Die Tausenden Männer, Frauen und Kinder, die sich vor den Bränden in dem Flüchtlingslager Moria retten konnten, müssen umgehend versorgt und angemessen untergebracht werden. Das fordert Ärzte der Welt nach dem verheerenden Feuer auf der griechischen Insel Lesbos.
Unter den Flüchtlingen, die versuchen, sich nach den Bränden in Sicherheit zu bringen, befinden sich offenbar mehrere Dutzend, die positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Es besteht die Gefahr, dass sich das Virus ungehindert ausbreitet. Viele Menschen haben durch die katastrophalen Lebensbedingungen in Moria ein geschwächtes Immunsystem und sind durch ihre Fluchterfahrung traumatisiert. Ärzte der Welt verstärkt seine Aktivitäten auf Lesbos, um die Betroffenen zu unterstützen.
2016 musste sich Ärzte der Welt aus Moria zurückziehen, als die griechische Regierung die Organisation der medizinischen Versorgung und anderer Unterstützungsleistungen übernahm. Seitdem haben sich die Zustände massiv verschlechtert. Heute bieten auf Lesbos 22 Ärzte der Welt-Mitarbeiter*innen im Kara-Tepe-Camp medizinische und psychologische Versorgung für besonders vulnerable Flüchtlinge an.
