Psychisch erkrankte Menschen

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Ärzte der Welt kümmert sich auch die Behandlung psychischer Krankheiten. Foto: David Gohlke

Ärzte der Welt behandelt weltweit Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Psychisch erkrankte Menschen

Hilfe bei psychischen Beschwerden

Menschen mit einer psychischen Erkrankung leiden häufig in mehrfacher Hinsicht. Oftmals werden ihre Beschwerden gar nicht als solche erkannt, verharmlost oder Betroffene werden deswegen sozial ausgegrenzt. Und selbst wenn eine Diagnose vorliegt, ist es oft nicht einfach, angemessene Hilfe zu bekommen. Ärzte der Welt setzt sich weltweit und in Deutschland für psychische Gesundheit ein.
 

Die Situation

In Europa sind 38 Prozent der Bevölkerung, mehr als 160 Millionen Menschen, von einer psychischen Erkrankung betroffen. Am häufigsten treten Angststörungen auf, gefolgt von Depressionen und durch Alkohol- und Medikamentenkonsum verursachte Probleme.

Weltweit leben etwa 350 Millionen Menschen mit einer Depression. Krankheiten wie posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen, Angst- und Schlafstörungen sowie Suchterkrankungen werden selten als solche diagnostiziert. Oftmals suchen die Betroffenen keine Hilfe, entweder, weil sie nicht wissen, dass es Hilfe gibt, oder aus Sorge, nicht ernst genommen oder stigmatisiert zu werden. Staatlicherseits fehlt es vielerorts an Strukturen und Kapazitäten, die Betroffenen zu identifizieren sowie zeitnah und adäquat zu behandeln.

  • Fatima Fayez

    Fatima Fayez (Name geändert) musste vor fünf Jahren vor dem Krieg in ihrer syrischen Heimat in die türkische Stadt Izmir fliehen. Vor einer Woche hat die 23-Jährige ihr drittes Kind auf die Welt gebracht. Ihr Einjähriges ist geistig behindert und sein Wachstum ist verzögert. Die Gewalt und wirtschaftliche Not, die die junge Mutter während und nach der Flucht erleben musste, haben seelische Spuren hinterlassen. Sie suchte Hilfe bei Ärzte der Welt und nahm an Sitzungen für Stressmanagement und zur psychosozialen Unterstützung teil. Heute sagt sie „Wo Leben ist, dort ist auch Hoffnung. Ich werde mich weiter anstrengen, für meine Kinder.“

  • Eine Ärztin misst den Puls © N. Teixeira

    Alexandra Ba*

    Alexandra Ba* hat weibliche Genitalbeschneidung und Zwangsverheiratung erleben müssen. Sie floh aus ihrem Heimatland, um ihre kleine Tochter davor zu schützen. Aufgrund von starken Unterleibsschmerzen und großer psychischer Belastung kam sie in die Berliner Anlaufstelle von Ärzte der Welt und Medizin Hilft e.V. Dort berichtete sie, wie sie einmal aus Deutschland abgeschoben werden sollte. „Die Besatzung des Flugzeuges wollte uns nicht mitnehmen, weil wir so sehr geweint haben.“ Alexandra Ba wurde daraufhin als „untergetaucht“ gemeldet. Bei open.med führte eine Psychotherapeutin eine Krisenintervention durch. Zudem wurden sie und ihre Tochter durch das open.med-Team an ein Kirchenasyl vermittelt und an ein Projekt überwiesen, das Überlebenden von Genitalverstümmelung Behandlung und regenerative Operationen anbietet. *Name geändert Die Medikamente und Gespräche haben mir sehr geholfen. Ich konnte endlich wieder nachts schlafen.

  • Mitarbeiter von Ärzte der Welt im Gespräch mit einem Patienten. Foto: DDD/MdM Turkey

    Abdul Rahim

    Abdul Rahim ist 23 Jahre alt und lebt mit seinen Eltern und seinen sechs Geschwistern im Nordwesten Syriens. Aufgrund des Bürgerkriegs musste Rahim seine Heimatstadt verlassen. Er verlor fast alles, was er besaß, und musste seine Ausbildung abbrechen. Er versuchte, trotz der schwierigen Bedingungen im Handel und in der Landwirtschaft Fuß zu fassen. Doch bald wurde Rahim von Panikattacken geplagt. Er hatte Angst, seine Arbeit zu verlieren, oder dass ihm etwas Furchtbares zustoßen würde. Glücklicherweise erfuhr er von dem Angebot von Ärzte der Welt Türkei, die eine Reihe psychologischer Behandlungen mit besonderem Fokus auf Stressmanagement, dem Umgang mit Angstzuständen und Entspannungstechniken mit ihm durchführte. Rahim gelang es, den Teufelskreis der Angst zu durchbrechen und zu seiner Arbeit und dem Alltag zurückzukehren.

Unsere Hilfe

Ärzte der Welt arbeitet in seinen Projekten auf mehreren Ebenen daran, Menschen mit psychischen Erkrankungen zu helfen.

In Deutschland bieten wir in unseren medizinischen Anlaufstellen für Menschen ohne oder mit eingeschränktem Krankversicherungsschutz psychologische und psychiatrische Sprechstunden an.

Auch in unseren internationalen Projekten liegt ein Schwerpunkt auf psychischer Gesundheit.

. In den Flüchtlingscamps in Bangladesch oder Griechenland, in der zentralafrikanischen Republik, der Ukraine, Haiti oder im Libanon: An allen Orten, an denen Ärzte der Welt aktiv ist, begleiten und behandeln unsere Psycholog*innen Menschen nach traumatischen Erfahrungen wie Flucht, Gewalt oder Naturkatastrophen oder in krankmachenden Lebensumständen.

Ebenso versuchen die Teams, in den Gemeinden ein Bewusstsein für psychische Gesundheit zu schaffen.

Psycholog*innen von Ärzte der Welt setzen sich für die psychische Gesundheit unserer Patient*innen ein. Foto: Ärzte der Welt
Psycholog*innen von Ärzte der Welt setzen sich für die psychische Gesundheit unserer Patient*innen ein. Foto: Ärzte der Welt

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