Prof. Dr. Carl-Ludwig Schönfeld

Ehrenamtlicher Augenarzt


Über 20 Lehroperationen, 46 untersuchte Patient*innen, dazu fünf Vorlesungen in nur fünf Tagen: Das ist die beachtliche Bilanz einer Projektreise nach Myanmar des Münchner Chirurgen Prof. Dr. Carl-Ludwig Schönfeld. Er unterstützte dort eine Augenklinik in der südlichen Metropole Yangon (Rangun). „Ich wünsche mir, dass mehr Menschen sich dazu aufraffen könnten, mit ihrem Wissen in der Welt Gutes zu tun.“

Leben

Prof. Dr. Carl-Ludwig Schönfeld kam nach seiner Facharztanerkennung nach München, wo er 2001 seine Habilitation erlangte. Er entwickelte früh ein Interesse für die Augenheilkunde, insbesondere für Erkrankungen von Netzhaut und Glaskörper. Ein australischer Kollege brachte ihn auf die Idee, sich als Augenarzt auch international zu engagieren und Menschen ohne Zugang zu Operationen und medizinischer Versorgung in anderen Ländern vor dem Erblinden zu bewahren. Schönfeld begann im Jahr 2000 mit Gastvorlesungen, Seminaren und OP-Kursen in Kenia und acht osteuropäischen Ländern. Seit 2005 arbeitet er an der Augenklinik Herzog Carl Theodor in München, die ihm auch Lehrreisen ermöglicht, um sein Wissen an Ärzt*innen in aller Welt weiterzugeben.

Insgesamt hat Prof. Dr. Schönfeld mit Ärzte der Welt fünf Einsätze in Myanmar durchgeführt, das Land mit einer der höchsten Erblindungsraten weltweit. Mit seiner Unterstützung konnte die Netzhautabteilung der Augenklinik des Yangon Eye Hospitals stark ausgebaut werden. Operateur*innen, die das Team um Prof. Dr. Schönfeld in den ersten Jahren weitergebildet hat, fungieren mittlerweile als Lehrende. „Das Ziel bei unseren Einsätzen im Ausland war es immer, unser Fachwissen und unsere Techniken an die Kollegen und Kolleginnen vor Ort weiterzugeben.“ Für sein ehrenamtliches Engagement erhielt Prof. Schönfeld 2018 den Tropenophthalmologie-Preis, der für herausragende Beiträge zur Verhütung von Blindheit in Ländern des Globalen Südens vergeben wird.

Projekt

Jeder zweite erblindete Mensch in Myanmar hat sein Augenlicht durch die Krankheit Grauer Star verloren. In dem ostasiatischen Land gibt es nur wenige hundert Augenärzt*innen und für die meisten der daran erkrankten Menschen ist eine Operation unbezahlbar. Im Zeitraum 2014 bis 2019 ist ein Team von Ärzte der Welt Deutschland mindestens einmal pro Jahr nach Myanmar geflogen, um Menschen mit dem Grauen Star zu behandeln.
Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit in Myanmar.

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Prof. Dr. Schönfeld

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