Gesundheit Unteilbar

Die Ungleichheit durch ausgrenzende Sozial- und Migrationspolitik wächst. Politiker*innen und andere öffentliche Stimmen melden sich vermehrt mit populistischen und abwertenden Äußerungen über benachteiligte Gruppen zu Wort. All das gefährdet nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern auch unsere Arbeit und unsere Gesundheit. Die Menschen, die Ärzte der Welt unterstützt, sind besonders betroffen. Anstatt zu resignieren, wollen wir uns verbünden und gemeinsam aktiv werden! 

Denn wir wissen, dass wir mit unseren Sorgen nicht allein sind. Wir sehen in den anstehenden Kommunal- und Landtagswahlen eine Chance, Veränderungen herbeizuführen. Deshalb startet Ärzte der Welt die Kampagne #GesundheitUnteilbar.  Wir rufen Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen dazu auf, sich gemeinsam mit uns für Vielfalt, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Gesundheit für alle einzusetzen. Denn:

Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen genießen ein hohes Maß an Vertrauen in der Bevölkerung. Gleichzeitig erleben sie täglich, welche Folgen Ausgrenzung für die Gesundheit hat: Sie macht krank, verschärft Ungleichheit und schwächt das Gesundheitssystem. Darunter leidet die gesamte Gesellschaft, denn je gerechter ein Land ist, desto höher ist die Lebenserwartung und desto gesünder fühlen sich Menschen im Durchschnitt.

Doch zusammen können wir dieser Ausgrenzung etwas entgegensetzen und Veränderung bewirken! 

Die Wahlen 2026 markieren den Start unserer Kampagne – aber sie endet nicht dort. #GesundheitUnteilbar soll langfristig Menschen zusammenbringen, gemeinsame Positionen stärken und Aktivismus sichtbar machen.

Unterzeichnen Sie als Organisation, Verband oder als Einzelperson aus dem Gesundheits- und Sozialwesen unsere Gemeinsame Erklärung. 
Bereits unterschrieben? Dann leiten Sie den Aufruf an Interessierte weiter!

Drucken Sie unser Kit für Demos aus oder hängen Sie es in Ihrem Umfeld auf (z.B. Wartezimmer, Praxis, Büro oder Aufenthaltsraum).

Kommen Sie mit uns zu Demos und mobilisieren Sie andere in Ihrem Umfeld: 

  • #unkürzbar-Demo
    Samstag, 28. Februar 2026 in München
  • Aktionstreffen Sachsen-Anhalt. Weltoffen!
    Samstag, 18. April 2026 in Magdeburg
  • AWO Festival 1000 Steine
    Freitag & Samstag, 8. – 9. Mai 2026 in Magdeburg
  • Abschlussveranstaltung Sachsen-Anhalt. Weltoffen!
    Samstag, 5. September 2026 in Magdeburg
  • Hand-in-Hand-Demo
    Samstag, 12. September 2026 in Berlin 

Sobald wir uns an weiteren Demos beteiligen, werden wir hier darüber informieren. 

Teilen und liken Sie unsere Social Media Inhalte zu #GesundheitUnteilbar.

Oder posten Sie unseren Kampagnenpost oder Kampagnenstory selbst. Sie können auch unsere Canva-Vorlagen verwenden, um Ihr eigenes Logo einzufügen – so erreichen wir noch mehr Personen.  

Sprechen Sie mit den Menschen in Ihrem Umfeld über die Wahlen, Ihre Werte und verweisen Sie auf die Kampagne. Nutzen Sie hierfür unsere FAQs als Argumentationshilfe:

Setzen Sie sich aktiv gegen Ausgrenzung ein: Werden Sie ehrenamtlich aktiv bei einer unserer open.med Anlaufstellen.

Gesundheit braucht Zusammenhalt!

Mit Ihrer Spende stärken Sie unsere Arbeit, die sich für Gesundheit für alle und gegen Ausgrenzung einsetzt.

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Was ist „Gesundheit Unteilbar“?

Bereits Ende 2024 hat Ärzte der Welt die Initiative Gesundheit Unteilbar ins Leben gerufen, um der zunehmend von Hetze und Spaltung geprägten öffentlichen Debatte etwas entgegenzusetzen. Diese Initiative vernetzt Akteur*innen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, um strukturelle Probleme im Gesundheitssystem anzugehen und für eine Versorgung einzutreten, die alle Menschen einbezieht anstatt einzelne Gruppen gegeneinander auszuspielen. Hieraus sind zwei gemeinsame Appelle entstanden, die von zahlreichen Organisationen und Verbänden unterstützt wurden. 

Mit der Kampagne #GesundheitUnteilbar führt Ärzte der Welt diese Initiative weiter – und lädt dazu ein, gemeinsam dafür einzutreten, dass der Name gelebte Praxis wird. 

Teilen Sie Ihr Engagement mit anderen!

Der Name #GesundheitUnteilbar betont, dass alle Menschen ein Recht auf Gesundheit haben. Ärzte der Welt hat bereits 2024 die Initiative Gesundheit Unteilbar ins Leben gerufen, um der zunehmend von Hetze und Spaltung geprägten öffentlichen Debatte etwas entgegenzusetzen. Diese Initiative vernetzt Akteur*innen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, um strukturelle Verbesserungen im Gesundheitssystem voranzubringen, die alle Menschen miteinbeziehen, anstatt verschiedene Gruppen gegeneinander auszuspielen.

Mit der Kampagne #GesundheitUnteilbar führt Ärzte der Welt diese Initiative weiter. 
„Unteilbar“ ist mehrdeutig zu verstehen: Es bezieht sich auf die Forderung, eine gerechte Gesundheitsversorgung für alle umzusetzen und niemanden auszuschließen – denn davon profitiert die Gesundheit aller in einer Gesellschaft. Zudem spielt „Unteilbar“ auf die Menschenrechte an, die universell gelten. 

Wir beobachten mit Sorge, dass Ungleichheit und Ausgrenzung in Deutschland zunehmen. Populistische und abwertende Äußerungen über benachteiligte Gruppen durch Politiker*innen und anderen öffentlichen Stimmen nehmen zu, die Zustimmung für rechtspopulistische Parteien steigt und selbst demokratische Parteien setzen restriktive Sozial- und Migrationspolitik um. Geflüchtete, Migrant*innen, armutsbetroffene und andere marginalisierte Gruppen werden systematisch abgewertet, ausgegrenzt und in finanzielle Not gebracht. Diese Entwicklungen gefährden auch die Gesundheit – vor allem der Menschen, die Ärzte der Welt unterstützt. 

Deshalb starten wir die Kampagne #GesundheitUnteilbar und rufen Engagierte und Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen dazu auf, sich gemeinsam mit uns für Vielfalt, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Gesundheit für alle einzusetzen. Wir sehen in den anstehenden Kommunal- und Landtagswahlen eine Chance, den Entwicklungen etwas entgegenzusetzen. Wahlen sind die Basis unserer Demokratie und ermöglichen uns, Veränderungen herbeizuführen. Doch #GesundheitUnteilbar soll auch über die Wahlen hinaus Menschen zusammenbringen, gemeinsame Positionen stärken und Aktivismus sichtbar machen. 

Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen genießen ein hohes Maß an Vertrauen in der Bevölkerung. Gleichzeitig erleben sie täglich, welche Folgen Ausgrenzung für die Gesundheit hat: Sie macht krank, verschärft Ungleichheit und schwächt das Gesundheitssystem. Ihre fachliche Expertise und Erfahrung verleiht Mitarbeitenden im Gesundheits- und Sozialbereich Gewicht im politischen Diskurs.  

In Deutschland können nicht alle Menschen gleichermaßen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Insbesondere Geflüchtete, Migrant*innen, armutsbetroffene und andere marginalisierte Gruppen werden diskriminiert und ausgeschlossen. Als Folge werden sie in prekäre Lebensbedingungen gedrängt und ihnen wird der Zugang zu Grundrechten wie Wohnraum, Bildung und Gesundheitsversorgung erschwert. Dies geschieht durch Gesetze, Strukturen, Institutionen sowie durch zwischenmenschliches Handeln und wird geprägt und verschärft von öffentlichen Debatten.  

Bei Ärzte der Welt versorgen wir Menschen, die von der regulären Gesundheitsversorgung ausgegrenzt sind und nicht einfach so in eine Arztpraxis gehen können. In Deutschland haben Hunderttausende Menschen keine Krankenversicherung. Dazu kommen Menschen mit eingeschränktem Zugang zu medizinischer Versorgung, wie Asylsuchende und Migrant*innen, Menschen aus anderen EU-Ländern und deutsche Staatsbürger*innen ohne Krankenversicherung, wohnungslose Personen und Menschen mit Beitragsschulden bei den Krankenversicherungen. Der Großteil unserer Patient*innen ist von Armut betroffen. 

In den meisten Fällen sind es rechtliche Vorgaben, die diese Menschen von der Gesundheitsversorgung ausschließen. So haben Asylsuchende beispielsweise nur Anspruch auf Gesundheitsdienstleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, also die notwendige Versorgung bei akuter Erkrankung, Schmerzzuständen, Schwangerschaft und Geburt sowie Schutzimpfungen. Darüber hinaus gehende Behandlungen müssen gesondert in oft langwierigen, bürokratischen Verfahren beantragt und genehmigt werden. Doch auch administrative Probleme, Diskriminierungserfahrungen und Sprachbarrieren hindern Menschen daran, medizinische Versorgung zu erhalten. 

Diese Barrieren könnten von der Politik abgebaut werden, durch konkrete Gesetzesänderungen und indem Unterstützungsmaßnahmen wie beispielsweise Sprachmittlung gewährleistet werden. 

Ausgrenzung wirkt auf verschiedenen Wegen negativ auf die Gesundheit: 

Ausgrenzung vom gesellschaftlichen Leben führt zu Armut, mit verheerenden gesundheitlichen Folgen. Finanzielle Not, schlechte Wohnverhältnisse und geringe Bildung erhöhen das Risiko für Krankheiten deutlich. Menschen, die sich um ihre Existenz sorgen müssen und von Bildung und dem gesellschaftlichen Geschehen ausgeschlossen sind, leben häufiger mit chronischen Erkrankungen und haben eine signifikant kürzere Lebenserwartung. Studien belegen seit Jahrzehnten, wie sehr sozialer Status und finanzielle Mittel die Gesundheit beeinflussen. Auch der aktuelle Bericht der Weltgesundheitsorganisation zu gesundheitlicher Gerechtigkeit betont diesen Zusammenhang. Die Folgen sind auch in Deutschland sichtbar:  Laut Berechnungen des Robert-Koch-Instituts sterben Frauen in benachteiligten Regionen über 4 Jahre früher als in wohlhabenden Gegenden, bei Männern beträgt der Unterschied sogar 7 Jahre. Diese sogenannte Lebenserwartungslücke hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich vergrößert.   

Menschen, die Diskriminierung erfahren und dadurch ausgegrenzt werden, leiden ebenfalls unter einer schlechteren Gesundheit und Versorgung. Zahlreiche Wissenschaftler*innen haben diesen Zusammenhang erforscht. Rassistische Diskriminierung schränkt den Zugang zu Gesundheitsversorgung in Deutschland deutlich ein, wie der Bericht des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors zeigt. 

Wenn Menschen durch rechtliche Regelungen von der Gesundheitsversorgung ausgeschlossen werden, besteht ein großes Risiko, dass Krankheiten unentdeckt bleiben, chronifizieren, zu Notfällen werden oder sogar tödlich enden.  

Ausgrenzung gefährdet nicht nur die Gesundheit einzelner Personen, sondern schadet dem gesamten Gesundheitssystem – und damit uns allen. Mehr hierzu erfahren Sie unter der Frage „Warum schadet Ausgrenzung dem Gesundheitssystem?“.

Werden Personen ausgegrenzt, sind sie natürlich am stärksten davon betroffen. Doch die Forschung zeigt, dass Menschen in Gesellschaften mit hoher ökonomischer Ungleichheit insgesamt ungesünder sind – nicht nur die benachteiligten Personen. So ist beispielsweise die Lebenserwartung und allgemeine Zufriedenheit niedriger in Ländern mit größerer Ungleichheit. 

Eine gleichberechtigte Gesellschaft tut also allen gut! 

Wenn Menschen Diskriminierung und Rassismus erfahren, betrifft das nicht nur Patient*innen. Auch Gesundheitsfachkräfte mit Migrationsgeschichte werden dadurch ausgegrenzt. Dabei lebt unser Gesundheitssystem von Vielfalt – und ist auf zugewanderte Fachkräfte dringend angewiesen. In der Pflege ist die Lage besonders prekär, hier kann die Versorgung nur mit ausländischen Beschäftigten aufrechterhalten werden. Doch gerade hier berichten viele von Rassismuserfahrungen und einer hohen Jobunzufriedenheit. Wenn Fachkräfte aufgrund von Diskriminierung und belastenden Arbeitsbedingungen fehlen, ist die Gesundheit aller gefährdet. Erfahrungsberichte von Ärzt*innen zeigen, dass der Erfolg von rechtspopulistischen Parteien und Extremismus unter Mediziner*innen konkrete Auswirkungen auf den Fachkräftemangel und die Gesundheitsversorgung hat. 

Der Ausschluss von Menschen aus der Versorgung schafft Kosten und Probleme für die sozialen Sicherungssysteme, unter denen die gesamte Gesellschaft leidet. Sondersysteme, die neben der Regelversorgung existieren und ausgegrenzte Gruppen meist schlechter versorgen, führen zu bürokratischen Hürden und damit zu einem Mehraufwand für alle Beteiligten. Das bindet auch wichtige Ressourcen im Gesundheitssystem. Zum Beispiel wenn Geflüchtete keine elektronische Gesundheitskarte erhalten oder die Kostenübernahme für Krankenhäuser im Notfall mit hohen Anforderungen verbunden ist. Höhere Kosten entstehen auch, wenn Patient*innen ohne Zugang zu Präventionsmaßnahmen erst im fortgeschrittenem Krankheitsstadium in eine Praxis gehen und so aufwändigere und teurere Therapien oder Notfallbehandlungen notwendig werden.  

Für die öffentliche Gesundheit kann es direkte Folgen haben, wenn einzelne Personen keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung haben: Infektionskrankheiten können sich ausbreiten und sind schwieriger einzudämmen.

Das Wort „Abwehrkräfte“ bezieht sich einerseits auf das Immunsystem jeder einzelnen Person. Denn wie unter der Frage „Was hat das mit meiner Gesundheit zu tun, wenn Menschen ausgegrenzt werden?“ erklärt, fördert Zusammenhalt und sozialer Ausgleich die Gesundheit aller. 

Andererseits ist die Abwehr der Bevölkerung gemeint, also die Widerstandskräfte unserer Gesellschaft gegen rechtsextreme, antidemokratische und spaltende Narrative und Handlungen.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt tut der Gesundheit erwiesenermaßen gut: Unter dem Begriff „soziales Kapital“ wird untersucht und nachgewiesen, dass Menschen sich in vertrauensvollen, unterstützenden Gemeinschaften weniger allein fühlen, schneller Hilfe bekommen und Stress besser bewältigen können. Studien zeigen: Wo Nachbarschaften zusammenhalten und man aufeinander zählen kann, sind die Menschen im Durchschnitt gesünder.  

Die Fragen zu Ausgrenzung (siehe oben) zeigen, warum es der Gesundheit und Gesellschaft schadet, wenn Menschen ausgeschlossen werden. Zusammenhalt löst viele dieser Probleme und führt sowohl zu einer besseren individuellen Gesundheit, als auch der gesamten Gesellschaft. So belegen Studien, dass die Bevölkerung länger lebt und gesünder und zufriedener ist, je gerechter ein Land ist.  

Eine Gesundheitsversorgung, die niemanden ausschließt ist möglich. Neben einer verbesserten Gesundheit der zuvor ausgegrenzten Personen würde dadurch auch Bürokratie und Kosten abgebaut werden – die an anderer Stelle im Gesundheitssystem nutzenbringend für alle eingesetzt werden könnten.  

Nicht zuletzt führt ein gesellschaftliches Klima, das von Toleranz und Empathie geprägt ist, zu einem höheren Wohlbefinden bei allen Menschen. 

In unseren open.med Praxen versorgen und beraten wir die Menschen, die von der regulären Gesundheitsversorgung ausgeschlossen sind.  

Mit unserem reach.out plus Projekt stärken wir gezielt geflüchtete Menschen. Das Projekt richtet sich insbesondere an Personen, die geschlechtsspezifische Gewalt erfahren haben.  

Auch in unseren Projekten außerhalb von Deutschland stärken wir die Menschen und Gemeinschaften, die ausgegrenzt werden. 

Die politische Arbeit von Ärzte der Welt verfolgt das Ziel, das Recht auf Gesundheit für alle Menschen zu verwirklichen. Wir fordern gesunde Lebensbedingungen und einen gerechten Zugang zu Gesundheitsversorgung für alle in Deutschland lebende Menschen – und positionieren uns so klar gegen Ausgrenzung. Unser Ziel ist eine solidarische, gerechte Gesellschaft, in der Zusammenhalt gelebt wird. Daher kritisieren wir neben den Ausschlüssen aus der Gesundheitsversorgung auch die zunehmend restriktive Migrations- und Sozialpolitik. Die Kampagne #GesundheitUnteilbar ist ein Beispiel, wie wir öffentlich Stellung beziehen und Menschen mobilisieren wollen, sich für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Vielfalt und Gesundheit für alle einzusetzen. 

Ärzte der Welt fordert, dass alle in Deutschland lebende Menschen ihr Recht auf Gesundheit wahrnehmen können. Das beinhaltet sowohl den diskriminierungsfreien Zugang zu Gesundheitsversorgung (und damit die Abschaffung aller Ausschlüsse aus der Krankenversicherung) als auch gesunde Lebensbedingungen. Die Bundesregierung muss alles daransetzen, Gesundheitsrisiken wie Armut, Wohnungslosigkeit, Rassismus und Ausgrenzung zu überwinden und hierfür geeignete Maßnahmen ergreifen.  

In unserem Gesundheitsreport veröffentlichen wir jährlich Daten unserer Inlandsprojekte, die zeigen welche Menschen das deutsche Gesundheitssystem ausschließt, und formulieren konkrete Lösungsansätze

Im Rahmen der Initiative #GesundheitUnteilbar haben sich über 140 Akteur*innen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich Ärzte der Welt angeschlossen und gemeinsame Forderungen für ein gerechtes Gesundheitssystem formuliert.  

Wenn alle Menschen frühzeitig und vorausschauend versorgt werden, entstehen weniger teure Folgekosten, beispielsweise durch vermeidbare Notfälle und Rettungsdiensteinsätze, für die das Gesundheits- und Sozialwesen aufkommen muss (siehe hierzu auch diese Studie).  

Wie Sozialverbände, Wohlfahrtspflege und einige demokratische Parteien befürwortet auch Ärzte der Welt eine solidarische und einheitliche Krankenversicherung, in die alle nach Leistungsfähigkeit einzahlen – wobei hohe Einkommen und Kapital‑/Mieteinnahmen berücksichtigt werden. So ließen sich Mehreinnahmen mobilisieren und Beitragssätze reduzieren oder stabilisieren, während Ausschlüsse und Bürokratiekosten gesenkt werden könnten.  

Im Rahmen der Kampagne #GesundheitUnteilbar gibt es verschiedene Möglichkeiten, aktiv zu werden: 

  • Unterzeichnen Sie unsere Gemeinsame Erklärung und positionieren Sie sich für Zusammenhalt und gegen Ausgrenzung. 
  • Gehen Sie mit unserem Demokit zu Demos und Aktionen in Ihrer Nähe und mobilisieren Sie ihr Umfeld. 
  • Verbreiten Sie die Kampagne #GesundheitUnteilbar, alle Tools hierzu finden Sie auf der Kampagnenseite
  • Drucken Sie das Kampagnenplakat aus und hängen Sie es auf: Wartezimmer, Praxis, Aufenthaltsraum, Fachschaftsraum, … 
  • Teilen und liken Sie unsere Social-Media-Inhalte und machen Sie auf unsere Kanäle aufmerksam – oder nutzen Sie unser Social-Media-Kit, damit wir mehr Menschen erreichen. 
  • Sprechen Sie mit den Menschen in Ihrem Umfeld über die Wahlen, Ihre Werte und verweisen Sie auf die Kampagne. 
  • Spenden Sie für Ärzte der Welt und unterstützen Sie uns so dabei, sich für Gesundheit für alle und gegen Ausgrenzung einzusetzen. 
  • Engagieren Sie sich ehrenamtlich in einer open.med-Anlaufstelle für Menschen ohne Krankenversicherung. 

Jede Form von Engagement zählt!