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Netzwerkarzt Dr. Ralf Ullmann behandlet open.med-Patient*innen. Foto: Ärzte der Welt

Dr. Ralf Ullmann: Schnell und unkompliziert helfen

Dr. Ralf Ullmann: Schnell und unkompliziert helfen

Ein Knochenbruch, ein seltener Hautauschlag oder auffällige Bauchschmerzen – nicht in jedem Fall können die Ärztinnen und Ärzte der open.med-Anlaufstelle den Betroffenen helfen. In solchen Fällen verweisen sie die Patient*innen für eine genauere Untersuchung weiter. Dr. Ralf Ullmann ist Orthopäde und einer der Netzwerkärzte, die mit dem open.med-Team zusammenarbeiten.

Herr Dr. Ullmann, wie sind Sie zur Medizin und speziell zur Orthopädie gekommen?

Nach dem technischen Fachabitur wollte ich eigentlich einen Ingenieurberuf ergreifen. Aber bei meinem Zivildienst in der Pflege im Krankenhaus habe ich gemerkt, dass es das ist, was ich machen möchte. Also habe ich das Abitur nachgeholt und Medizin studiert. Die Orthopädie gefällt mir, weil sie beide Komponenten bietet: Sie können in einer Praxis und in der Klinik arbeiten. Ich mag auch das Operieren, denn das Technische liegt mir einfach.

Wie kam die Zusammenarbeit mit open.med zustande?

Ich bin mit Peter Schwick befreundet, der ja im Vorstand des Vereins Ärzte der Welt ist und als Kinderarzt in der open.med-Anlaufstelle ehrenamtlich arbeitet. Wir kennen uns schon seit Studienzeiten und er hat mich gefragt, ob ich bei open.med mitmachen möchte. Das war vor drei oder vier Jahren.

Wie würden Sie Ihre Praxis beschreiben und wie viele Patient*innen kommen von open.med?

Wir sind eine ganz normale Praxis und behandeln ein breites Spektrum von Patient*innen aller Altersgruppen und sozialen Schichten. Das ist eine gute Mischung.

Ich habe nicht den Überblick, wie viele Konsultationen meine Kollegin Beate Heuwinkel übernimmt. Bei mir es sind im Durchschnitt ein bis zwei Patient*innen pro Woche.

Welche Beschwerden haben die Patient*innen?

Es sind oft orthopädische Probleme, Knie- und Rückenbeschwerden, manchmal auch Verletzungen. Gestern hatten wir jemanden, der sich die Hand gebrochen hatte. Da ist es sehr praktisch, dass wir in der Praxis ein Röntgengerät haben.

In diesem Jahr sind schon zwei oder drei Patienten mit Knochenbrüchen gekommen. Wir konnten sie schnell und unkompliziert röntgen und ihnen einen Gips anlegen. Auch die  Nachbetreuung hat gut geklappt. Die Menschen würden sonst mit ihren Beschwerden wirklich von A nach B laufen und am Ende gar nicht versorgt werden.

Wie läuft die Verständigung mit Patient*innen, die kein oder wenig Deutsch sprechen?

Das klappt gut. Es kommt immer ein Dolmetscher, eine Dolmetscherin mit und so gab es bisher keine Verständigungsprobleme. Wir haben selbst eine Mitarbeiterin, die türkisch spricht. Das ist praktisch, denn es kommen ja viele Menschen aus Rumänien oder Bulgarien, die auch türkisch sprechen.

Ist es schwierig, neben dem normalen Praxisbetrieb noch Patient*innen von open.med  zu behandeln?

Es ist keine große Last, absolut nicht. Man muss es ein bisschen organisieren, vor allem, wenn die Praxis voll ist. Bei einer Behandlung von jemandem, der kein Deutsch spricht, dauert es länger, bis man genau weiß, worum es geht. Aber in der Regel bekommen wir das gut hin.

Wenn Sie ein Kollege, eine Kollegin nach der Zusammenarbeit mit open.med fragen würde, würden Sie es weiter empfehlen?

So wie mein Einsatz für open.med zurzeit läuft, würde ich jedem sagen, dass man das gut machen kann. Es stört den Praxisalltag nicht sehr und ist einfach eine gute Sache. Die Patient*innen kommen ja in der Regel mit Begleitung. Das ist schon wichtig und funktioniert prima. Die Leute werden angemeldet, sie schlagen nicht notfallmäßig auf und so kann man die Sprechstunde planen. Und da haben die meisten Kollegen und Kolleginnen die Möglichkeit, mal einen Patienten reinzuschieben.

 

Wenn Sie Ärztin / Arzt in einer Praxis in München, Stuttgart, Berlin und Hamburg sind und unsere Arbeit unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme mit Andreja Topsch unter ehrenamt@aerztederwelt.org.

 

 

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