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Somalische Mütter mit ihren Kindern.

Ärzte der Welt verdoppelt Hilfsmaßnahmen in Somalia

Die sich anbahnende Hungerkatastrophe bedroht die Menschen in Somalia: 185.000 Kinder leiden unter Mangelernährung und weitere sieben Millionen Menschen stehen vor einer akuten Hungersnot. Ein neues mobiles Team von Ärzte der Welt führt Behandlungen und Screenings für mangelernährte Kinder und Erwachsene durch und sorgt für Notfalltransporte in Gesundheitsstationen für stark unterernährte Menschen.

Ärzte der Welt: Verdopplung der Hilfe für Somalia

Ärzte der Welt verdoppelt zurzeit seine Kapazitäten in Somalia. Ein neues mobiles Team wird nach Bosasso, einer Hafenstadt im Bundesland Puntland, geschickt. Dort leben 60.000 Binnenflüchtlinge in 38 Camps, weil sie aufgrund von Dürre und Hunger ihr Zuhause verlassen mussten. „Das mobile Team wird in fünf dieser Camps unterwegs sein: Ernährungsspezialisten und geschulte Mitarbeiter untersuchen die Menschen und behandeln sie bei Mangelernährung“, so Beatriz Valbuena, Projektkoordinatorin von Ärzte der Welt in Somalia.

Unterwegs zu entlegenen Gebieten

Neben den Flüchtlingen in den Camps leben rund weitere 3.000 geflohene Menschen in den umliegenden ländlichen Gebieten. Das mobile Team von Ärzte der Welt wird auch dort aktiv sein. Weil stark unterernährte Kinder, Frauen und Männer meist keine Möglichkeit haben, selbst zu den Gesundheitszentren zu kommen, werden die Teams die Patienten mit Krankenwägen dorthin bringen.

Neben Ernährungsprogramm auch medizinische Hilfe nötig

In dieser Krise hilft Ärzte der Welt durch spezielle Ernährungsprogramme. Ebenso wichtig ist jedoch auch die medizinische Versorgung: Ärzte der Welt schickt verstärkt Medikamente und medizinische Ausrüstung nach Somalia, beispielsweise Antibiotika, Vitamin A- und Wasserreinigungstabletten sowie Laborgeräte.

Die Organisation kann in Somalia auf einer mehrjährigen Erfahrung aufbauen: seit 2011 betreibt sie ein Zentrum für sexuelle und reproduktive Gesundheit in Bosaso und stellt ein mobiles Ärtzeteam, das Menschen mit Mangelernährung oder Cholera medizinisch versorgt.