärzte der Welt e. V. setzt Ihre Spende effizient ein: Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben, gemessen an den Gesamtausgaben, beträgt derzeit 11,75 %. Von einem Euro fließen also knapp 90 Cent in die Projektarbeit. Der Anteil wird vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) ermittelt und als niedrig eingestuft. Seit 2006 bekommt Ärzte der Welt jedes Jahr wieder das DZI-Spendensiegel anerkannt.
Die Ausgaben für Werbung und Verwaltung bilden die Basis für unsere Projektarbeit: Denn sie ermöglichen es uns, neue Unterstützer*innen zu gewinnen, über unsere Arbeit zu berichten und die Projekte professionell umzusetzen. Hier finden Sie mehr Infos zum Thema: So wirkt Ihre Spende.