Sandra Odiase Osagie

Patientin


Sandra Odiase Osagie muss mit ihren beiden vierjährigen Töchtern in einer Notunterkunft für Wohnungslose in München übernachten. Lange Zeit waren weder sie noch ihre Kinder krankenversichert ‒ und das, obwohl ihr Ehemann bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebt und arbeitet. Als ihre Töchter krank wurden, suchte Odiase Osagie den Behandlungsbus von Ärzte der Welt auf. Das Team unterstützte sie beim Eintritt in eine Familienversicherung.

Leben

Sandra Odiase Osagie kam vor etwa zwei Jahren mit ihren vierjährigen Zwillingsmädchen von Nigeria nach München. Der Vater der Mädchen arbeitete bereits mehrere Jahre in Deutschland. Über seine Anstellung ist er krankenversichert und bekommt eine Wohnung zur Verfügung gestellt. Diese ist jedoch zu klein und bietet nicht genug Platz für seine Ehefrau und die beiden Kinder. Bisher ist es der jungen Familie nicht gelungen, auf dem angespannten Münchner Wohnungsmarkt ein gemeinsames Zuhause zu finden. So bleibt Sandra Odiase Osagie und ihren Töchtern keine andere Wahl, als in einer Sammelunterkunft für Wohnungslose in München unterzukommen. Weil sie und ihr Mann folglich keine gemeinsame Meldeadresse haben, war es ihnen zunächst nicht gelungen, für Mutter und Kinder eine Familienversicherung abzuschließen. 

Als ihre Kinder krank wurden, wurde dies zum Problem. „Es ist nicht fair, wenn ein kleines Kind nicht die Möglichkeit hat, zum Arzt oder ins Krankenhaus zu gehen, wenn es krank ist und dringend behandelt werden müsste“, sagt Sandra Odiase Osagie. Sie musste deshalb den open.med-Behandlungsbus aufsuchen, der wöchentlich medizinische Versorgung für Nutzer*innen des Übernachtungsschutzes anbietet. Das open.med-Team versorgte die Mädchen und unterstützte die Familie dabei, eine Krankenversicherung zu erwirken. Heute können Sandra Odiase Osagie und ihre Zwillingsmädchen sich regulär medizinisch versorgen lassen. Sie sucht weiterhin nach Arbeit und einer Wohnung für ihre Familie. Ihr großer Wunsch ist es, ihren Kindern eine sichere und glückliche Zukunft zu ermöglichen.

Projekt

Auch in Sandra Odiase Osagies Heimatland Nigeria leistet Ärzte der Welt medizinische Basisgesundheitsversorgung und bietet Programme zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Ernährung an. Insbesondere Frauen und Kinder werden in drei unterstützten Kliniken in Maiduguri, der Hauptstadt des Bundestaates Borno, versorgt.
Erfahren Sie hier mehr zu unserem Projekt in Nigeria.

Schauen Sie sich das Video an:

Sandra Odiase Osagie

Mehr Botschafter*innen

Stephanie Hinum

Ehrenamtliche Psychiaterin

Tobias Jürgens

Ehrenamtlicher KfZ-Wart

Dr. Brigitte Kodsi

Ehrenamtliche Kinderärztin

Dr. Cevat Kara

Projektleiter open.med München

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