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Mutter in Laos mit ihrem Baby. Foto: Lam Duc Hien

Frauen und Kinder zuerst: Ärzte der Welt hilft den Schwachen

Frauen & Kinder

Gesund und gewaltfrei leben

Schwangere, Mütter und Kinder gehören zu den Schwächsten der Gesellschaft. Sie leiden besonders unter den Folgen von Armut und Gewalt. Oft werden sie krank, weil es weder einen Arzt noch eine Hebamme in der Nähe gibt oder weil die Behandlung zu teuer ist. Ärzte der Welt will die Gesundheit von Frauen und Kindern verbessern und ihre Rechte stärken.

Die Situation

Alle sieben Sekunden stirbt ein Kind, weil es nicht ausreichend medizinisch versorgt wurde oder mangelernährt war. Und über 800 Frauen sterben pro Tag an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt. Ein Skandal, denn die meisten dieser Todesfälle könnten vermieden werden – wenn Gesundheitsdienstleistungen erschwinglich und zugänglich wären.

Eine weitere traurige Tatsache: Der gefährlichste Ort für Frauen ist die eigene Familie. In ihrem häuslichen Umfeld werden sie häufiger körperlich und seelisch verletzt als irgendwo sonst. In vielen Ländern gibt es kaum Hilfsangebote. Angst und Scham hindern die Betroffenen daran, sich aus der Gewaltspirale zu befreien.

Hebamme untersucht Schwangere  in Togo. Foto: Ärzte der Welt
Hebamme untersucht Schwangere in Togo. Foto: Ärzte der Welt
  • Maria, 34 Jahre alt. Foto: Ärzte der Welt

    Maria D., 34 Jahre.

    Maria wurde in Guaviare, an den Grenzen des kolumbianischen Amazonas geboren, wo sie noch heute mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt. Die Gegend war eine Hochburg der FARC, einer kommunistischen Guerilla-Bewegung, die jahrzehntelang Krieg gegen die Regierung geführt hatte. Die Behörden hatten die Region aufgrund des Konflikts aufgegeben - isoliert, weit weg von jedem Gesundheitszentrum, lebten Maria und ihre Familie in Angst. Da sie keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hatten und die mageren Ernten durch toxische Leckagen auf Kokafeldern verunreinigt sind, leidet die gesamte Familie am Rotavirus.

  • Cédric, 8 Jahre. Foto: Ärzte der Welt

    Cédric T., 8 Jahre

    Mit achteinhalb Jahren hat Cedric die Hälfte seines Lebens in einem Waisenhaus in Bulgarien verbracht: Er wurde dorthin gebracht, um ihn vor seinen Eltern zu schützen, die ihn misshandelten. Aber das Leben in der Einrichtung ersetzt keine richtige Familie. Alpträume, Schwierigkeiten beim Lernen, Probleme in der Schule: Die traumatische Vergangenheit hat Spuren bei Cédric hinterlassen. Alles Herausforderungen, mit denen seine Adoptivfamilie konfrontiert werden wird.

  • Denisa, 15 Jahre alt. Foto: Benoît Guenot

    Denisa W., 15 Jahre

    Wie fast 3:000 Roma lebt Denisa in einem Slum in Seine-Saint-Denis. Ihre Familie wurde mehrmals evakuiert, bevor sie in ein provisorisches Lager umzog. Ohne stabiles Einkommen haben Denisa und ihre Familie keinen Zugang zu einer Sozialwohnung, fließendem Wasser oder einer Grundversorgung. Denisa ist 15 und schwanger, sie geht nicht zum Gynäkologen, weil ihr die Mittel dazu fehlen. Sie weiß nicht, wo sie gebären wird - oder unter welchen Bedingungen.

  • Marcos, Mediziner aus Kolumbien

    Marcos S., Mediziner in Kolumbien

    "Alle meiner jungen Patienten mit Diabetes sterben, bevor sie das Erwachsenenalter erreichen. Warum? Insulin ist zu teuer und ihre Eltern können es nicht bezahlen. Manche glauben auch, es sei eine zu teure Investition und verstehen nicht die Wichtigkeit des Diabetiker-Medikaments. Oft passiert das in Familien mit fünf oder sechs Kindern. Allein von einer Dosis Insulin könnte eine ganze Familie eine Woche lang leben: Sie fällen schnelle Entscheidungen, oder besser, sie haben keine Wahl. Sie ziehen das Wohl der anderen Kinder vor."

Unsere Hilfe

Frauen und Kinder zuerst: In über 30 Ländern weltweit engagieren wir uns mit Programmen zur Mutter-Kind-Gesundheit. Wir behandeln Krankheiten, begleiten rund um Schwangerschaft und Geburt, impfen und klären auf über Familienplanung.

Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, unterstützen wir mit medizinischer Hilfe sowie mit psychosozialer und juristischer Beratung. Mit öffentlichkeitswirksamen Kampagnen und Lobbyarbeit machen wir auf die Situation der Betroffenen aufmerksam.

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