Mobile Klinik im Libanon. ©Ärzte der Welt

Libanon:
Verstärkte Aktivitäten im Libanon

Seit der militärischen Eskalation im Nahen Osten verschlechtert sich die humanitäre Lage im Libanon von Tag zu Tag. Mehr als eine Million Menschen sind bereits vertrieben worden.
Der Zugang zu medizinischer Versorgung ist vielerorts stark eingeschränkt. Ärzte der Welt hat seine Aktivitäten deshalb im ganzen Land ausgeweitet.

Bitte helfen Sie Menschen im Libanon und weltweit mit einer Spende!

Intervall
Beträge

Gemeinsam mit dem libanesischen Gesundheitsministerium organisiert Ärzte der Welt mobile Kliniken, insbesondere in Beirut, Baalbek-Hermel und im Bekaa-Tal, um auch Menschen in schwer erreichbaren Regionen medizinisch zu versorgen.
„Zusätzlich haben wir Medikamente und andere humanitäre Hilfsgüter geliefert. Die Vorräte werden voraussichtlich ausreichen, um etwa drei Monate lang drei unserer Gesundheitszentren zu versorgen“, sagt der Präsident von Ärzte der Welt Frankreich Dr. Jean-François Corty. Dazu zählen unter anderem Antibiotika, fiebersenkende und schmerzlindernde Medikamente sowie Arzneimittel zur Behandlung chronischer Erkrankungen. „Besonders große Sorgen machen uns Patient*innen mit Diabetes oder Bluthochdruck. Viele von ihnen mussten überstürzt fliehen und konnten ihre lebenswichtigen Medikamente nicht mitnehmen.“

Medikamentenlager von Ärzte der Welt im Libanon. ©Ärzte der Welt
©Ärzte der Welt

Unwürdige Bedingungen

Nur 12,5 Prozent der Vertriebenen konnten bislang in Notunterkünften Schutz finden, einige konnten bei Angehörigen unterkommen. Der Großteil der Menschen lebt jedoch weiterhin unter unwürdigen Bedingungen – in Zelten, Autos oder sogar auf der Straße. Eine schnelle Verbesserung der Lage ist derzeit nicht in Sicht.

„HInzu kommen die enormen psychischen Belastungen. Die wiederholten Zwangsevakuierungen, die ständige Angst vor Bombardierungen und die Ungewissheit über die eigene Zukunft hinterlassen tiefe Spuren.“

Caroline Bedos Esteban, Leiterin der Nahost-Projekte von Ärzte der Welt

Die Lage im Nahen Osten ändert sich täglich. Ärzte der Welt muss kontinuierlich auf neue Entwicklungen reagieren, um den Zugang zu medizinischer Versorgung aufrechtzuerhalten. 

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