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Ärzte der Welt unterstützt Menschen ohne Krankenversicherung bei der Reintegration ins reguläre Gesundheitssystem. Foto: David Gohlke

Ärzte der Welt hilft Menschen ohne Krankenversicherung

Menschen ohne Krankenversicherung

Hilfe vor der eigenen Haustür

In Deutschland sind alle Menschen krankenversichert. Stimmt nicht. Hunderttausende Frauen, Männer und Kinder haben hierzulande keinen oder einen erschwerten Zugang zum Gesundheitssystem. In München, Stuttgart, Hamburg und Berlin hilft Ärzte der Welt Nichtversicherten mit medizinischer Versorgung und Beratung – kostenlos und anonym.
 

Unsere Hilfe

In unseren Anlaufstellen in München und Stuttgart, in Hamburg und Berlin bietet ehrenamtliches Fachpersonal allgemeinmedizinische Versorgung an für Menschen, die keine Krankenversicherung haben. Für Kinder, Frauen und Menschen mit psychischen Beschwerden gibt es eigene Sprechstunden.

Bei Bedarf überweisen wir an Fachärzte und an Beratungsstellen und unterstützen beim (Wieder-)Einstieg in das reguläre Gesundheitssystem. Auf politischer Ebene setzt sich Ärzte der Welt dafür ein, dass alle Menschen ihr Recht auf einen Zugang zur Gesundheitsversorgung verwirklichen können.

  • Open.med unterstützt auch bei bürokratischen Angelegenheiten.

    Erika Brunner*

    Mit Anfang 50 verlor Erika Brunner* ihre Arbeit. Ihr Antrag auf Arbeitslosengeld II wurde abgelehnt, weil sie bei ihrem Lebensgefährten wohnte und die beiden als Bedarfsgemeinschaft galten. Ihre Krankenversicherung musste sie jedoch selbst finanzieren– eine Familienversicherung war nicht möglich. Ohne eigenes Einkommen konnte Brunner die Beiträge nicht bezahlen und hatte nach einigen Jahren 12.000 Euro Schulden bei der Versicherung. Da sie unter starkem Husten und häufig auftretender Atemnot litt, suchte Brunner 2019 die Sprechstunde von open.med auf, wo die Atemwegserkrankung COPD diagnostiziert und behandelt wurde. Außerdem konnten mit der Hilfe von open.med die Beitragsschulden auf rund 3.000 Euro reduziert werden.
    *Name geändert

    Als im Briefkasten meine Versichertenkarte lag, war ich so glücklich.

  • Der Blutdruck wird gemessen.

    Ana Babic*

    Ana Babić * war während des Jugoslawienkrieges nach Deutschland geflohen. Aus Angst, abgeschoben zu werden, hatte sie nie einen Aufenthaltstitel beantragt. Seit über 30 Jahren lebt die 80-Jährige nun ohne Papiere. 2014 musste Ana ins Krankenhaus eingeliefert werden, wo mehrere chronische Erkrankungen festgestellt wurden. Den Krankenhausaufenthalt bezahlte eine Freundin, die Versorgung ihrer chronischen Krankheiten übernahm open.med München. Der Klinikaufenthalt war Anas erster Arztbesuch in Deutschland.

    * Name geändert

    Ich habe keine Papiere, ich habe keinen gültigen Aufenthalt hier und kann mich nirgendwo sehen lassen.

     

  • Eine Ärztin misst den Puls © N. Teixeira

    Alexandra Ba*

    Alexandra Ba* hat weibliche Genitalbeschneidung und Zwangsverheiratung erleben müssen. Sie floh aus ihrem Heimatland, um ihre kleine Tochter davor zu schützen. Aufgrund von starken Unterleibsschmerzen und großer psychischer Belastung kam sie in die Berliner Anlaufstelle von Ärzte der Welt. Dort berichtete sie, wie sie einmal aus Deutschland abgeschoben werden sollte. „Die Besatzung des Flugzeuges wollte uns nicht mitnehmen, weil wir so sehr geweint haben.“ Alexandra Ba wurde daraufhin als „untergetaucht“ gemeldet. Bei open.med führte eine Psychotherapeutin eine Krisenintervention durch. Zudem wurden sie und ihre Tochter durch das open.med-Team an ein Kirchenasyl vermittelt und an ein Projekt überwiesen, das Überlebenden von Genitalverstümmelung Behandlung und regenerative Operationen anbietet.
    *Name geändert
    Die Medikamente und Gespräche haben mir sehr geholfen. Ich konnte endlich wieder nachts schlafen.

  • Ein Patient im Gespräch mit einer Ärztin in der open.med-Praxis

    Peter K.

    Ich bin Musiker und dieser Beruf lebt von der Jugend. Ich bin 65. Wer will denn so einen alten Deppen noch auf der Bühne sehen? Mein Geschäft, das ich neben der Musik betrieben habe, ist bankrott gegangen, und es hat sich eine Schuldenlast von über 100.000 Euro angehäuft. In Deutschland muss jeder Bürger eine Krankenversicherung haben. Da soll mir mal einer sagen, wie ich das machen soll, bei einem geschätzten Beitrag von 800 Euro. Ich musste mich zweimal einer lebensbedrohlichen Operation unterziehen. Keiner hat gewusst, dass ich eine Niereninsuffizienz habe. Auch Zucker ist erst hier in der Anlaufstelle festgestellt worden.Ich habe im Internet verzweifelt nach einem Ort gesucht, wo ich ärztliche Hilfe bekommen kann. So bin ich auf Ärzte der Welt gekommen. Ohne sie wäre ich sicher schon 5, 6 Jahre tot. Sie haben mir das Leben gerettet.

  • Ein Patient des Stuttgarter MedMobils

    Fusko, 36 Jahre, aus Stuttgart

    „Vor ein paar Jahren habe ich Mist gebaut und mir den Fuß und den Knöchel verletzt. Als ich zu MedMobil gegangen bin, haben die sich das angeschaut und gesagt, ich müsse sofort ins Krankenhaus. Zwei, drei Tage später wäre das Bein weggewesen."

  • Patientin Regine R. bei open.med

    Regine R.

    Regine R. litt während ihrer Schwangerschaft unter einer Psychose, die sie völlig aus der Bahn warf:

    Ich war instabil und antriebslos und konnte keinen klaren Gedanken fassen. Meine Energie war total am Boden. Da war einfach gar nichts mehr.

    Frau R. ist nicht krankenversichert. Zum Glück fand sie den Weg zu Ärzte der Welt. Dort wurde sie untersucht und erfolgreich behandelt. Inzwischen geht es ihr wieder gut, die Beziehung zu ihren Kindern ist stabil.

     

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